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06.01.2016, 22:43

Die Roma bricht spät ein - Lazio torlos

Juves Serie hält, Inter bleibt vorne und Napoli dran

Am Mittwochnachmittag legten die Inter-Verfolger AS Rom, Juventus Turin und Florenz los. Während Juve eine beeindruckende Serie ausbaute und die Viola auch dank Blaszczykowski einen Sieg einfuhr, strauchelte die Roma trotz Tor 4000 und 4001 erneut. Milan kassierte derweil noch ohne Balotelli und Rückkehrer Boateng eine unerwartete Niederlage. Am Abend verteidigte Inter Mailand die Tabellenführung bei Empoli, Verfolger Napoli kämpfte Torino nieder und bleibt dran.

Icardi hält Inter auf Kurs

Inters Matchwinner bei Empoli: Mauro Icardi besorgte den 1:0-Siegtreffer.
Inters Matchwinner bei Empoli: Mauro Icardi besorgte den 1:0-Siegtreffer.
© imago

Inter Mailand hat am Mittwochabend eine Antwort auf die Ergebnisse vom Nachmittag gegeben und beim FC Empoli einen 1:0-Auswärtssieg eingefahren. Der Matchwinner für die Nerazzuri war Icardi, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf. Für die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini war es der zwölfte Dreier in der laufenden Spielzeit und der sechste auf fremden Terrain. Damit ist Inter die auswärtsstärkste Mannschaft der Serie A.

Beim Tor des Tages lieferte der frühere Dortmunder und Wolfsburger Perisic die Vorarbeit, in dem er dynamisch über den Flügel stürmte und den argentinischen Nationalstürmer von der Torauslinie mustergültig bediente. Für den enorm effizienten Icardi war es der achte Saisontreffer. Im zweiten Abschnitt haderte Empoli mit dem Schiedsrichter, als in der 72. Minute Offensivmann Pucciarelli von Murillo im Strafraum - allerdings schwer erkennbar - getroffen wurde, die Pfeife jedoch stumm blieb. Inter verteidigte gewohnt kompakt und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Matchwinner Hamsik tunnelt eiskalt

Im letzten Spiel des 18. Spieltags rückte der SSC Neapel in die Spitzengruppe wieder auf und rangiert nach dem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den FC Turin auf Platz drei - der Rückstand zum Tabellenführer Inter beträgt einen Zähler.

Napolis Matchwinner gegen Torino: Hamsik (Mi.) besorgte den 2:1-Siegtreffer.
Napolis Matchwinner gegen Torino: Hamsik (Mi.) besorgte den 2:1-Siegtreffer.
© imago

Napoli legte im Abendspiel furios los und schnürte Torino in der eigenen Hälfte ein - mehrfach hatten Higuain und Callejon den Führungstreffer auf dem Fuß, doch entweder verzogen sie oder scheiterten an Keeper Padelli. Ihr Sturmpartner Isigne machte es in der 16. Minute nicht nur besser, sondern vor allem clever: Der italienische Nationalspieler setzte aus gut 18 Metern zum Schuss an, sah dass Padelli weit vor dem Tor stand und netzte so geschickt per Bogenlampe ein. Mitte des ersten Abschnitts ließen die Hausherren Turin etwas besser ins Spiel kommen und wurden prompt bestraft - Quagliarella versenkte einen diskussionswürdigen Elfmeter zum Ausgleich im Netz, der frühere Bayern-Keeper Pepe Reina hatte die Hände dran, konnte den Ball aber nicht abwehren. Die Süditaliener schüttelten sich kurz und erhöhten wieder das Tempo. Mit Erfolg: Ein klasse Pass von Insigne landete bei Hamsik, der aus spitzem Winkel per Tunnel eiskalt vollstreckte.

In der zweiten Hälfte wurde es ruppiger, Torchancen waren nicht mehr so viele zu bestaunen. Bemerkenswert war aber, dass bei einer lautstarken Auseinandersetzung an der Außenlinie beide Trainer auf die Tribüne verbannt wurden. Torino probierte alles und hätte nach einem Ausrutscher von Koulibaly fast ausgleichen können, aber letztlich ging der knappe Erfolg für Napoli in Ordnung.

Juve setzt den famosen Lauf dank Dybala fort

Paulo Dybala und Alvaro Morata
Der Mann des Tages im Juve-Dress: Paulo Dybala (links, hier mit Alvaro Morata).
© Getty ImagesZoomansicht

Für Juventus Turin gibt es ein großes Ziel - die fünfte italienische Meisterschaft in Folge nach 2012, 2013, 2014 und 2015. Nach einem katastrophalen Saisonstart schien dieses Ziel längst abgehakt, doch die Alte Dame hat sich inzwischen mehr als nur gefangen. Die Bianconeri ließen sich auch durch die kurze Winterpause nicht aus dem Tritt bringen und beschenkten die heimischen Fans und sich selbst mit dem achten (!) Ligadreier in Folge.

Apropos Fans: Diese staunten nicht schlecht, als der zuletzt immer besser in Tritt kommende Shooting Star Dybala bereits in der 8. Spielminute einen Freistoß mit links direkt und mit gekonntem Schnitt ins rechte untere Eck schlenzte. Das 1:0 hatte bis zur 45. Minute Bestand, ehe Dybala von der linken Außenbahn per Freistoß als Vorlagengeber glänzte und Abwehrchef Bonucci mit einem extrem wuchtigen Kopfball auf 2:0 stellte. Die Vorentscheidung war damit gefallen - das Endergebnis gegen ein harmloses Hellas um den ehemaligen Juve-Stürmer Toni sollte letztlich Joker Zaza herstellen (82.). Ganz klar: Der Druck bleibt mit solch einer stabilen Abwehr, Aufbauspielern wie Marchisio und Khedira und dem starken Angriff um Pogba und Dybala auf die Tabellenspitze hoch.

Dass sich die Bianconeri allerdings nach wie vor keine großen Ausrutscher erlauben dürfen, machte Torschütze Zaza nach Spielschluss klar: "Wir können es uns nicht leisten, auch nur in einem Spiel mit dem falschen Fuß aufzukommen. Wir sind immer noch auf der Jagd und müssen es erst einmal nach ganz oben schaffen."

4001 Tore: Die Roma glänzt - und verblasst schnell

Guter Saisonstart, katastrophale Schlussphase im Jahr 2015: Bei der zum Beispiel gerade noch so ins Champions-League-Achtelfinale gerutschten Roma wirkte es fast so, als hätten sich die Eindrücke zwischen ihr und Juve genau umgekehrt. Im ersten Spiel des Jahres 2016 zeigten die Giallorossi zunächst wieder, was sie vor Monaten stark und die Fans stolz gemacht hatte - Offensivfußball.

Mohamed Salah, Alessandro Florenzi und Maicon
Alessandro Florenzi (Mitte) erzielte das 4000. Serie-A-Tor der Roma (hier mit Mohamed Salah und Maicon).
© Getty ImagesZoomansicht

Bereits in der 7. Minute durften die mitgereisten Anhänger, die Ende 2015 noch mit reichlich Frustaktionen wie Karotten auf dem Vereinsgelände oder Eierwürfen auf den Mannschaftsbus ihren Unmut zum Ausdruck gebracht hatten, über eine tolles Tor jubeln: Gervinho zog in bester Manier in den Strafraum und legte präzise quer zum aufgebotenen Umar. Das 18-jährige Talent staubte humorlos ab und erzielte damit in seinem ersten Serie-A-Spiel von Beginn an direkt sein erstes Tor.

Eine Marke glückte schließlich auch Florenzi, der im Mittelfeld stark den Ball eroberte, bis in den Strafraum rannte und eiskalt flach zum 2:0 abschloss (37.). Dieser Treffer war zugleich das 4000. Tor der Roma in der Serie A. Die Hauptstädter sind damit nach Juventus, Inter und Milan der vierte Klub, der diese Marke erreicht hat.

3:3 - Der Roma-Einbruch

Dann kam allerdings ein Bruch ins Spiel der Römer - und was für einer: Paloschi und Dainelli stellten das Ergebnis zunächst auf 2:2 (44. und 58.). Würden die Chaos-Wochen beim Team von Trainer Rudi Garcia einfach weitergehen? Zunächst wirkte es nicht so, denn Iago Falque gelang mit einem Flachschuss von der Strafraumkante das 3:2 (71.). Doch der ehemalige Juve-Stürmer Pepe hatte noch einen parat - und bestätigte mit seinem späten 3:3, dass die Abwehr der Hauptstädter um Nationalspieler Rüdiger nach wie vor nicht sattelfest ist.

Allzu sauer war Coach Garcia auf seine Schützlinge allerdings nicht: "Auch heute kann ich ihnen keinen Vorwurf machen, obwohl wir drei Punkte weggeschmissen haben." Der Franzose ging in seiner Rede vor allem auch auf die vielen fehlenden Akteure (de Rossi, Nainggolan, Totti, Dzeko) ein: "Wir wissen, dass uns in solchen Situationen wichtige Spieler fehlen. Doch wir waren auch so gut genug, um zu gewinnen. Wir haben es nur einfach nicht geschafft."

Ilicic und Kuba überzeugen

Während die Roma weiterhin auf Rang fünf stehen blieb, griff neben Juventus auch Florenz die Tabellenspitze an: In Palermo schnürte Angreifer Ilicic gegen seinen Ex-Klub zunächst einen sehenswerten Doppelpack (13. und 42.), ehe Gilardino noch ein wenig Spannung aufkommen ließ - 1:2 (77.). Die Viola ließ sich aber nicht verunsichern und markierte durch Joker und Ex-Dortmunder Blaszczykowski die endgültige Entscheidung zum 3:1-Auswärtssieg (90.+3).

Milan und Lazio straucheln

Eine 0:1-Niederlage steckte derweil Milan noch ohne die zuletzt langfristig verletzten und noch nicht bei 100 Prozent stehenden Balotelli und Menez ein. Auch Neuzugang und Rückkehrer Boateng (zuletzt Schalke 04) stand nicht im Kader. Mit einem Dreier hätten die Rossoneri Druck auf die internationalen Ränge ausüben können, doch Bolognas Giaccherini (82.) machte dem Team von Trainer Sinisa Mihajlovic einen Strich durch die Rechnung.

Für Joker Miroslav Klose und seinen Klub Lazio Rom reichte es zu Hause im Stadio Olimpico gegen den Vorletzten FC Carpi nur zu einem torlosen Remis, die Biancocelesti warten damit seit fünf Heimspielen auf einen Dreier und stecken weiterhin im grauen Mittelfeld fest.

mag

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Serie A TIM - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Inter Mailand24:1139
 
2AC Florenz36:1638
 
3SSC Neapel33:1438
 
4Juventus Turin31:1436
 
5AS Rom35:2133
 
6Sassuolo Calcio22:1728
 
7AC Mailand24:2228
 
8FC Empoli23:2327
 
9Atalanta Bergamo20:2124
 
10Lazio Rom20:2624
 
11Udinese Calcio17:2524
 
12AC Chievo Verona24:2123
 
13Sampdoria Genua27:2823
 
14FC Turin22:2222
 
15FC Bologna20:2422
 
16US Palermo18:2918
 
17CFC Genua 189317:2616
 
18Frosinone Calcio19:3615
 
19FC Carpi15:3311
 
20Hellas Verona12:308