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21.09.2014, 19:23

5. Spieltag: Zweites Saisontor für Schürrle - Arsenal rehabilitiert

Ausgerechnet Lampard trifft - Leicester überrollt United

Der Aufwärtstrend von ManUnited wurde am Sonntag jäh gestoppt. Gegen Leicester verspielten die Red Devils eine 3:1-Führung und unterlagen am Ende mit 3:5. Im Spitzenspiel danach schrieb Frank Lampard einmal mehr Premier-League-Geschichte, als er seiner großen Liebe Chelsea den Sieg raubte. Am Samstag standen die Gunners im Rampenlicht. Mit Özil gewann Arsenal bei Aston Villa. Im Spätspiel setzte es für Liverpool einen Dämpfer, Tottenham unterlag zuhause West Brom mit 0:1.

Mangala debütiert bei City

Zum Abschluss des fünften Premier-League-Spieltags stand Manchester City gegen Spitzenreiter Chelsea unter Druck: Drei Pflichtspiele am Stück hatten die "Himmelblauen" nicht gewonnen. Bei einer Niederlage wären die Londoner schon um acht Punkte enteilt. José Mourinho setzte auf seinen besten Torjäger Diego Costa, obgleich der Trainer gestand, dass der Stürmer "nicht in der besten Verfassung ist". Auf der Gegenseite baute Manuel Pellegrini erstmals von Beginn an auf den 40-Millionen-Neuzugang Eliaquim Mangala vom FC Porto.

Schürrle, Lampard und Ivanovic (von links)
Verschämter Jubel: Frank Lampard hat soeben das 1:1 erzielt, zum Feiern ist ihm aber nicht zu Mute.
© picture allianceZoomansicht

Die Citizens erwischten den besseren Start, drängten den Spitzenreiter kombinationssicher in dessen Hälfte zurück. Mehr als ein Touré-Kopfball (9.) kam aber nicht auf das Tor von Thibaut Courtois. Nach einer Viertelstunde schwammen sich die Blues etwas frei, ohne jedoch Gefahr auszustrahlen. Diego Costa war bei Kompany und Mangala komplett abgemeldet. Stattdessen rückte der Unparteiische Mike Dean in den Mittelpunkt. In einer höhepunktarmen, aber keinesfalls unfair geführten Partie verteilte er bis zum Pausenpfiff immerhin sechs Gelbe Karten.

Der Meister kam druckvoll aus der Kabine und hatte durch Fernandinho (55.) und Aguero (56.) gute Einschusschancen. Doch Chelsea verstand es hernach, das Tempo wieder aus der Partie zu nehmen. Nach einer guten Stunde ersetzte Schürrle Willian, Zabaleta flog kurz darauf mit Gelb-Rot vom Platz. In Unterzahl liefen die Citizens in einen mustergültigen Chelsea-Konter, am Ende legte Hazard quer auf den durchgestarteten Schürrle, der zur Führung einschoss (71.).

Ausgerechnet Lampard!

Pellegrini zog sein letztes Ass aus dem Ärmel und brachte Chelsea-Legende und -Rekordtorschütze Lampard in die Partie. Und - wie sollte es anders sein - ausgerechnet Lampard machte in der 85. Minute den Ausgleich. Jahrelange war Lampard der Kopf des FC Chelsea, verankerte sich mit Titeln und Toren in den Herzen der Fans und den Geschichtsbüchern des Vereins. Beim Jubeln hielt sich der 36-Jährige sichtlich berührt vornehm zurück. Der emotionale Schlusspunkt in diesem Spitzenspiel.

Gefährliche Füchse: Leicester bremst ManUnited schon wieder aus

Louis van Gaal hatte von einem "Neustart" gesprochen: Voriges Wochenende feierte Manchester United mit dem 4:0 gegen QPR den ersten Saisonsieg, erstmals waren die Neuzugänge Blind, Rojo und Joker Falcao dabei, erstmals spielte - mangels Optionen - eine Viererkette. Bei United wähnte man sich nach dem überzeugenden Sieg jedenfalls im Aufwind - eine zarte und gleichermaßen trügerische Euphorie, die am Sonntag ein jähes Ende fand.

Bittere Landung in Leicester: ManUnited und Angel di Maria verloren 3:5.
Bittere Landung in Leicester: ManUnited und Angel di Maria verloren 3:5.
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Denn bei Aufsteiger Leicester City setzte es eine saftige 3:5-Pleite. Van Persie (13.) mit dem Kopf und di Maria mit einem traumhaften Heber (16.) hatten die Red Devils per Doppelschlag in Führung gebracht, Ulloa umgehend gekontert. Nach dem Seitenwechsel baute Ander Herrera die Pausenführung sogar noch aus (57.). Und dann brach United ein. Binnen 21 Minuten kassierten die Männer von Trainer van Gaal vier Treffer. Nugent per Elfmeter (62.), Cambiasso (64.), Vardy (79.) und Ulloa erneut per Elfmeter (83.) schossen Leicester zum zweiten Sieg in Folge. Zu allem Überfluss sah Uniteds Verteidiger Blackett auch noch die Rote Karte. Weil Evans zudem früh verletzt raus musste, droht Manchester nun eine wahre Personal-Misere in der Defensive.

Zeitgleich unterlag Tottenham Hotspur auf eigenem Platz mit 0:1 gegen West Brom. James Morrison erzielte das Tor des Tages.

Arsenal rehabilitiert sich - Özil als Antreiber

Mesut Özil (li.), Aaron Ramsey, Danny Welbeck und Alex Oxlade-Chamberlain (v.li.) jubeln.
Alles wieder im Lot: Mesut Özil (li.), Aaron Ramsey, Danny Welbeck und Alex Oxlade-Chamberlain (v.li.) jubeln.
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"Träge, unbeweglich, verschollen": Mesut Özil stand nach seiner desolaten Vorstellung in Dortmund (kicker-Note 6) einmal mehr im Zentrum der medialen Kritik. "Unfair" fand das sein Trainer Arsene Wenger, der Özil nachdrücklich in Schutz nahm und ihm auch am Samstag bei Aston Villa das Vertrauen aussprach. Und der Weltmeister bedankte sich dafür mit einem mustergültig abgeschlossenen Konter zum 1:0 (32.). Der Treffer fiel in einer Phase, in der die Villans nicht wirklich wussten, wie ihnen geschah, denn binnen vier Minuten wurde aus einem 0:0 ein 0:3 aus Sicht der Hausherren - Welbeck erhöhte auf Zuspiel von Özil mit seinem ersten Treffer im Trikot der Londoner auf 2:0 (34.), ehe Cissokhos unglücklicher Klärungsversuch als Eigentor endete (36.).

Nach dem Seitenwechsel passierte nicht mehr viel, sodass es beim klaren 3:0 blieb. Der Dreier nahm auch Druck von Wenger und seinen Gunners, die sich für die bittere 0:2-Champions-League-Pleite von Dortmund rehabilitierten. Auf der Gegenseite kassierte Aston Villa die erste Niederlage der laufenden Saison.

Cissé rettet Newcastle - Swansea verliert in Unterzahl

Parallel wurde es in Newcastle brisant: Trainer Alan Pardew (Vertrag bis 2020) hat beim eigenen Anhang nach katastrophalem Saisonstart seinen Kredit bereits verspielt und stand vor dem Duell gegen Hull City enorm unter Beschuss. Zuerst sah es so aus, als würde sich die Krise noch verstärken, nachdem Jelavic (48.) und Diamé (68.) die Tigers in Führung gebracht hatten. Dass es am Ende doch noch zu einem Punkt reichte, das war allein dem ehemaligen Freiburger Cissé geschuldet: Der Senegalese wurde in der 69. Minute eingewechselt, schlug anschließend gleich doppelt zu (73., 87.) und markierte damit den 2:2-Endstand.

Mit einem 2:2 hatten sich zuvor auch die Queens Park Rangers und Stoke City, das ohne Robert Huth antrat, getrennt. Torlos blieb es derweil in Burnley beim Gastspiel von Sunderland, während Swansea in Unterzahl - Stürmerstar Bony sah in der 39. Minute Gelb-Rot - dem FC Southampton unterlag. Das Tor des Tages glückte Wanyama nach 80 Minuten.

Liverpool verschläft den Start - Song überzeugt bei den Hammers

Hinterher: Liverpools Lucas gegen Alexandre Song (re.).
Hinterher: Liverpools Lucas gegen Alexandre Song (re.).
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Im Spätspiel wollte Vizemeister Liverpool bei West Ham United endlich mal wieder einen überzeugenden Auftritt hinlegen. Schonmal vorab: Das klappte nicht! Wie schon in den Wochen zuvor ließ die Spielweise der Reds viele Wünsche offen, zudem verschliefen die Liverpooler den Start völlig und lagen bereits nach sieben Minuten nach Treffern von Reid (2.) und Sakho (7.) mit 0:2 zurück. Erst danach wachten die Gäste auf, Sterling sorgte noch vor dem Halbzeitpfiff für den Anschluss (26.). Danach wurde es ruhiger im weiten Rund, so dass die Partie ereignislos vor sich hinplätscherte. Das lag auch an Alexandre Song, der bei seinem Heim-Debüt im zentralen Mittelfeld der Hammers zu überzeugen wusste, in der 68. Minute aber für Amalfitano ausgewechselt wurde. Just dieser Amalfitano räumte mit seinem Tor zum 3:1-Endstand (88.) alle Zweifel am Ausgang der Partie aus dem Weg.

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