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08.12.2014, 23:03

Newcastle beendet Chelseas Serie - City siegt dank Referee

Van Persie tunnelt ManUnited zum fünften Sieg in Folge

Manchester United fuhr am Montag im Verfolgerduell in Southampton den fünften Sieg am Stück ein, Held des Abends war Doppeltorschütze van Persie. Primus Chelsea patzte nach 23 Auftritten ohne Niederlage bei Angstgegner Newcastle, was ManCity mithilfe einer unterirdischen Referee-Leistung gegen Everton zur Verkürzung des Abstands nutzte. Arsenal verlor nach desolater erster Hälfte in Stoke, West Ham gewann schon wieder.

Arbeitssieg: United gewinnt Verfolgerduell gegen Southampton

Louis van Gaal und Ronald Koeman, hier beim Händedruck 2007
Mögen sich nicht besonders: ManUnited-Coach Louis van Gaal und Southampton-Trainer Ronald Koeman.
© imagoZoomansicht

Am Montagabend (21 Uhr) in Southampton traf Uniteds Coach Louis van Gaal auf seinen Trainer-Landsmann - und alten Intimfeind: Mit Ronald Koeman war es 2003/04 bei Ajax Amsterdam zum Machtkampf gekommen, den Trainer Koeman gegen Sportdirektor van Gaal gewann. Van Gaal und Koeman begrüßten sich vorab professionell unterkühlt. Wichtig für United: Kapitän Wayne Rooney war wieder fit und trug seinen Teil zum fünften Sieg in Serie bei, der Platz drei bedeutet. Zum Mann des Abends avancierte Sturmkollege Robin van Persie, dem beim knappen 2:1-Arbeitssieg beide Treffer beisteuerte.

Die Saints fingen besser an, beschenkten die Gäste aber früh, als Verteidiger Fonte einen blind gespielten Rückpass zu Torhüter Forster spielen wollte. Van Persie erlief die Kugel und tunnelte Forster zur Führung (12.). Southampton machte fortan noch mehr Druck und drängte United hinten rein, van Gaal sah seine Defensive wackeln und wanken - und etwas glücklich aus Sicht der Hausherren fiel sie dann auch: Ein Schuss von Tadic prallte zu Pelle, der sofort geistesgegenwärtig zum Ausgleich vollendete (31.).

Siegesschreie: Robin van Persie (li., beglückwünscht von Ashley Young) sichert United den Sieg in Southampton.
Siegesschreie: Robin van Persie (li., beglückwünscht von Ashley Young) sicherte United den Sieg in Southampton.
© picture alliance

Offensiv kam von ManUnited auch folglich kaum etwas, im Gegenteil: Eigentlich spielten nur noch die Saints, doch Pelle verpasste es, seinen zweiten (und hochverdienten) Treffer nachzulegen. Erst schoss er knapp drüber (59.), dann scheiterte er am reaktionsschnellen de Gea (77.). Davor köpfte Tadic freistehend de Gea aus kurzer Distanz in den Schoß (52.). Die Koeman-Elf drängte, doch die van-Gaal-Elf traf: Nach einer Rooney-Freistoßflanke stand van Persie mutterseelenalleine am zweiten Pfosten, nahm die Kugel mit dem Außenrist volley und tunnelte den auf der Linie verharrenden Forster zum zweiten Mal (71.). Durch den schmeichelhaften 2:1-Sieg schoben sich die Red Devils an den Saints vorbei, und van Gaal dürfte eine kleine Genugtuung empfinden.

Cissé sticht Costa aus: Chelseas Serie ist gerissen!

Papiss Cissé
Doppelpack gegen den Spitzenreiter: Der Ex-Freiburger Papiss Cissé.
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219 Tage, 23 Pflichtspiele - der FC Chelsea hatte den Platz in dieser Saison noch nie als Verlierer verlassen. Eine Partie trennte die Blues noch von einem neuen Klubrekord. Allerdings ging es in den St. James' Park zu Newcastle, wo José Mourinho als Trainer noch kein Spiel gewonnen hatte. Und es war diese Serie, die an diesem Samstagmittag Bestand haben sollte. Chelsea, wieder mit dem zuletzt gesperrten Diego Costa in der Startelf, begann überlegen und mit dem Selbstvertrauen eines Spitzenreiters. Klare Torchancen sprangen außer einem Willian-Schuss, der knapp vorbeirauschte (20.), aber nicht heraus. Bei einem ihrer seltenen offensiven Vorstöße hatten die Hausherren durch Colback sogar die Chance auf den Führungstreffer (31.).

Alnwick muss ins kalte Wasser - Cissé trumpft auf

Zur Pause musste Newcastle dann im Tor wechseln. Elliot schied verletzt aus, was dem 21-jährigen Alnwick sein Premier-League-Debüt bescherte. Chelsea agierte nun mitunter ein wenig nachlässig - und nach knapp einer Stunde führten die Magpies! Nach Ameobis Flanke landete Cahills Klärungsversuch vor den Füßen des eingewechselten Cissé, der aus wenigen Metern zur Führung einschoss. Chelsea (ab der 62. Minute mit Schürrle) belagerte nun den Strafraum der Gastgeber, die aufopferungsvoll dagegenhielten, bei einem Schuss von Hazard jedoch Hilfe vom Pfosten brauchten. Praktisch im Gegenzug bediente Sissoko erneut Cissé, der auf 2:0 stellte. Der St. James' Park war aus dem Häuschen. Wenig später begann nach Gelb-Rot gegen Taylor und dem Anschlusstreffer des eingewechselten Drogba allerdings das große Zittern. Doch Newcastle überstand auch die sechsminütige Nachspielzeit ohne weiteres Gegentor, Chelseas erste Saisonpleite war perfekt.

City betreibt Kampfsport gegen Everton - Aguero verletzt

Yaya Touré behielt beim Elfmetergeschenk die Nerven und traf zum 1:0.
Yaya Touré behielt beim Elfmetergeschenk die Nerven und traf zum 1:0.
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Nach Chelseas Ausrutscher schaffte es Manchester City, den Rückstand auf den Spitzenreiter mit einem Sieg gegen Everton auf drei Zähler zu verkürzen. Doch die Skyblues mussten früh eine Hiobsbotschaft hinnehmen, denn Toptorjäger Aguero musste bereits nach 7. Minuten vom Platz - die Diagnose steht noch aus. Die Partie gegen Everton war fortan mehr Martial Arts denn Fußball, denn ManCity schien die Sportart zwischenzeitlich verwechselt zu haben. Verteidiger Mangala sprang nach eigenem Eckball Eto'o per Karate-Kick mit Anlauf und gestrecktem Bein in den Rücken. Mehr Rot geht nicht, doch Schiedsrichter Marriner zeigte dem Franzosen vollkommen unverständlich nur Gelb. Die "BBC" nannte die Aktion "Wahnsinn", während der "Guardian" Marriners Entscheidung "miserabel" fand. Doch City fand offenbar Gefallen an der neuen Sportart, Fernando tat es seinem Mitspieler gleich und sprang mit gestrecktem Bein Evertons Barry an den Kopf. Wieder zeigte Marriner nur Gelb statt Rot.

Einer der Aufreger: Eliaquim Mangala springt Samuel Eto'o mit gestrecktem Bein in den Rücken, kommt aber ohne Platzverweis davon.
Einer der Aufreger: Eliaquim Mangala springt Samuel Eto'o mit gestrecktem Bein in den Rücken, kommt aber ohne Platzverweis davon.
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Zwei Minuten zuvor "krönte" der Referee seine Leistung, in dem er nach harmlosen Zweikampf von Jagielka gegen Milner Strafstoß für die Citizens Pfiff. Warum, war nicht ersichtlich, Milner ließ sich auf Verdacht fallen und wurde dafür belohnt. Yaya Touré war's egal, der Ivorer versenkte den Elfmeter links unten zum 1:0. Die Toffees wirkten richtiggehend eingeschüchtert ob der brutalen Gangart des Meisters und fanden offensiv überhaupt nicht statt. Fußball wurde so kaum gespielt, sondern vielmehr gearbeitet. Die größte Gelegenheit auf das zweite Tor der Hausherren hatte Youngster Pozo, der für Aguero gekommen war, doch Howard parierte stark.

Dann hatte Barry genug vom Einstecken und teilte seinerseits kräftig aus: Erst räumte er Milner ab und sah dafür Gelb, dann streckte er Milner kurz vor Schluss mit Anlauf und dem Ellbogen voraus nieder - Marriner stand daneben, ließ aber eine Karte und somit den Platzverweis auch hier stecken. Everton hatte nur eine einzige wirklich gute Chance im gesamten Spiel, Lukakus Volleyschuss neun Minuten vor Schluss lenkte Hart sensationell mit einer Hand aus dem Eck - die entscheidende Parade, die das 1:0 sicherte und somit den Abstand auf Chelsea verkürzte. Doch nach der überharten Partie wird ganz England über Marriners Leistung und besonders die rücksichtslose Karate-Aktion von Mangala sprechen, als über den wieder spannend gewordenen Titelkampf.

Desolate erste Hälfte! Arsenal verliert in Stoke mit 2:3

Jon Walters und Peter Crouch
Stoke obenauf: Jon Walters (r.) jubelt mit Peter Crouch, der ebenfalls traf.
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Das Britannia Stadium gehörte in den vergangenen Jahren nicht zum liebsten Reiseziel des FC Arsenal. Nur eines von sechs Premier-League-Gastspielen bei Stoke City hatten die Gunners bislang gewonnen. Und die neueste Stipvisite dürfte auch nicht zu gesteigerter Beliebtheit beigetragen haben. Nur 19 Sekunden dauerte es, da hatte Crouch die Gastgeber schon in Führung geschossen. Das schnellste Tor der laufenden Saison! Es war der Anfang einer desolaten Arsenal-Hälfte, an deren Ende die Londoner nach Treffern von Bojan (35.) und Walters (45.) mit 0:3 zurücklagen. 20 Minuten nach der Pause schien die Partie nach Bojans zweiten Tor endgültig entschieden zu sein, doch das 4:0 fand keine Anerkennung - umstritten. Und fünf Minuten später war Arsenal wieder im Spiel: Erst schaffte Cazorla mit einem Foulelfmeter den Anschluss, dann drosch Ramsey den Ball zum 2:3 in die Maschen (70.). Ging jetzt noch mehr? Nein. Denn den Gunners, bei denen Chambers auch noch Gelb-Rot sah (78.), wollte trotz sechsminütiger Nachspielzeit kein Treffer mehr gelingen.

Magerkost: Liverpool und Tottenham beide nur 0:0

Kein Treffer - das war auch das Stichwort in gleich drei Stadien am Samstagnachmittag. Der FC Liverpool, bei dem Kapitän Gerrard erneut lange auf der Ersatzbank saß, musste sich gegen den FC Sunderland an der Anfield Road genauso mit einem 0:0 begnügen wie Tottenham Hotspur im Londoner Derby gegen Crystal Palace. Mit dem 0:0 waren die Spurs dabei sogar noch gut bedient. Auch im Kellerduell zwischen Hull City und West Bromwich Albion fielen keine Tore. Dorrans (10.) verschoss für die Gäste einen Elfmeter.

Nutznießer des Remis waren die Queens Park Rangers, die im zweiten Kellerduell des Tages mit 2:0 gegen Mit-Aufsteiger Burnley gewannen. Das zweite Tor ging dabei auf das Konto von Goalgetter Austin, der gegen seinen Ex-Klub erst traf und dann mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz musste.

Carroll führt die Hammers auf Platz drei

Andy Carroll
An allen Toren beteiligt: West Hams Andy Carroll (hier beim Kopfball zum 1:1).
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West Ham hat sich dank eines überragenden Carroll am Sonntag mit 3:1 gegen Swansea durchgesetzt. Die Schwäne gingen zwar durch einen Treffer von Bony zunächst in Führung, doch Carroll erzielte per Kopf noch vor der Pause den Ausgleich - sein erstes Tor seit März. Nach dem Wechsel hatte Bony die erneute Führung vor Augen, traf aber nur das Aluminium. Carroll war jetzt richtig in Fahrt und drehte die Partie mit seinem Kopfball im Anschluss an eine Ecke. Danach wurde es richtig bitter für die Gäste. Denn nach einem Foul am eingewechselten Sakho sah Keeper Fabianski die Rote Karte. So kam Tremmel in den letzten 20 Minuten zu seinem ersten Saisoneinsatz in der Premier League, war beim entscheidenden 3:1 durch Sakho aber chancenlos. Für den Senegalesen bereits der siebte Saisontreffer. Aufgelegt hatte übrigens Carroll, womit er an allen Toren beteiligt war.

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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Chelsea34:1336
 
2Manchester City32:1433
 
3Manchester United26:1728
 
4West Ham United26:1827
 
5FC Southampton25:1226
 
6FC Arsenal24:1823
 
7Newcastle United17:1823
 
8Swansea City20:1722
 
9FC Liverpool19:1921
 
10Tottenham Hotspur18:2121
 
11Aston Villa10:1919
 
12FC Everton24:2318
 
13Stoke City17:2018
 
14AFC Sunderland13:2315
 
15Crystal Palace18:2314
 
16West Bromwich Albion14:2014
 
17Queens Park Rangers16:2714
 
18Hull City15:2113
 
19FC Burnley10:2412
 
20Leicester City15:2610

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