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11.05.2015, 23:15

De Gea sei Dank: ManUnited hat Rang vier fast sicher

Arsenal scheitert an Swansea und Torschütze Gomis

Am Montagabend musste sich Arsenal überraschend Swansea beugen. Die ersten Absteiger der Premier League stehen derweil fest: Burnley erwischte es am Samstag trotz eines Auswärtssiegs, QPR ist nach der 0:6-Klatsche bei Manchester City auch weg. Newcastle muss weiter bangen, obwohl die Niederlagen-Dauerschleife durchbrochen wurde. Am Abend zitterte sich Manchester United zu einem 2:1 bei Crystal Palace - Platz drei ist nah. Konkurrent Liverpool stand am Sonntag für Meister Chelsea Spalier - ehe die Kapitäne in den Mittelpunkt rückten.

Bafetimbi Gomis erzielt das entscheidende 1:0 gegen Arsenal.
Bafetimbi Gomis erzielt das entscheidende 1:0 gegen Arsenal.
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Gomis spuckt Arsenal in die Suppe

Würde in dieser Premier-League-Saison nur die Rückrunde zählen, stünde der FC Arsenal kurz vor der Meisterschaft. Doch einmal mehr haben es die Gunners nicht geschafft, ihren Ergebnissen über eine komplette Spielzeit Konstanz einzuimpfen. "Was wir machen, ist so unvorhersehbar", hatte vor dem Heimauftritt gegen Swansea auch Abwehrchef Mertesacker geklagt und sich dabei auf das konkrete Geschehen auf dem Rasen bezogen. "Selbst für mich in der Abwehr schaut es manchmal ein bisschen seltsam aus, was wir tun. Manchmal verlieren wie die Balance, manchmal ist es sehr gut." Am Montagabend offenbarte der FA-Cup-Finalist (30. Mai gegen Aston Villa) nach elf Pflichtspielen ohne Niederlage allerdings das schwächelnde Gesicht und verlor mit 0:1. Den Treffer des Abends für die Gäste aus Wales erzielte Stürmer und Joker Gomis per Kopf. Dabei kam die "GoalControl" zum Zuge, die bewies: Der Ball war klar hinter der Linie, ehe ihn Torhüter Ospina herauskratzte. Trotz der Pleite sind die Chancen der Gunners auf die direkte Teilnahme an der Königsklasse gut: Mit einem Spiel weniger und zwei Punkten vor dem Vierten ManUnited hat das Wenger-Team alles in eigener Hand.

"Ausgerechnet": Gerrard trifft beim letzten Spiel gegen Chelsea

Liverpool hatte seine letzte kleine Chance auf die Quali für die Champions League am Sonntag beim FC Chelsea. Bevor es los ging, standen die Reds aber erst mal Spalier: Als Ehrerbietung vor dem neuen Meister ist das üblich in England. Dann ging es gleich weniger kultiviert zu, denn schon nach zwei Minuten trat Fabregas Sterling mit gestrecktem Bein gegen den Knöchel - und kam nur mit Gelb davon. Drei Minuten später klingelte es schon im Kasten der Reds: John Terry schraubte sich nach einer Ecke in der ihm typischen Manier hoch und nickte ein - 1:0 (5.).

Wurde an der Stamford Bridge erst verhöhnt, dann beklatscht: Reds-Legende Steven Gerrard.
Wurde an der Stamford Bridge erst verhöhnt, dann beklatscht: Reds-Legende Steven Gerrard, der die passende Antwort parat hatte.
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Liverpool war bemüht, Coutinhos Flachschuss entschärfte Courtois per Fußparade. Außer einigen Gelben Karten (Fabregas kam trotz Trikotzupfers ohne zweite Verwarnung davon) passierte in Halbzeit eins lange nichts mehr - bis fast mit dem Pausenpfiff Steven Gerrard in seinem letzten Spiel an der Bridge höflicherweise mutterseelenallein bei einem Freistoß gelassen wurde, was "Stevie G" per lockerem Kopfball auszunutzen wusste - 1:1 (44).

Coutinho und Willian zielten in der Folge aus aussichtsreichen Position jeweils etwas zu ungenau, sodass es letztlich beim leistungsgerechten 1:1 blieb. Zwar machten sich kurz vor dem Ende manche Fans mit gelben "Vorsicht Steven Gerrard"-Schildern samt ausrutschender Figur lustig (Stichwort: folgenreicher Ausrutscher in der letzten Saison), als die Reds-Legende ausgewechselt wurde (79.), applaudierten die Zuschauer und auch José Mourinho immerhin hochachtungsvoll. Nach der Partie wurde Gerrard auf die Reaktionen der Chelsea-Fans angesprochen. Seine Replik: "Sie haben für ein paar Sekunden Respekt gezeigt, aber mich das ganze Spiel über abgeschlachtet." Durch das Remis hat Liverpool bei zwei verbleibenden Partien sechs Punkte Rückstand auf den Rivalen ManUnited, der Rang vier inne hat. Es geht ohne Gerrard künftig also wieder in die Europa League.

QPR: Hohe Gehälter, kümmerliche Leistung

Nachdem am Samstag Burnley den Gang in Liga zwei antreten musste, hat es am Sonntag nun die Queens Park Rangers erwischt. Nur ein Sieg im Etihad hätte QPR noch allerletzte leise Hoffnungen auf den Verbleib in der Güteklasse gegeben, doch bei Manchester City setzte es ein herbes 0:6. Star der Partie war Sergio "Kun" Aguero, der sich schon nach vier Minuten durch die zaghafte Gäste-Hintermannschaft tankte und per Lupfer einnetzte. Kolarov legte per Freistoß den zweiten Treffer nach (32.), dann schnürte Aguero seinen Dreierpack nach dem Seitenwechsel: Erst blieb er alleine vor dem Gehäuse cool (50.), ehe er einen Foulelfmeter sicher verwandelte (65.).

Strahlender Schütze: Sergio "Kun" Aguero knipste gegen QPR dreifach.
Strahlender Schütze: Sergio "Kun" Aguero knipste gegen QPR dreifach.
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QPR fiel auseinander, das körperlose Spiel der Londoner resultierte in einen Abstauber durch Milner nach Ecke (70.) sowie den mühelosen Schlusspunkt durch David Silva, der den bemitleidenswerten Keeper Green umkurvte - 6:0 (87.). Durch die Klatschte muss der Aufsteiger prompt wieder den Gang in die zweite Liga antreten - trotz höherer Gehaltskosten als beispielsweise Borussia Dortmund und Atletico Madrid!

De Gea erneut bärenstark

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor musste Manchester United im Rennen um Platz vier wieder etwas bange über die Schulter schauen. Bis auf vier Punkte war Erzrivale Liverpool dem Rekordmeister wieder auf die Pelle gerückt. Vor dem Trip zu Crystal Palace hatte United einen Erfolg auf dem Transfermarkt gelandet: Der 22-jährige Niederländer Memphis Depay, einer der begehrtesten Jungprofis Europas, entschied sich für einen Wechsel ins Old Trafford. Für rund 30 Millionen Euro verlässt der Flügelspieler die PSV Eindhoven.

David De Gea
Wo würde Manchester United in dieser Saison ohne ihn stehen? David De Gea hielt einmal mehr spektakulär.
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Das Gastspiel im Selhurst Park wurde für United am Samstagabend einmal mehr zum Zitterspiel. Ein Handelfmeter, den Mata souverän verwandelte (19.) brachte die Red Devils vor der Pause zwar in Führung, doch nachdem Puncheon mit einem abgefälschten Freistoß ausgeglichen hatte (57.), mussten die Schützlinge von Louis van Gaal in der Folge einige bange Momente überstehen. Der famose De Gea, dessen Verbleib im Old Trafford weiterhin in der Schwebe ist (Real Madrid lockt), war mit zahlreichen Glanzparaden einmal mehr die Lebensversicherung der Gäste, die dann ihrerseits von einem Torwartfehler profitierten! Palace-Keeper Speroni segelte unter einer Young-Flanke durch, Fellaini bedankte sich und nickte zum umjubelten 2:1-Siegtreffer ein (78.).

Durch den etwas glücklichen Erfolg ist United der Rückkehr in die Champions League (bzw. zumindest die Qualifikation dafür) nach einjähriger Abstinenz nah. Sollte Liverpool am Sonntag nicht bei Meister Chelsea gewinnen, wäre United der vierte Platz quasi nicht mehr zu nehmen.

Burnley siegt - und steigt trotzdem ab

Ein Burnley-Fan in Hull
Das Aufbäumen kam zu spät: Burnley muss zurück in die 2. Liga.
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Sieben Teams waren vor dem drittletzten Spieltag in der Premier League noch mehr oder weniger abstiegsgefährdet. Eine Entscheidung fiel am Samstag aber: Der FC Burnley muss nach einem Jahr Erstklassigkeit wieder absteigen, obwohl ihm ein 1:0-Auswärtssieg beim Kellerrivalen Hull gelang. Aber: Chaos-Klub Newcastle verlor anders als in den letzten acht Spielen diesmal nicht, sondern erreichte gegen West Brom ein 1:1, Perez versenkte einen Flachschuss klasse (41.).

Fast gerettet ist Aston Villa, das auch West Ham bezwang (1:0, Torschütze Cleverley, 31.), auch Leicester (Mahrez-Doppelpack beim 2:0 gegen Southampton) setzte seinen Aufwärtstrend fort. Sunderland sammelte in Everton wichtige Zähler (2:0). Wie erwartet ein Schneckenrennen ist der "Kampf" um die Europa League: Neben Southampton verlor auch Tottenham - 0:3 in Stoke! Das dritte Tor legte der Ex-Bremer Arnautovic für den Ex-Hannoveraner Diouf auf. Ein weiteres EL-Ticket wird über die Fair-Play-Wertung an West Ham oder Everton gehen. Everton musste bei seiner Niederlage zwei, West Ham eine Gelbe Karte hinnehmen. Nächste Woche treffen sie direkt aufeinander.

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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Chelsea70:2884
 
2Manchester City77:3673
 
3FC Arsenal66:3470
 
4Manchester United61:3668
 
5FC Liverpool50:3962
 
6Tottenham Hotspur55:5358
 
7FC Southampton48:3057
 
8Swansea City44:4456
 
9Stoke City42:4450
 
10West Ham United43:4347
 
11FC Everton46:4844
 
12Crystal Palace43:5042
 
13West Bromwich Albion34:4741
 
14Aston Villa30:5038
 
15Leicester City41:5437
 
16AFC Sunderland30:5036
 
17Newcastle United37:6136
 
18Hull City33:4934
 
19FC Burnley27:5329
 
20Queens Park Rangers39:6727