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03.01.2016, 18:52

Lennon trotzt mit seiner Premiere dem Ex-Klub

Hiddinks Premiere: Chelsea hat seine Lust zurück

Es bleibt dabei: Seit Guus Hiddink das Ruder beim FC Chelsea übernommen hat, sind die Blues ungeschlagen. Auch gegen das formstarke Crystal Palace zeigte sich der krisengebeutelte Meister verbessert, spielte sich nach anfänglicher Schwäche beim 3:0 in einen kleinen Rausch - der erste Sieg für Hiddink in seiner zweiten Amtszeit in London. Am Abend kam Everton gegen Angstgegner Tottenham immerhin zu einem Remis, was es einer kuriosen Premiere zu verdanken galt.

Dreht nach seinem 1:0 zum Jubel ab: Chelseas Oscar besorgte die Führung.
Dreht nach seinem 1:0 zum Jubel ab: Chelseas Oscar besorgte die Führung.
© imagoZoomansicht

Nachdem sich die Topteams der Premier League am Samstag in den Fernduellen die Bälle zuspielten, durfte am Sonntag auch das krisengebeutelte Chelsea ran. Vor der Partie gegen Crystal Palace, das sechs Pflichtspiele in Folge nicht verloren hatte, lobte Abräumer Mikel seinen neuen Coach: "Guus Hiddink hat den Glauben zurück gebracht." Viel war davon aber zumindest in der Frühphase im Selhurst Park nicht zu spüren. Chelsea agierte schlampig und fahrig im Passspiel, leistete sich viele einfache Fehler.

Oscar löst den Knoten

Speziell der bereits unter José Mourinho viel gescholtene Ivanovic war ein echter Unsicherheitsfaktor in der Viererkette. Palace wusste das durch Zaha und Campbell aber nicht wirklich zu nutzen (7., 26.). Und trotzdem erlitten die Blues einen echten Nackenschlag: Nach nur 16 Minuten schlich Hazard, der seit unglaublichen 2289 Minuten auf ein Tor für Chelsea wartet, verletzt vom Platz - Pedro übernahm. Dem Spiel der Gäste tat der Wechsel sichtlich gut. Mit dem frischen Wind im Rücken nutzte Chelsea prompt die erste Möglichkeit: Fabregas steckte durch, Diego Costa legte klug ab und Oscar schob ohne Probleme ein - 1:0 (29.).

Willian nimmt lieber aus der Distanz Maß

War von der Palace-Hintermannschaft nicht zu bremsen: Der umtriebige Willian.
War von der Palace-Hintermannschaft nicht zu bremsen: Der umtriebige Willian.
© imago

Nach der Führung kam die Sicherheit und der von Mikel besagte Glaube zurück, Chelsea ließ Ball und Gegner laufen. Auch hinten stabilisierten sich die Blues - und blieben nach der Pause nervenstark. Willian knallte die Kugel aus über 20 Metern humorlos ins rechte obere Toreck, sieben seiner acht Pflichtspieltore in dieser Saison erzielte der Brasilianer von außerhalb des Strafraums (60.).

Blues können es noch doppelt

Doch damit nicht genug: Nur sechs Minuten später tanzte Willian wieder zwei Gegenspieler aus, seinen Schuss konnte Crystal-Schlussmann Hennessey nicht festhalten - und Diego Costa staubte cool ab (66.). Selbst nach der Entscheidung verloren die Gäste im Stadtduell nicht die Lust am Offensivfußball, Oscar & Co. nahmen die Palace-Hintermannschaft regelmäßig auseinander. Am Ende blieb es beim souveränen, verdienten 3:0-Erfolg.

Mehr als nur drei Zähler im Abstiegskampf: Erstmals seit dem 26. September (2:2 gegen Newcastle) erzielten die Blues auswärts mehr als einen Treffer. Hiddink, der seinen Premierensieg in seiner zweiten Amtszeit als Chelsea-Coach feierte, dürfte das Spiel Mut machen. "Das war das Chelsea aus der letzten Saison", lobte Kapitän Terry nach dem ersten Auswärtssieg seit Ende August (3:2 gegen West Bromwich). Auch Hiddink atmete auf: "Diesen Sieg haben wir dringend gebraucht. Das ist ein guter Schritt dorthin, wo Chelsea stehen sollte."

Keine guten Karten für die Toffees

Ließ sich nach seinem 1:0 von Kollege Ross Barkley feiern: Evertons Aaron Lennon (l.).
Ließ sich nach seinem 1:0 von Kollege Ross Barkley feiern: Evertons Aaron Lennon (l.).
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Dort, wo die Blues stehen könnten, haben sich aktuell die Tottenham Hotspurs eingenistet. Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino spielte eine hervorragende zweite Jahreshälfte und grüßte vor dem Duell beim FC Everton von Rang vier. Und die Historie sprach für Zählbares im Goodison Park: Die letzten sechs Aufeinandertreffen konnten die Toffees nicht gewinnen (drei Remis, drei Niederlagen). Entsprechend selbstbewusst gingen die Spurs die ersten 45 Minuten an: Nach nur neun Minuten knallte Kane das Leder aus über 20 Metern an den Innenpfosten.

Es war beeindruckend, wie dominant die Londoner auf fremdem Terrain auftraten - einzig das Tor fehlte. So schrieben die Toffees eben ihre ganz eigene Geschichte: Einen langen Ball legte Lukaku mustergültig für Lennon auf, der nach seiner Brustannahme den Dropkick präzise ins lange Eck setzte (22.). Ausgerechnet Lennon, der selbst zehn Jahre für die Spurs gespielt hatte, markierte mit seinem überhaupt ersten Tor für Everton die Führung.

Formstarker Alli kontert Lennons kalte Dusche

Auf die kalte Dusche reagierten die Gäste mit dem zweiten Aluminiumkracher: Nach Eckball-Variante von Eriksen traf Davies nur den Querbalken (31.). Als sich die Hausherren bereits mit dem 1:0 in der Pause wähnten, schlug Youngster Alli eiskalt zu. Alderweireld hebelte mit einem langen Ball die gesamte Hintermannschaft aus, sein 19-jähriger Kollege vollstreckte nach Brustmitnahme per Volley. Es war seine sechste Torbeteiligung in den letzten sieben Premier-League-Matches.

Nach der Pause nahm der Clinch weiter Fahrt und Intensität auf, dicke Torchancen waren aber eher Mangelware. Kane vergab die beste Möglichkeit für die Spurs (52.), Besic scheiterte an einem überragenden Reflex von Lloris (79.). So blieb es beim 1:1, das keinem der beiden Teams in der Tabelle wirklich weiterhilft. Und: Der "Tottenham-Fluch" hat für die Toffees weiter Bestand. Wenig verwunderlich daher auch die Aussage von Torschütze Alli: "Ich würde sagen, wir hätten definitiv mehr verdient gehabt. Es zeigt dazu, wie gut es bei uns läuft, wenn wir über ein 1:1 derart enttäuscht sind."

msc

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