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05.01.2016, 23:12

Serie A, 18. Spieltag: Neues Jahr, neue Chancen

Roma-Versöhnung, Juve-Marsch und der Power-Prince

Während die englische Premier League bekanntlich knallhart durchspielt und die deutsche Bundesliga eher eine etwas längere Pause bis Ende Januar einlegt, reiht sich die italienische Serie A ungefähr in der Mitte ein. Am Dienstag und Mittwoch ist es soweit: Der heiße Meisterschaftskampf geht weiter. Im Grunde haben alle Top-Teams auch machbare Aufgaben vor der Brust. Die Frage demnach: Meistern Inter, Florenz, Neapel, Juventus, die Roma und Milan ihre Pflichtaufgaben? Oder rutscht ein Klub aus? Der 18. Spieltag wird die Erkenntnis bringen.

Roberto Soriano
Kompromisslos: Sampdorias Soriano setzt sich gegen die CFC-Abwehr durch und erzielt die Führung.
© imagoZoomansicht

Am Dienstagabend stieg in der Serie A zum Auftakt des 18. Spieltags nur eine Partie - in einem wilden Derby della Lanterna zwischen CFC Genua 1893 und Sampdoria Genua behielt Samp am Ende mit 3:2 die Oberhand.

Dabei hätte es die Elf von Trainer Vincenzo Montella gar nicht so spannend machen müssen. Denn Sampdoria führte nach 49 Minuten bereits mit 3:0 und schien nach den Toren von Soriano (18., 49.) und Eder (39.) einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern. Doch so schnell wollte sich CFC nicht geschlagen geben. Pavoletti brachte seine Farben mit zwei Toren (69., 81.) wieder in das Spiel zurück. Am Ende überschlugen sich die Ereignisse. Samp-Keeper Viviani verhinderte gegen Gakpe und Pavoletti den Ausgleich, auf der anderen Seite scheiterte Barreto am Aluminium. So blieb es beim 3:2 für Sampdoria, das sich dadurch ins Mittelfeld absetzte, Genua 1893 steckt weiter tief im Keller fest.

Roma auf Versöhnungstour - Juves Marsch

AS Rom
So sieht sich die Roma um Gervinho (links) selbst am liebsten: mit strahlenden Gesichtern.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Mittwoch zu Heilig Drei Könige steigt dann der Rest der Liga ins Rennen ein - also auch alle Top-Teams. Als Erstes startet unter anderem die Roma bei AC Chievo Verona (15 Uhr). Das Team von Trainer Rudi Garcia um Nationalspieler Antonio Rüdiger möchte die Katastrophen zu Jahresende mit dem knappen Achtelfinaleinzug in der Champions League, schwachen Ergebnissen in der Liga und dem peinlichen Pokal-Aus (2:4 im Elfmeterschießen gegen Spezia Calcio) vergessen lassen. Vor allem die eigenen Fans, die Karotten vor dem Vereinsgelände verteilt und den Bus bei der Weihnachtsfeier mit Eiern beworfen hatten, sollen schleunigst wieder als lautstarke Verstärkung in den Rücken der Giallorossi gezogen werden.

Alles andere als ein Juve-Sieg gegen Hellas wäre derweil eine große Überraschung. Denn die Alte Dame bekommt es am traditionellen Dreikönigs-Spieltag mit dem Kellerkind der Liga zu tun: Verona um den ehemaligen Bayern-Stürmer Luca Toni steuert direkt auf den Abstieg zu, sie warten mit nur acht Unentschieden noch immer auf den ersten Sieg der Saison. Immerhin beträgt der Rückstand ans rettende Ufer "nur" acht Zähler.

Juan Cuadrado
Fingerzeig: Juan Cuadrado glaubt, mit Juve noch viel erreichen zu können.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach dem Fehlstart in die Saison hat sich Juventus dagegen mehr als gefestigt und übt seit geraumer Zeit Druck auf die Tabellenspitze aus. Tabellenplatz vier hat das Team von Trainer Massimiliano Allegri bereits erreicht, jetzt soll nach dem Marsch von zuletzt sieben (!) Ligasiegen in Serie der nächste Streich folgen. Dribbelkünstler Juan Cuadrado, der neben Paul Pogba, dem jüngst enorm auftrumpfenden Paulo Dybala, Mario Mandzukic und Alvaro Morata Teil der Juve-Offensive ist, warnt allerdings vor dem Außenseiter: "Das wird ein sehr schwieriges Spiel direkt nach der Winterpause."

Einen Sieg plant der Kolumbianer aber fest ein, denn: "Wir sind Juventus. Wir wollen immer gewinnen - in der Liga, in der Coppa Italia und in der Champions League. Wir sind eine großartige Gruppe, eine Familie. Wir ziehen alle am selben Strang."

Inter, Florenz, Neapel - und das lauernde Milan

Während Tabellenführer Inter Mailand, das im Jahr 2015 stolze 16-mal zu Null spielte und in dieser Saison allein achtmal 1:0 gewann, am Mittwochabend (18 Uhr) beim FC Empoli gastiert, kann Verfolger Florenz bei nur einem Zähler Rückstand schon am Nachmittag bei US Palermo Druck ausüben. Neapel um Top-Torjäger Gonzalo Higuain, der in 17 Einsätzen stolze 16-mal getroffen hat, beschließt den 18. Spieltag zu Hause gegen Torino (20.45 Uhr).

Bleibt noch Außenseiter Milan. Die Rossoneri liegen mit 28 Punkten auf Platz sechs und damit ein Stück hinter den Top fünf Inter, Fiorentina, Napoli, Juve und der Roma.

Abschreiben sollte man die Rossoneri allerdings nicht, schließlich brennt das Team von Trainer Sinisa Mihajlovic auf ein Ausrufezeichen nach zuletzt kargen und erntearmen Jahren. Zumindest das internationale Geschäft soll - und muss nach Boss Silvio Berlusconi - erreicht werden.

Galliani: "Prince wird uns Power geben"

Mithelfen sollen dabei drei Rückkehrer: Mario Balotelli und Jeremy Menez nach Verletzung und Kevin-Prince Boateng nach seiner unglücklichen Station bei Schalke 04. Die Frage: Startet Milan mit den drei Profis in eine neue, bessere Zukunft?

Kevin-Prince Boateng
Zurück in Mailand und im Milan-Trikot: Liebling Kevin-Prince Boateng.
© Getty ImagesZoomansicht

"Prince wird uns Power geben", ist sich Manager Adriano Galliani sicher. "Er ist ein sehr variabel einsetzbarer Spieler. Mit ihm, Menez und Mario verfügen wir bereits über drei hervorragende Neuzugänge."

Dass Boateng überhaupt wieder beim lombardischen Klub untergekommen ist, hat der Techniker Berlusconi zu verdanken: Der Patron drängte wiederholt zu Boatengs erneutem Engagement. Ihm war dabei offenbar dessen furiose erste Milan-Saison 2010/11 in Erinnerung geblieben, die mit dem Scudetto geendet war.


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Serie A TIM - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Inter Mailand24:1139
 
2AC Florenz36:1638
 
3SSC Neapel33:1438
 
4Juventus Turin31:1436
 
5AS Rom35:2133
 
6Sassuolo Calcio22:1728
 
7AC Mailand24:2228
 
8FC Empoli23:2327
 
9Atalanta Bergamo20:2124
 
10Lazio Rom20:2624
 
11Udinese Calcio17:2524
 
12AC Chievo Verona24:2123
 
13Sampdoria Genua27:2823
 
14FC Turin22:2222
 
15FC Bologna20:2422
 
16US Palermo18:2918
 
17CFC Genua 189317:2616
 
18Frosinone Calcio19:3615
 
19FC Carpi15:3311
 
20Hellas Verona12:308