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11.01.2015, 22:47

Serie A, 18. Spieltag: Podolski überzeugt

Tottis Selfie - Juve beendet 13-jährige Wartezeit

Der 18. Spieltag in der Serie A stand im Zeichen zweier Topduelle. Der AS Rom empfing im Stadtderby Klose-Klub Lazio und holte nach einem 0:2-Rückstand dank Totti noch einen Punkt. Am Abend unterlag Pokalsieger SSC Neapel dem Spitzenreiter Juventus Turin zu Hause mit 1:3. Lukas Podolski kam am Mittag beim 3:1-Sieg gegen Genua 93 für Inter zu seinem Startelf-Debüt, Xherdan Shaqiri saß 90 Minuten nur auf der Bank.

Er traf sehenswert per Direktabnahme: Paul Pogba (re.).
Er traf sehenswert per Direktabnahme: Paul Pogba (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Vor dem absoluten Kracher am Sonntagabend zwischen dem SSC Neapel und Juventus Turin waren die Erinnerungen an den Supercup noch frisch. Diesen hatten die Süditaliener in Katar mit 6:5 im Elfmeterschießen für sich entschieden. In der Wüste waren die Stürmer Gonzalo Higuain und Carlos Tevez mit je einem Doppelpack die Hauptprotagonisten. Diesmal traten die beiden Argentinier aber in den Hintergrund und überließen die Hauptrollen anderen.

Spielerisch hatte die Partie lange Zeit nicht viel zu bieten. Typisch italienisch zeigten sich beide Mannschaften taktisch sehr aufmerksam und voll auf der Höhe. Das hatte die Konsequenz, dass Torchancen lange Zeit nicht zu sehen waren. Napoli hatte dabei mehr vom Spiel, war vor dem gegnerischen Tor aber ebenso harmlos wie die "Alte Dame", die dann aber doch noch zuschlug: In der 29. Minute landete der Ball vor den Füßen von Pogba, der gekonnt aus 16 Metern volley abschloss und das Leder fulminant in den Winkel drosch. Im zweiten Durchgang wurde die Schlagzahl erhöht, vor allem weil die Neapolitaner nun mehr Betrieb machten.

Zunächst blieb die Mühe zwar ohne Ertrag, doch dann schüttelte SSC-Coach Rafa Benitez Mertens aus dem Ärmel: Dessen Ecke in der 64. Minute war schließlich der Ausgangspunkt für das 1:1 von Britos. Die Freude darüber währte nicht lange, denn auch Turin verstand sich auf ruhende Bälle: Caceres stand nach einer Freistoßflanke goldrichtig und stellte in einem mittlerweile hoch emotionalen Spiel den alten Abstand wieder her - 2:1 (69.). Bitter für den SSC, denn es war ein Abseitstor, was der ansonsten gute Schiedsrichter Paolo Tagliavento übersehen hatte. Neapel bewies Moral und drängte danach auf den neuerlichen Ausgleich, der aber trotz sechsminütiger Nachspielzeit und einiger glasklarer Chancen nicht fallen sollte. Vielmehr traf Vidal noch mit einem Distanz-Hammer zum 3:1-Endstand (90.+3), sodass Turin letztlich den ersten Sieg in Neapel seit 13 Jahren bejubeln durfte. Obendrein baute der Meister den Vorsprung auf Verfolger AS Rom aus.

Podolski gefällt beim Startelf-Debüt - Shaqiri ohne Einsatz

Bejubelt gegen Genua das 2:0: Lukas Podolski mit Torschütze Mauro Icardi
Bejubelt gegen Genua das 2:0: Lukas Podolski mit Torschütze Mauro Icardi
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Den Reigen eröffnet hatte am Sonntag Inter Mailand gegen Genua. Roberto Mancini hatte sich bereits vor der Partie festgelegt: Neuzugang Lukas Podolski sollte gegen die fünftplatzierten Genueser von Anfang an stürmen, der aus München gekommene Xherdan Shaqiri auf der Bank sitzen. So kam es dann auch, Podolski durfte auf der linken Seite wirbeln. Shaqiri wärmte sich zwar ab Mitte der zweiten Hälfte auf, ein Einsatz blieb dem Schweizer kurz nach seinem Wechsel bei seinem neuen Arbeitgeber aber noch verwehrt.

Nachdem der Argentinier Palacio Inter nach zwölf Minuten in Führung gebracht hatte, erhöhte sein Landsmann Icardi noch vor der Pause auf 2:0 (39.). Inter ließ mit der vermeintlich sicheren Führung im Rücken Genua mehr Räume. kurz vor Schluss keimte für die Gäste noch einmal Hoffnung auf: Denn Izzo nutzte einen Abpraller von Inter-Keeper Handanovic zum Anschlusstreffer (85.). Doch die Freude währte nicht lange, nach einer Ecke von Podolski war Verteidiger Vidic zur Stelle und besorgte den 3:1-Endstand (88.). In seiner ersten Partie von Beginn an war Podolski ein Aktivposten und hatte einige gute Szenen für die Nerazzurri.

Gomez weiter mit Torflaute

Mario Gomez
Mario Gomez entschuldigt sich in Parma bei den Florenz-Fans.
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Nicht leichter wurde die Situation beim AC Florenz für Mario Gomez durch die Ereignisse des 17. Spieltags: Eine ausgelassene exzellente Torchance sowie ein vergebener Strafstoß waren maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass die Fiorentina bei Schlusslicht AC Parma mit 0:1 unterlag. "Meine Schuld", räumte Gomez hinterher selbstkritisch ein.

Zwar bekam er auch gegen den Tabellennachbarn US Palermo das Vertrauen des Trainers Vincenzo Montella geschenkt, doch auch im zwölften Ligaeinsatz wollte ihm der zweite Saisontreffer einfach nicht gelingen. Anstelle von Gomez trafen beim 4:3 Pasqual (20.), Basanta (51.), Cuadrado (64.) und Joaquin (74.) ins Netz. Nach 2:0-Führung glich Palermo durch einen schnellen Doppelpack von Quaison (59., 61.) aus, ehe der Zwei-Tore-Vorsprung 13 Minuten später wiederhergestellt war. Nur durch einen verwandelten Elfmeter von Belotti (81.) wurde es noch einmal spannend, doch die Fiorentina rettete den Sieg über die Zeit.

Totti schießt zwei Tore - und ein Selfie

Dann elektrisierte das römische Derby zwischen der Roma und Lazio die "ewige Stadt". Und das hatte es in sich: Vor der Halbzeit hatte das Team von Miroslav Klose eine Zwei-Tore-Führung herausgespielt - allerdings ohne den deutschen Rekord-Torjäger. Dieser musste von der Bank mitansehen, wie seine Teamkameraden durch Mauri (25.) und Felipe Anderson (29.) binnen vier Minuten zuschlugen.

Ein Moment für die Ewigkeit? Francesco Totti beim Selfie.
Ein Moment für die Ewigkeit? Francesco Totti beim Selfie.
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Doch wer glaubte, dass die Giallorossi sich kampflos ergeben, wurde eines Besseren belehrt. Mit viel Schwung kam die Roma aus der Kabine und schlug schnell zurück. Keine drei Minuten vergingen nach dem Seitenwechsel, da zappelte der Ball schon im Netz des Lazio-Tores.

Auch die darauffolgende Hereinnahme von Klose konnte an dem Remis nichts mehr ändern - auch wenn er es war, der die beste Gelegenheit vor dem Ende der Partie hatte. In der 90. Minute kam der 36-Jährige im Strafraum zum Schuss, doch ein bestens aufgelegter de Sanctis parierte den Versuch des Deutschen.

Milan lässt beim FC Turin Federn

Der AC Mailand hat im Rennen um die Europa-League-Ränge in der Serie A wichtige Punkte liegen lassen. Die Lombarden kamen nur zu einem 1:1 (1:0) beim FC Turin. Jérémy Ménez brachte die Gäste am Samstagabend per Foulelfmeter in Führung (3. Minute), Kamil Glik erzielte den Ausgleich (81.). Milan spielte eine Halbzeit lang in Unterzahl, nachdem Mattia De Sciglio die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (45.+3). Das Team von Trainer Filippo Inzaghi verpasste mit dem dritten sieglosen Spiel in Serie den vorübergehenden Sprung auf Rang fünf.

jom/kid/kon

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 09.01., 10:36 Uhr
Buon giorno Inter - Podolski offiziell in Mailand vorgestellt
Das erste Spiel für Inter Mailand hat Lukas Podolski nach seinem Wechsel schon hinter sich. Jetzt folgte auch die offzielle Vorstellung des Weltmeister. Dabei dürfte er sich bei den Fans gleich einige Freunde gemacht haben. Podolski schwärmte von seinem neuen Verein, ist sich der großen Geschichte von Inter bewusst. Ungeachtet des aktuelle Tabellenplatzes spricht er auch schon von der Champions League. Dort möchte er nächstes Jahr spielen und verpsicht vollen Einsatz.
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11.01.15
 
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zum Thema

Serie A TIM - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Juventus Turin38:943
 
2AS Rom31:1340
 
3Lazio Rom33:2131
 
4SSC Neapel33:2430
 
5Sampdoria Genua23:1730
 
6AC Florenz25:1727
 
7CFC Genua 189324:2027
 
8AC Mailand27:2126
 
9Inter Mailand29:2525
 
10US Palermo30:3025
 
11Sassuolo Calcio20:2324
 
12Udinese Calcio21:2423
 
13Hellas Verona21:2821
 
14FC Turin13:1919
 
15FC Empoli17:2318
 
16AC Chievo Verona13:2018
 
17Atalanta Bergamo14:2417
 
18Cagliari Calcio23:3515
 
19FC Parma18:399
 
20AC Cesena15:369