Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
10.05.2015, 13:55

36. Spieltag: Erst Fußball, dann Streik? - Atletico lässt Federn

Wahnsinn im Bernabeu, Barça fast Meister

Vorentscheidung im Meisterkampf der Primera Division? Der FC Barcelona entledigte sich trotz einiger Müdigkeit der Pflichtaufgabe Real Sociadad - unter anderem mit einem Traumtor. Real Madrid war in der Bringschuld - es entwickelte sich gegen den FC Valencia ein atemberaubendes Spiel, in dem die Königlichen zwar aus einem 0:2 ein 2:2 machten, aber viel Pech hatten und so wohl im Titelkampf den Kürzeren ziehen müssen. Atletico Madrid kam am Sonntag bei Levante nicht über ein 2:2 hinaus. In der Endphase der Meisterschaft droht derweil ein Streik, der den Fußball ab dem 16. Mai lahmlegen würde. Betroffen wären neben dem Pokalfinale die beiden letzten Spieltage.

Barcelona erfüllt die Pflicht gegen Real Sociedad

Überwand den starken Rulli per Kopfball: Barcelonas Flügeldribbler Neymar.
Überwand den starken Rulli per Kopfball: Barcelonas Flügeldribbler Neymar.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Barcelona hatte auf dem Weg zum Titel Real Sociedad zu Gast - nach dem Auftritt gegen die Bayern ein vermeintlich leichter Kontrahent, gewannen David Moyes' Männer bis dato doch nur ein einziges Auswärtsspiel. Aber es sollte ein hartes Stück Arbeit für Messi und Co. werden, was besonders an Geronimo Rulli lag. Real Sociedads 22-jähriger Keeper erwischte einen Sahnetag und brachte Barcelonas Akteure mehrfach zur Verzweiflung. Erst lenkte er Messis Kopfball über die Latte, dann parierte er fast schon stoisch gegen Neymar und Piqué, ehe er kurz nach dem Seitenwechsel auch Bartras Kopfball aus dem oberen Eck fischte.

So dauerte es bis zur 51. Minute, ehe sich Barça für seinen Aufwand belohnte: Messis Halbfeldflanke verlängerte Gonzalez unfreiwillig an den zweiten Pfosten auf Neymar, der den Ball per Kopf in die Maschen drückte. "La Real" machte trotz Rückstand keinerlei Anstalten, seine Defensivtaktik aufzugeben, und so schaukelten die Katalanen die Partie bis zum sehenswerten zweiten Treffer in der Schlussphase über die Runden. Denn fünf Minuten vor dem Ende machte Pedro per Fallrückzieher endgültig alles klar - durch das 2:0 marschiert Barcelona mit großen Schritten zum Titelgewinn.

Abschlusspech - Kroos verletzt - CR7 vergibt vom Punkt: Real lässt Federn

Es war eine wahre Schlacht zwischen Valencia und Real - das Bild spricht Bände.
Es war eine wahre Schlacht zwischen Valencia und Real - das Bild spricht Bände.
© Getty ImagesZoomansicht

Real Madrid war gegen den FC Valencia also mächtig unter Zugzwang - und legte dementsprechend, nunja, "motiviert" los. Cristiano Ronaldo erlaubte sich eine Schwalbe, die aber ohne Folgen (weder Elfmeter noch Gelb) blieb. Dann entwickelte sich ein völlig verrückter Schlagabtausch.Bales fulminanter Freistoß klatschte nur ans Lattenkreuz, ehe kurz darauf Ronaldo per Kopf nur die Oberkante des Gehäuses traf. Valencia war hingegen eiskalt: Alcacer drückte eine Flanke irgendwie ins Tor (19.). Für Real kam es aber noch schlimmer: Erst musste Toni Kroos nach einem Schlag auf die Hüfte vom Platz (am Sonntag gab er via twitter Entwarnung), dann verlängerte Fuego eine Freistoßflanke per Hinterkopf zum 0:2 in die Maschen (26.).

Madrid zeigte sich unbeeindruckt und stürmte weiter, brachte die Kugel aber einfach nicht im Tor unter: Bales furiosen Distanzschuss kratzte der bärenstarke Diego Alves aus dem Winkel, dann traf auch Chicharito Hernandez per Flachschuss nur den Pfosten - zum dritten Mal in diesem Spiel! Fast mit dem Pausenpfiff bekam Real aber eigentlich eine Torgarantie zugesprochen: Bale sank im Strafraum gegen zwei Mann darnieder - Elfmeter. Ronaldo trat an, scheiterte per halbhohem Schuss aber an Elfmeterkiller Alves (16 gehaltene Elfmeter in den letzten 10 Spielzeiten, 48 Prozent Quote!).

Elfmeterkiller: Diego Alves hält quasi jeden zweiten Strafstoß: Hier den von Ronaldo.
Elfmeterkiller: Diego Alves hält quasi jeden zweiten Strafstoß: Hier den von Cristiano Ronaldo.
© getty images

Nach der Pause machten die "Blancos" genauso stürmisch weiter, diesmal belohnten sich sie durch Pepes Kopfball nach einer Ecke früh - 1:2 (56.). Nur ein Sieg half im Kampf um den Titel, doch plötzlich war die Luft ein wenig raus. Bis in die Schlussviertelstunde, dann ging es wieder rund: Alves entschärfte einen Ramos-Kopfball, dann vergab Joker Negredo zwei gute Möglichkeiten auf der Gegenseite - was sich prompt rächte, denn Isco zirkelte den Ball aus der zweiten Reihe ins linke obere Eck (84.). Real warf alles nach vorne, konnte trotz fünf Minuten Nachspielzeit und gefühlt 10 Ecken in der Schlussphase aber kein weiteres Mal jubeln - es blieb beim 2:2, das den FC Barcelona bei vier Punkten Vorsprung fast schon zum Meister macht. Ein Sieg aus den letzten beiden Spielen reicht den Katalanen nun.

Streik?

Doch dass "La Liga" gleich fortgesetzt wird, ist alles andere als sicher - Spaniens Eliteklasse droht der Streik, den der Verband (RFEF) vom 16. Mai an angekündigt hat. Unbefristet und alle Ligen betreffend.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 08.05., 17:59 Uhr
Ärger um TV-Vertrag: "La Liga" droht ein Spielerstreik
"Es ist eine Verteidigung gegen die Missachtung unserer Rechte": Wegen des neuen umstrittenen TV-Vertrags drohen die Spieler der Primera División mit einem Streik im Saisonfinale. Eigentlich sollte der neue Kontrakt die Verteilung der TV-Gelder ausgewogener gestalten, bewirkte aber das Gegenteil.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

Hintergrund: Die initiierende Spielergewerkschaft AFE und der Verband RFEF begründen ihre Streikdrohung unter anderem mit der Zurückweisung der von der Regierung beschlossenen neuen Zentralvermarktung der TV-Rechte des Profifußballs. Und sie haben in Lionel Messi einen prominenten Fürsprecher. "Wir hatten ein Treffen mit der Gewerkschaft, die Spieler stehen hinter der Entscheidung der Gewerkschaft", sagte der Superstar des FC Barcelona.

Es wird aber wohl auch als ungerecht empfunden, dass die 2. Liga nur zehn Prozent vom erhofften Milliardenkuchen abbekommen soll. Auch die Einbindung des vom Ligaverband LFP und der Regierung bereits verabschiedeten Financial Fair Plays in das neue Dekret soll ein Problem sein. Dies könne, wie im Fall des Getafe-Spielers Pedro Leon deutlich wurde, auf ein (zeitweises) Berufsverbot hinauslaufen. Doch sowohl Gewerkschaft (0,5 Prozent) wie Verband (2 Prozent) hatten sich selbst mehr Anteile am erwarteten Milliardenkuchen erhofft. Und hinter den Kulissen tobt ein Streit zwischen LFP und Regierung, die die Zentralvermarktung federführend durchsetzten, sowie Verbandschef Angel Maria Villar. Die Regierung hat laut Verband nun Zeit, nachzubessern. Falls nicht, wird gestreikt. Vom 16. Mai an.

aho/atr

 
Seite versenden
zum Thema

La Liga Santander - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Barcelona107:1990
 
2Real Madrid107:3486
 
3Atletico Madrid67:2877
 
4FC Valencia66:2973
 
5FC Sevilla66:4270
 
6FC Villarreal46:3257
 
7FC Malaga39:4350
 
8Athletic Bilbao35:3949
 
9Espanyol Barcelona44:4449
 
10Celta Vigo43:4147
 
11Rayo Vallecano42:6346
 
12Real Sociedad San Sebastian40:4643
 
13FC Elche33:5940
 
14UD Levante34:6536
 
15FC Getafe29:5636
 
16UD Almeria32:5932
 
17Deportivo La Coruna31:5831
 
18FC Granada26:6431
 
19SD Eibar30:5431
 
20FC Cordoba21:6320

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun