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23.06.2015, 11:12

FIFA-Skandal lähmt CONMEBOL

Verband hat kein Geld für Copa-America-Prämien

Zahlungsschwierigkeiten rund um die Copa America in Chile: Der südamerikanische Kontinentalverband CONMEBOL hat aufgrund der Ermittlungen im Korruptionsskandal beim Weltverband FIFA keine Gelder für die Auszahlung der Prämien übrig.

Tauziehen um die Preisgelder bei der Copa America: CONMEBOL-Vizepräsident Wilmar Valdez mit der Trophäe.
Tauziehen um die Preisgelder bei der Copa America: CONMEBOL-Vizepräsident Wilmar Valdez mit der Trophäe.
© Getty ImagesZoomansicht

"Und wer zahlt jetzt?", fragt die uruguayische Zeitung "El Pais" - denn der südamerikanische Verband CONMEBOL kann die ausgelobten Prämien nicht begleichen. Laut übereinstimmenden südamerikanischen Medienberichten hat die US-Justiz im Zuge ihrer Untersuchungen die für die Preisgelder benötigten Sponsoren- und TV-Gelder des Verbandes einfrieren lassen.

CONMEBOL kann daher die Preisgelder für den Sieger der Copa America (vier Millionen US-Dollar) sowie die übrigen Platzierten nicht begleichen, heißt es unter anderem in der Zeitung "El Pais". Auch die Kosten für Unterbringung und Reisen der zwölf teilnehmenden Teams werden von CONMEBOL getragen.

"Es gibt eine reale Situation, die uns das Leben schwer macht", gestand CONMEBOLs Vizepräsident Wilmar Valdez gegenüber dem chilenischen "Radio Cooperativa". Die Vermarktungsrechte der Kontinentalmeisterschaft liegen bei den Sportrechte- und Vermarktungsfirmen Datisi, Traffic und TyC, die allesamt ins Fadenkreuz der US-Untersuchungsbehörden und des FBI gerieten. Alle drei Unternehmen hatten die Vermarktungsrechte für die laufende Südamerikameisterschaft und die nächsten drei Copa-America-Turniere gegen Zahlung von Schmiergeldern an einflussreiche Verbandsfunktionäre erhalten. Valdez bestätigte, dass die drei Unternehmen zu den "Hauptgeldgebern des Verbandes" zählen, die Zahlungssituation daher gerade ungeklärt sei.

Laut Valdez hat der Verband bereits Kontakt mit den Sponsoren und TV-Anstalten aufgenommen, damit deren Gelder, falls juristisch möglich, direkt auf CONMEBOL-Konten fließen. Die Zusammenarbeit mit den in den Skandal verwickelten Firmen soll dagegen möglichst schnell eingestellt werden. "Wir können keine Vertrag aufrechterhalten, der nicht gezahlt wird", erklärte der Vizepräsident.

atr/sid

 
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