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14.09.2014, 21:53

3. Spieltag: Valencia und Sevilla siegen am Sonntag

Turan schockt Real - Barça siegt im Patriotismusgipfel

Am Samstagabend stieg in Madrid das Stadtderby zwischen Real Madrid und Atletico. Nach bewährter Führung durch "Atleti" meldete sich Real per Elfmeter zurück, doch Joker Arda Turan schlug spät zu und fügte Real so die bittere Derbypleite zu. Zuvor gab es bei Barcelona gegen Bilbao neben ungewohnten Trikots und jeder Menge Patriotismus einen spät herausgeschossenen 2:0-Erfolg dank des katalanischen Traumduos Messi und Neymar. Am Sonntag zogen Valencia und Sevilla nach.

Valencia hat mit Espanyol keine Probleme

Der FC Valencia kam am Sonntag im heimischen Mestalla zu einem ungefährdeten 3:1 gegen Espanyol. Rodrigo leitete früh einen schönen Angriff ein und legte auf Piatti ab, der problemlos einschob (7.). Nach dem Seitenwechsel traf erst Kapitän Parejo per überlegtem Flachschuss ins Netz (63.), ehe Angreifer Alcacer - der unter der Woche auch schon für Spanien getroffen hatte - endgültig alles klar machte (73.). Espanyols Sergio Garcia sorgte in der Nachspiel per Elfmeter letztlich nur noch für Ergebniskosmetik.

Wenig später zog mit dem FC Sevilla ein weiterer Aspirant auf einen Platz in der Spitzengruppe nach. Gegen den FC Getafe kamen die Andalusier zu einem 2:0-Erfolg. Nachdem Gäste-Keeper Guaita im Luftkampf Krychowiak mit der Faust im Gesicht erwischt hatte, nutzte Bacca den fälligen Strafstoß zur Führung (44.). Für den Endstand sorgte Vidal, der in der Schlussphase einen Konter abschloss, indem er die flache Hereingabe des eingewechselten Diogo Figueiras über die Linie drückte.

Atletico fügt Real dank Turan Derbypleite zu

Jubel in Rot und Weiß: Arda Turan (Mi.) wird nach seinem Siegtreffer geherzt.
Jubel in Rot und Weiß: Arda Turan (Mi.) wird nach seinem Siegtreffer geherzt.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Samstagabend stand das "derbi madrileño" zwischen Real Madrid und Atletico auf dem Programm. Nach anfänglichem Abtasten schlug Atletico auf seine Weise zu - natürlich nach einem Standard: Kokes Ecke köpfte Tiago am kurzen Pfosten ein (11.). Dadurch baute "Atleti" seine schier unglaubliche Statistik aus: elf der letzten 14 Ligatore resultierten aus Kopfbällen, neun der letzten elf Treffer fielen nach Standards.

Doch Real schüttelte sich nur kurz und gab den ersten Warnschuss durch Ronaldo ab, der den Winkel knapp verfehlte (14.). Anschließend rückte der Superstar erneut in den (unrühmlichen) Mittelpunkt: Im Dribbling hob er gegen Siquera, der "CR7" noch ausweichen wollte, im Strafraum ab - Schiedsrichter Mateu Lahoz zeigte zum Entsetzen der Rojiblancos auf den Punkt. Ronaldo nahm sich der Sache selbst an und versenkte cool (26.).

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Das war der Startschuss zu einem immensen Sturmlauf der Hausherren, die Atletico kaum mehr zu Luftholen kommen ließen. "Atleti" stand tief und fand offensiv nicht mehr statt. Die größte Chance bot sich Benzema, seinen Kopfball parierte Moya aber glänzend. Nach der Pause agierte Real urplötzlich aber nicht mehr so stürmisch, die Partie flachte vollends ab. Bis Joker Arda Turan den amtierenden Meister belebte. Erst schoss er noch knapp daneben (73.), dann zielte er per Flachschuss genauer und setzte den Ball unhaltbar neben den Pfosten ins Netz (76.). Dabei sollte es bleiben, da Real völlig den Faden verlor und zu keiner Torchance mehr kam.

Nach der zweiten Pleite in Folge nimmt die Krise der Königlichen damit Konturen an. Der Rückstand auf den Erzrivalen Barcelona beträgt bereits satte sechs Zähler, der auf Atletico vier. Ancelotti stellte nach dem Spiel erneut das Augenscheinliche hervor: "Wir spielten in der ersten Halbzeit gut, in der zweiten nicht mehr. Genau wie im Anoeta."

Barcelona: Viel Patriotismus und Joker Neymar

Zeichen der Unabhängigkeit: "Serem Lliures", wir sind frei, lassen die Anhänger Barcelonas wissen.
Zeichen der Unabhängigkeit: "Serem Lliures", wir sind frei, lassen die Anhänger Barcelonas wissen.
© imago

Nicht nur um Fußball drehte es sich beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao am Samstag. Erstmals in der 115-jährigen Vereinsgeschichte trug Barça bei einem Heimspiel ein "Senyera"-Trikot, lief in den Farben der katalanischen Nationalflagge auf. Grund: Die Katalanen feierten am 11. September ihren Nationalfeiertag, an dem hunderttausende Menschen auf die Straßen gingen, um für die Unabhängigkeit zu demonstrieren. Die Basken traten in Grün-Weiß-Rot an, was den Farben der Ikurrina, der Nationalflagge des Baskenlandes, entsprach. Mit einem großen Banner und vielen Senyera-Fahnen erstrahlte das Camp Nou in Gelb und Rot.

Dann wurde Fußball gespielt: Die erste Aktion im Spiel hatten kurz nach dem Anpfiff die Gäste, Beñats Schuss boxte Bravo weg (2.). Barça kam kurz darauf durch Pedro zu einer guten Aktion, seinen Schuss parierte Iraizoz per Fußabwehr (5.). In der Folge taten sich die Katalanen aber schwer: Erst kurz vor der Pause zog der Favorit das Tempo wieder an, Munir und Messi scheiterten aber jeweils am gut reagierenden Iraizoz.

Traumduo: Messi legte Joker Neymar (li.) beide Tore mustergültig auf.
Traumduo: Messi legte Joker Neymar (li.) beide Tore mustergültig auf.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel war wieder Iraizoz gegen Alba zur Stelle, ehe dem agilen Munir ein Treffer fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt wurde - der Youngster befand sich auf gleicher Höhe (51.). Auch ein Kopfball des Angreifers war die Beute von Iraizoz. Von Bilbao kam offensiv hingegen nichts mehr. Ganz anders Barcelona, dass zu wütenden Angriffen ansetzte, doch es haperte jeweils am allerletzten Pass oder im Abschluss.

Dann kam Joker Neymar - und mit ihm die Wende. Messi setzte den Brasilianer nach einem schnellen Gegenstoß in Szene, frei vor Iraizoz behielt Neymar als Erster die Nerven (79.). Und das Traumduo der Katalanen schlug noch einmal zu: Diesmal flitzte Messi auf rechts allen Gegenspielern davon, seine Rückgabe schob Neymar cool zum 2:0-Endstand ins Netz (84.). Durch den ungefährdeten Sieg thront Barça weiter gegentorlos an der Tabellenspitze - der passende Abschluss für die Feierlichkeiten im Camp Nou.

Am Freitag eröffneten Almeria und Cordoba mit einem andalusischen Derby den Spieltag - und trennten sich 1:1. Edgar Mendez brachte die Hausherren per platziertem Volley in der zwölften Minute in Front. Doch der Aufsteiger schlug nur sieben Minuten später zurück: Der aus Valencia ausgeliehene Fede Cartabia traf per Flachschuss aus spitzem Winkel zum 1:1 (19.). Dabei sollte es bleiben, da Almerias Soriano in der 73. Minute per Kopf nur die Latte traf.

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