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18.01.2015, 14:21

Africa Cup of Nations in Äquatorialguinea

Akklimatisierung und Akkreditierung

Es ist jedes Mal ein neues Abenteuer. Neue Länder, neue Sitten. Jetzt also Äquatorialguinea. Diese berühmt wie berüchtigte Diktatur unter dem Herrscher Teodore Obiang.


Vom Afrika-Cup in Äquatorialguinea berichtet Hardy Hasselbruch

Schweißtreibend: kicker-Redakteur Hardy Hasselbruch beim SIM-Karten-Kauf in Malabo.
Schweißtreibend: kicker-Redakteur Hardy Hasselbruch beim SIM-Karten-Kauf in Malabo.
© kickerZoomansicht

Das äquatoriale Klima in seinem kleinen Land hat aber auch er nicht abschaffen können. Stabile Temperaturen über 30 Grad Celsius ebenso wenig wie den scheinbar ewigen Dunst über der Hauptstadt Malabo. Ein Produkt des Wüstenwindes Harmattan, der den Sand der Sahara bis auf die Insel Bioko treibt. Mehr als einen Kilometer Sichtweite gab's bisher noch nicht.

Auf die klimatischen Verhältnisse muss sich der Wintergestählte europäische Körper immer wieder aufs Neue einstellen. Viel trinken - so lauten die weisen Ratschläge. Aber wie? Vor dem Einrichten auf die neue Umgebung gibt's genügend Klippen.

Als "Lebensberechtigung" dient zunächst die Akkreditierung (die journalistische Zulassung) für das Turnier. Eine der leichteren Übungen, wenn man sich im Vorfeld dem Procedere der CAF (Afrikanischer Kontinentalverband) unterzogen hat. Mit dem Batch um den Hals kommt man praktisch überall durch. Nicht nur im Stadionbereich. Er hilft auch bei den nächtlichen Polizeikontrollen. Wirkt abschreckend auf die nassforschen, schwarzgewandeten Polizisten, die ansonsten viel Angst und Schrecken verbreiten.

Die Banken tauschen Geld nur, wenn man ein Konto hat

Schwieriger wird's dann schon mit dem Geldwechsel. Natürlich werden überall gerne Euros genommen - aber da wird man immer über den Tisch gezogen. CFA-Francs braucht der Mensch in Malabo. Aber wie rankommen? Die Banken tauschen nur, wenn man ein Konto hat - no way! Also Schwarzmarkt. In einem Laden, in dem man vom Stoff über Bratpfannen bis hin zu Lebensmitteln alles kriegen kann. Der libanesische Chef verweist an den "Kassenwart", der einen erstaunlich guten Tarif anbietet. 670 Francs für den Euro - ein Schnäppchen gegenüber dem offiziellen Kurs. Danke!

Schweißtreibender SIM-Karten-Kauf

Doch damit ist man noch nicht für den Alltag gerüstet. Um zu sparen, braucht man jetzt noch eine lokale SIM-Karte, um den günstigen Tarif für das Mobiltelefon zu nutzen. Eine Wissenschaft für sich. In einem rausgeputzten Geschäft war der Computer zur Freischaltung der Karten ausgefallen - zwei Stunden würde die Reparatur wohl dauern. Also auf die Straße, gegenüber zu Isabel, die unter einem weit ausladenden Schirm ihre Karten verkauft. 2000 CFA-Francs, etwas mehr als drei Euro für die Karte plus Guthaben nach Bedarf. Eine Stunde unter dem Schirm hat manche Schweißperle gekostet.

Aber es hat sich gelohnt! Man ist gewappnet für den Alltag in Äquatorialguinea. Lebensberechtigung, Taler und Telefon - das Abenteuer in einer anderen Welt kann losgehen . . .

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© Getty Images

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