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04.06.2015, 23:09

Die Nachrichten zur Krise des Weltfußballverbands vom 4. Juni

FIFA bestätigt: Entschädigung für Irland im Fall Henry

In den Tagen nach den ersten Enthüllungen um die FIFA ging es Schlag auf Schlag. Erst wurde Präsident Joseph Blatter wiedergewählt, dann kündigte er überraschend seinen Rücktritt an. Nun stehen mehrere WM-Vergaben unter dem Verdacht, manipuliert worden zu sein. Wie geht es weiter mit der FIFA? Was sagen hochrangige Persönlichkeiten? Die FIFA-Splitter vom 4. Juni ...


Thierry Henry spielt den Ball mit der Hand - und der irische Verband erhält eine Entschädigung von der FIFA.
Thierry Henry spielt den Ball mit der Hand - und der irische Verband erhält eine Entschädigung von der FIFA.
© imagoZoomansicht

+++ Irland: Kein Darlehen und fünf Millionen Euro statt Dollar +++

Der irische Verband FAI hat der Darstellung der FIFA widersprochen, wonach der Weltverband ihm ein Darlehen gewährt haben soll. Die Zahlung sei vielmehr auf Grundlage eines Vergleichs erfolgt. Zudem habe es sich nicht um fünf Millionen Dollar, sondern um fünf Millionen Euro gehandelt. "Die Abmachung der FIFA mit dem irischen Verband hat zu keiner Zeit einen Einfluss auf unsere kritische Haltung der FIFA gegenüber gehabt. Außerdem war Vertraulichkeit die einzige Bedingung dieser Regelung", hieß es in einer FAI-Stellungnahme.

+++ Irland: Fünf Millionen Dollar als Entschädigung +++

Die FIFA hat sich im Vorfeld der WM 2010 in Südafrika im "Handball"-Fall um den Franzosen Thierry Henry ein juristisches Verfahren mit dem irischen Verband FAI durch die Zahlung von fünf Millionen Dollar erspart. Der Weltverband bestätigte am späten Donnerstagabend: "Die FIFA hat ein Agreement mit der FAI geschlossen, um jegliche Möglichkeit einer juristischen Klage abzuwenden." Die FIFA habe der FAI zunächst ein Darlehen über fünf Millionen Dollar gewährt, um ein Stadion in Irland zu bauen. Hätte sich Irland für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert, wäre die Rückzahlung dieses Darlehens fällig geworden. "Irland hat sich nicht qualifiziert. Deshalb und angesichts der finanziellen Situation der FAI hat die FIFA beschlossen, das Darlehen zum 31. Dezember 2014 abzuschreiben", heißt es in dem Statement weiter.

+++ Blatter will "ein umfassendes Reformprogramm" +++

Zwei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung hat FIFA-Präsident Joseph Blatter in einem Treffen mit dem neuen starken Mann Domenico Scala einen Handlungsrahmen und einen Zeitplan für den Reformprozess im Fußball-Weltverband festgelegt. "Ich möchte ein umfassendes Reformprogramm. Ich bin mir dabei sehr wohl bewusst, dass nur der FIFA-Kongress diese Reformen verabschieden kann", wird der 79-jährige Blatter in seinem ersten Statement seit seiner Rücktritts-Ankündigung zitiert: "Darüber hinaus hat das Exekutivkomitee eine besondere Pflicht, die Verantwortung in diesem Prozess auf mehrere Schultern zu verteilen." Details wurden zunächst nicht bekannt. Blatter hatte allerdings am Dienstag erklärt, die Wahl seines Nachfolgers solle "so schnell wie möglich" stattfinden.

+++ Irischer Verband erhielt nach umstrittenen WM-Quali-Aus wohl Geld von der FIFA +++

Der irische Fußball-Verband (FAI) hat nach Angaben seines Präsidenten John Delaney eine Zahlung der FIFA erhalten, damit die FAI nicht rechtlich gegen das umstrittene Aus in der WM-Qualifikation für 2010 vorgeht. "Wir setzten uns donnerstags zusammen und hatten montags einen Deal, der von allen Parteien unterzeichnet wurde. Damit war die Sache erledigt", erklärte Delaney. Auf die Frage, ob es sich um fünf Millionen Euro gehandelt habe, nannte Delaney am Donnerstag im irischen Radiosender RTE mit Verweis auf Vertraulichkeit keine Zahl. Irland war im November 2009 im Playoff-Rückspiel in Frankreich mit 1:1 nach Verlängerung unglücklich ausgeschieden. Dem Ausgleichstreffer in Paris ging ein nicht geahndetes Handspiel von Thierry Henry voraus. Der irische Verband hatte daraufhin beantragt, als 33. Teilnehmer zur WM-Endrunde in Südafrika zugelassen zu werden, war damit aber gescheitert. Delaney beklagte in dem Interview, FIFA-Präsident Joseph Blatter habe die Iren ausgelacht. Er habe sich daraufhin beschwert, dabei seien Kraftausdrücke gefallen.

+++ Ermittler nehmen Venezuelas Fußballverband ins Visier +++

Vor dem Hintergrund der FIFA-Korruptionsaffäre hat Venezuelas Staatsanwaltschaft den Hauptsitz des nationalen Fußballverbandes FVF durchsuchen lassen. Die von Geheimdienstagenten durchgeführte Aktion steht im Zusammenhang mit der Festnahme von FVF-Präsident Rafael Esquivel, der derzeit mit sechs weiteren FIFA-Funktionären wegen Korruptionsvorwürfen in der Schweiz in Haft sitzt. Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro unterstützte die Razzia, obwohl er auch Bedenken wegen der Rolle der USA in den Gesamtermittlungen äußerte. Esquivel (68) wird möglicherweise an die USA ausgeliefert.

+++ Asiatischer Fußballverband stärkt Katar den Rücken +++

Inmitten des FIFA-Bebens hat die asiatische Fußball-Konföderation AFC dem WM-Gastgeberland Katar ihre Unterstützung gegen zu erwartenden weiteren Gegenwind aus großen Teilen der Fußballwelt zugesichert. "Die asiatische Fußballgemeinschaft steht Katar mit ganzem Herzen zur Seite. Wir warten sehnsüchtig darauf, die Weltmeisterschaft 2022 auszurichten und die Welt willkommen zu heißen", heißt es in einer Mitteilung. Erst am Mittwoch hatte der australische Fußballverband ASF die WM-Ausrichtung in Katar infrage gestellt. Der Bewerbungsprozess für die Endrunde in sieben Jahren sei "nicht sauber" gewesen, sagte der ASF-Vorsitzende Frank Lowy.

+++ Verdächtige kommen wohl nicht vorzeitig frei: "Hohe Fluchtgefahr" +++

Die in der Schweiz festgenommenen Funktionäre der FIFA dürfen sich kaum Hoffnung machen, vorzeitig aus der Auslieferungshaft entlassen zu werden. "Nach unserer Ansicht besteht hohe Fluchtgefahr», sagte Folco Galli, der Sprecher des Bundesamtes für Justiz. Außerdem bestehe auch Verdunkelungsgefahr. Die Schweizer Polizei hatte auf Ersuchen der USA am 27. Mai sieben hochrangige Funktionäre vor dem FIFA-Kongress in Zürich festgenommen. Unter den Korruptionsverdächtigen waren zwei Vizepräsidenten des Weltverbandes, Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo.

+++ US-Justiz untersucht laut brasilianischer Zeitung auch Vermarktungsverträge der WM 2014 +++

Wie die Zeitung "Estadão" aus São Paulo in ihrer Online-Ausgabe am Donnerstag berichtet, untersucht die US-Justiz angeblich auch Vermarktungsverträge für die WM 2014 in Brasilien. Es gehe dabei hauptsächlich um die Geschäftsbeziehungen von FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke und dem früheren brasilianischen Verbandschef und FIFA-Funktionär Ricardo Teixeira. Es bestehe der Verdacht der gegenseitigen Vorteilsnahme. Allerdings wurde diese Meldung weder von der US-Justiz bestätigt, noch lag eine Reaktion der Beschuldigten vor.

+++ Südafrikanische Polizei untersucht Bestechungsvorwürfe +++

Nachdem Bestechungsvorwürfe gegen Südafrika rund um die Vergabe der Fußball-WM 2010 bekannt wurden, hat sich die südafrikanische Polizei entschieden, die Anschuldigungen der amerikanischen Justizbehörden näher zu untersuchen. Der Nachrichtensender eNCA berichtete, dass noch geprüft werden müsse, ob von der Spezialeinheit Hawks offizielle Ermittlungen eingeleitet werden. Sportminister Fikile Mbalula hatte vor Kurzem eingeräumt, dass 2008 eine Summe von zehn Millionen Dollar an die Konföderation von Nord- und Mittelamerika CONCACAF bezahlt worden sei, die allerdings nicht als Bestechungsgelder, sondern für ein genehmigtes Projekt verwendet worden sein sollen.

+++ Venezuelas Verbandszentrale durchsucht +++

Am Mittwoch ist die Zentrale des venezolanischen Fußball-Verbands FVF in Caracas nach Beweisen für die Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen FVF-Chef Rafael Esquivel durchsucht worden. Das 68-jährige Ex-Mitglied des CONCACAF-Exekutivkomitees war als einer von sieben hohen Funktionären des Weltverbands in der vergangenen Woche in der Schweiz festgenommen worden. Zudem ordneten die venezolanischen Behörden eine Sperrung der Bankkonten an, die von Esquivel kontrolliert werden.

+++ Ex-FIFA-Mediendirektor Tognoni rät Blatter zur Kooperation +++

Guido Tognoni, Ex-Mediendirektor der FIFA, empfiehlt dem scheidenden Präsidenten Joseph Blatter, im Korruptionsskandal mit dem FBI zu kooperieren. "Ich bin der Auffassung, Sepp Blatter könnte sich unglaubliche Verdienste erwerben und plötzlich in einem ganz anderen Licht dastehen, wenn er selbst sagt: Ich werde Zeuge. Ich gehe zum FBI. Ich werde alles sagen", so Blatters Ex-Berater bei stern TV. Blatter habe sich mit der Darstellung, er habe von allem keine Kenntnis gehabt, "letztlich völlig unglaubwürdig gemacht". Tognoni hofft, dass der FIFA-Boss zur Aufklärung des Skandals beiträgt, um einen "totalen Neuanfang zu ermöglichen".

+++ Australische Polizei untersucht WM-Vergabe 2022 +++

Die australische Bundespolizei hat im Zuge des Korruptionsskandals um die FIFA eine Untersuchung der WM-Vergabe 2022 angekündigt. Am Mittwoch hatte Frank Lowy, Chef des australischen Verbandes FFA, erklärt, "die umstrittene Vergabe an Katar sei "nicht sauber" gewesen und sein Wissen den Polizeibehörden mitgeteilt. Des Weiteren bezichtigte er Ex-FIFA-Vizepräsident Jack Warner des Diebstahls von 500.000 australischen Dollar, die eigentlich für den Ausbau von Sportstätten nach Trinidad und Tobago überwiesen worden waren. Warner habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt.

+++ Warner behauptet: FIFA finanzierte meine Partei +++

Die FIFA soll die Independent Liberal Party auf Trinidad und Tobago im Wahlkampf 2010 finanziell unterstützt haben. Das behauptet der ehemalige Funktionär Jack Warner, der einer der Hauptverdächtigen im FIFA-Korruptionsskandal ist. Die Zeitung "Trinidad and Tobago Guardian" berichtet, dass der 72-jährige Ex-FIFA-Präsident am Mittwochabend verkündete, entsprechende Schecks und anderes Beweismaterial an seine Anwälte übergeben zu haben, von denen auch FIFA-Chef Joseph Blatter und andere Funktionäre Kenntnis gehabt hätten.

kon/dpa/sid

 

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