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04.05.2015, 22:56

35. Spieltag: ManUnited patzt - Leicester siegt nach Strauß-Eklat

Arsenal dankt Sanchez - Chelsea ist Champion!

Der FC Chelsea hat sein Meisterstück gemacht - auf unnachahmliche Art: Hazard und eine gute Abwehr reichten für den entscheidenden 1:0-Heimsieg gegen Crystal Palace am Sonntag. ManCity und Aguero stachen danach Tottenham und Kane aus. ManUnited musste am Samstag ein bitteres 0:1 gegen West Brom hinnehmen, Liverpool besiegt die QPR knapp. Und im Keller punktete Leicester nach dem Vogel-Eklat, war damit aber längst nicht alleine. Am Montag jubelten die Gunners.

Arsenals Siegbringer: Alexis Sanchez.
Arsenals Siegbringer: Alexis Sanchez.
© imagoZoomansicht

"Wir haben ein Momentum kreiert, das wir beibehalten möchten", hatte Arsenals Coach Arsene Wenger am Montag vor dem Gastspiel bei Hull City erklärt. Gemeint hatte der Franzose dabei wohl die Serie der Gunners von zuvor zehn Spielen ohne Niederlage in Folge - und die hielt auch in Hull. Nach durchwachsenem Start war es Alexis Sanchez, der die Londoner, bei denen sowohl Mertesacker als auch Özil durchspielten, mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung brachte (28.). Kurz darauf stellte Ramsey nach Zuspiel von Santi Cazorla die Weichen endgültig auf Sieg (33.) und zugleich seine derzeit starke Form zur Schau - in seinen letzten sechs Spielen war er an sechs Treffern beteiligt (drei Tore, drei Vorlagen).

Und auch beim 3:0 von Sanchez glänzte er abermals als Vorbereiter (45.+1). Nach Wiederanpfiff sorgte Quinn zwar noch für das 1:3 (56.), mehr war für Hull aber nicht drin. Bemerkenswert: Wilshere feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback für die Gunners, die durch den Dreier nun gute Aussichten haben, die Saison auf einem direkten Champions-League-Platz zu beenden. Auf der anderen Seite bleibt die Situation in Hull prekär, beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz nur einen Zähler.

Symbolhaftes Meisterstück der Blues

Eden Hazard jubelt über sein 1:0 gegen Crystal Palace
Partyzone Stamford Bridge: Eden Hazard feiert mit den Chelsea-Fans das 1:0 gegen Crystal Palace.
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Der FC Chelsea ist zum fünften Mal Englands Champion - und zeigte beim Meisterstück am Sonntag noch einmal beispielhaft, wie ihm das gelungen ist. Eine gute Abwehrleistung und ein kleiner Geniestreich von Eden Hazard waren die Garanten der glänzenden Liga-Performance und bescherten den Blues auch den 1:0-Heimsieg gegen Crystal Palace, den letzten Dreier, der für den ersten Meistertitel seit 2010 noch nötig war.

Hazard, von den Premier-League-Kollegen gerade zum Spieler des Jahres gewählt, gehörte die entscheidende Aktion kurz vor dem Pausenpfiff: Unnachahmlich drang er von links gegen zwei Gegenspieler in den Strafraum ein und fiel. Den vertretbaren Elfmeter vergab der Belgier zwar kläglich, köpfte den Nachschuss aber überlegt zum Siegtreffer ein.

Trainer José Mourinho, von den Fans mit Sprechchören gefeiert, gab zu Beginn der zweiten Hälfte mit der Einwechslung des defensiven Mikel für den offensiven Cuadrado die Richtung vor und seine Schützlinge gehorchten einmal mehr. Zwar musste Courtois kurz vor Schluss noch einmal gegen Zaha retten, Chelsea brachte den knappen Erfolg aber kaltschnäuzig über die Zeit - und durfte drei Spieltage vor Schluss die Party steigen lassen. Die Trophäe allerdings wird erst am letzten Spieltag überreicht werden.

22:20 - Aguero sticht Kane aus

Der entthronte Meister war im Anschluss dran: Manchester City untermauerte mit einem ebenso knappen 1:0-Sieg bei Tottenham Hotspur seine Ansprüche auf die Vizemeisterschaft und setzte sich um fünf Punkte vom CL-Qualiplatz vier und Stadtrivale United ab. Sergio Aguero vollstreckte in der Szene des Spiels ein schönes Silva-Zuspiel aus spitzem Winkel hoch ins kurze Eck (30.) - und entschied damit auch das direkte Aufeinandertreffen mit Spurs-Torjäger Kane für sich. "Kun" hat nun 22 Treffer auf dem Konto, Kane bleibt bei 20.

Leicester siegt nach Strauß-Stress gegen Newcastle

Die Entscheidung: Ulloa freut sich über seinen Treffer zum 3:0.
Die Entscheidung: Ulloa freut sich über seinen Treffer zum 3:0.
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Nigel Pearson war schon einmal gesperrt, weil er verbal mit einem Fan heftig aneinandergeraten war, und im Februar quasi schon entlassen, nachdem er einen gegnerischen Spieler gewürgt hatte. Dass sich der Trainer von Leicester City am Mittwochabend nach dem 1:3 gegen Chelsea ohne erkennbaren Grund mit einem Journalisten anlegte, sollte also nicht weiter überraschen. Unterhaltsam war die neuerliche Eklat-Episode aber allemal.

Als Pearson gerade den Geist seiner Mannschaft gelobt hatte, die in dieser Saison viel Kritik habe einstecken müssen, wagte es doch ein Medienvertreter tatsächlich, nachzufragen, auf welche Kritik er sich genau beziehe. Pearsons Gegenfrage: "Waren Sie sechs Monate im Urlaub?" Als der Journalist seine Frage vorsichtig erneut stellte, holte der Trainer aus und sagte schließlich den hinterher vielzitierten Satz: "Wenn Sie die Antwort auf diese Frage nicht kennen, glaube ich, dass Sie ein Strauß sind. Ihr Kopf muss im Sand stecken. Steckt Ihr Kopf im Sand? Sind Sie beweglich genug, um Ihren Kopf in den Sand zu stecken? Ich vermute nicht." Nach weiterem Geplänkel ("Tut mir leid, mein Sohn, Sie sind bescheuert"), stand Pearson einfach auf und ging.

Doppelpack von Ulloa stürzt Newcastle in den Abstiegskampf

Sein Team ließ sich davon nicht irritieren und sicherte sich gegen ein seit Wochen desolates Newcastle drei enorm wichtige Punkte und zieht die Magpies damit auch in den Abstiegskampf. Denn der Traditionsverein kassierte nun schon acht Niederlagen in Serie. Keine 40 Sekunden waren gespielt, da köpfte Ulloa nach einer Ecke bereits zur Führung ein. Nach 17 Minuten pennte die Defensive der Gäste erneut, als Morgan nach einem Freistoß den Ball entscheidend über die Linie drückte. Das Aufbäumen nach dem Wechsel wurde jäh unterbrochen, als Ulloa einen Elfmeter sicher unter die Latte jagte und die Partie mit dem 3:0 vorentschied. Letzte Zweifel waren beseitigt, als Williamson nach seiner zweiten Gelben Karte vom Feld musste. Leicester hat damit 34 Punkte, Newcastle liegt mit 35 Zählern nur noch knapp davor.

Tabellenrechner Premier League

Auch Villa und Sunderland punkten dreifach

Benteke sei Dank: Der belgische Torjäger von Aston Villa gewann das Duell gegen Nationalmannschaftskollege Lukaku mit 2:1 - sein Doppelpack (10., 45.) leitete den 3:2-Erfolg seines Teams ein. Nach Lukakus verwandeltem Elfmeter (59.) erzielten Cleverley (64.) für das Team aus Birmingham sowie Jagielka (90.+2) die weiteren Tore. Villa führt als 14. mit 35 Punkten die Riege der meist bedrohten Klubs im Abstiegskampf an.

Benteke für Villa, Jordi Gomez für Sunderland: Der Spanier war beim 2:1 der Black Cats Doppeltorschütze gegen Southampton. Das Team von der Südküste egalisierte durch Mané zwar zwischenzeitlich, fand aber nach Notbremse, fälliger Roter Karte für Ward-Prowse und dem zweiten verwandelten Elfmeter von Jordi Gomez nicht mehr zurück. Sunderland ist 18., hält mit 33 Zählern aber Anschluss an die Nichtabstiegsplätze.

Immerhin: Reds hängen die Saints ab

Steven Gerrard
Steven Gerrard erzielte für Liverpool das entscheidende 2:1.
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In den 16-Uhr-Spielen war unter anderem Liverpool gegen QPR gefordert. Gerrard hielt mit seinem späten 2:1-Siegtor vage Champions-League-Träume am Leben und vergrößerte den Vorsprung auf Southampton auf vier Zähler. Immerhin die Europa-League ist so greifbar nahe, nachdem die Reds zuletzt binnen zehn Tagen aus einer befriedigenden eine ernüchternde Saison gemacht haben (FA-Cup-Pleite, nur ein Punkt aus den vorangegangenen zwei Spielen). Brendan Rodgers, der sich unlängst als besten Mann für Liverpool klassifiziert hatte, ist der erste Trainer in Anfield seit einem halben Jahrhundert, der während seiner ersten drei Saisons ohne Titel bleibt. Der Name Jürgen Klopp wird weiter munter kursieren.

Manchester United schwächelt - Van Gaal warnt

Manchester United steuert auf Top-Four-Kurs, muss jedoch wohl in die Champions-League-Qualifikation: Der Rekordmeister patzte am Samstagabend gegen West Bromwich Albion. Wie erwartet dominierten die Red Devils die Partie mit viel Ballbesitz, dennoch kassierte das Team von Louis van Gaal einen Gegentreffer. Ein Freistoß von Bunt wurde von Olsson unhaltbar abgefälscht. Nach einem unglücklichen Handspiel von Berahino an der Strafraumgrenze bekam Manchester die Chance zum Ausgleich. Doch Keeper Myhill parierte van Persies Elfmeter. Van Gaal schlug danach Alarm, denn es war die dritte Niederlage (jeweils ohne eigenes Tor) für sein Team. "Wir müssen aufpassen", warnt der Niederländer. "Wir wissen, dass Liverpool und andere Teams von hinten kommen. Wir brauchen so bald wie möglich mehr Punkte", fordert Juan Mata.

kon

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 04.05., 12:26 Uhr
"Woanders kann sogar der Zeugwart Meister werden"
José Mourinho ist am Sonntag drei Spieltage vor Schluss mit dem FC Chelsea englischer Meister geworden - und kostete das verbal natürlich aus. Für seine Kritiker hatte er ein Bonmot aus seiner portugiesischen Heimat parat, für Klubboss Roman Abramovich ein loyales Angebot.
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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Chelsea69:2783
 
2Manchester City71:3670
 
3FC Arsenal66:3370
 
4Manchester United59:3565
 
5FC Liverpool49:3861
 
6Tottenham Hotspur55:5058
 
7FC Southampton48:2857
 
8Swansea City43:4453
 
9West Ham United43:4247
 
10Stoke City39:4447
 
11FC Everton46:4644
 
12Crystal Palace42:4842
 
13West Bromwich Albion33:4640
 
14Aston Villa29:5035
 
15Newcastle United36:6035
 
16Leicester City39:5434
 
17Hull City33:4834
 
18AFC Sunderland28:5033
 
19Queens Park Rangers39:6127
 
20FC Burnley26:5326