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31.03.2014, 23:03

31. Spieltag: Die Roma bleibt auf Kurs - Milan siegt

Das San Paolo kocht: Napoli beendet die Juve-Serie

Juventus Turin kann noch verlieren: Wieder einmal stolperte die "Alte Dame" in Neapel, Callejon und Mertens brachten dem Serie-A-Spitzenreiter am Sonntag die zweite Saisonschlappe bei. Der AS Rom (2:0 bei Kellerkind Sassuolo) verkürzte damit ungewollt - auf elf Punkte. Lazio Rom darf durch das Last-Minute-3:2 gegen Parma weiter von Europa träumen. Auch Klose traf, Szene des Tages aber war ein kurioses Eigentor. Florenz blieb ohne Gomez in Genua torlos. Für Catania gehen langsam die Lichter aus, Inter patzte in Livorno nach 2:0-Führung.

José Callejon jubelt gegen Juventus Turin
Traf zur Führung für Neapel - wohl aus knapper Abseitsposition: José Callejon.
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Neapel gehört nicht zu den schönsten Ausflugszielen für Juventus Turin. Seit sechs Spielen hatte die "Alte Dame" schon vor dem neuerlichen Duell am Sonntagabend im San Paolo nicht gewonnen, dazu kommt die offene Abneigung, die ihr am Vesuv entgegenschlägt: Auch diesmal wurde der Mannschaftsbus von Napoli-Anhängern bereits erwartet und mit Eiern beworfen.

Und das Schiedsrichtergespann meinte es ebenfalls nicht gut mit dem souveränen Serie-A-Tabellenführer: Callejon bugsierte eine Flanke von Insigne am Fünfer zum 1:0 ins Tor, stand dabei aber hauchdünn im Abseits (37.). Verdient war die Führung indes allemal. Buffon hatte zuvor gegen Callejon (6.) und Hamsik (9.) klasse reagiert. Napoli hatte klar mehr vom Spiel, Juve, mit Southampton-Leihgabe Osvaldo für den gelbgesperrten Tevez, sah sich immer wieder in die eigene Hälfte gedrängt.

Juventus bleibt erstmals seit 43 Ligaspielen ohne Tor

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste zwar einen Zahn zu, fanden jedoch kaum einmal eine Lücke in der gut sortierten Defensive der Neapolitaner und blieben tatsächlich erstmals in dieser Saison ohne Treffer, erstmals seit 43 Serie-A-Spielen gar. Stattdessen folgte die Entscheidung neun Minuten vor dem regulären Ende: Nach der missglückten Pirlo-Ecke konterten die Hausherren, und der soeben eingewechselte Mertens, von Marchisio zu zaghaft angegangen, überwand Buffon mit einem Flachschuss zum 2:0-Endstand (81.).

Damit darf Napoli wohl zumindest mit der Champions-League-Qualifikation planen: Florenz ist nun schon zwölf Punkte distanziert. Und auch die vagen Hoffnungen, die zweitplatzierte Roma (sechs Punkte mehr, ein Spiel weniger) noch zu verdrängen, bleiben bestehen. Und Juve? Die Mannschaft von Antonio Conte kann bei elf Zählern Vorsprung den erneuten Ausrutscher in Neapel verschmerzen - die Serie ohne Niederlage dagegen ist dahin: Am 20. Oktober hatten sie in Florenz (2:4) ihre bisher einzige Saisonschlappe in der Liga kassiert.

Trotz Slapstick-Eigentor: Lazio jubelt auch dank Klose

Miroslav Klose jubelt gegen Parma
Saisontor Nummer sieben: Miroslav Klose.
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Lazio Rom hat die Europa League wieder im Blick: Gegen den direkten Konkurrenten Parma gewannen Miroslav Klose & Co. am Sonntagnachmittag in letzter Minute mit 3:2 und verkürzten den Rückstand auf Platz fünf vorübergehend auf drei Punkte. Den Dreier gab es, obwohl Keeper Marchetti nicht seinen besten Tag hatte: Beim 1:1 wehrte er einen Cassano-Schuss in den Lauf on Biabiany ab, der im Nachsetzen Lulics Führungstor ausglich (26.). Doch es sollte noch deutlich kurioser werden.

Nachdem Klose, der sein Comeback nach Rückenbeschwerden gab, mit rechts zum 2:1 eingeschoben hatte (67.), brachte dann Slapstick pur Parma zurück ins Spiel: Ein Ball segelte in den Fünfer, Lazio-Abwehrmann Ciani hätte ihn wegschlagen, Keeper Marchetti aufnehmen können - stattdessen taten beide nichts, sodass die Kugel unter Marchetti hindurch ins Netz kullerte (81.). Ein Schock, der letztlich ohne Folgen blieb: In der Nachspielzeit gewährte Parma Candreva viel zu viel Platz, den dieser mit einem Halbvolley zum umjubelten 3:2 nutzte (wobei das Stadion wegen der anhaltenden Proteste gegen Präsident Lotito erneut halbleer geblieben war).

Trotz vieler Chancen auf beiden Seiten endete indes das Duell zwischen Sampdoria Genua und Florenz torlos. Die Gäste, ohne die verletzten Gomez und Compper, haben damit kaum noch Chancen auf Platz drei, und auch die Europa-League-Ränge sind längst noch nicht gesichert. Sampdoria-Trainer Sinisa Mihajlovic, bis 2011 noch Florenz-Coach, wurde in der Nachspielzeit auf die Tribüne verbannt.

Auf Destro ist Verlass

Brachte die Roma auf die Siegerstraße: Mattia Destro (li.).
Brachte die Roma auf die Siegerstraße: Mattia Destro (li.).
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Am Sonntagmittag hatte der AS Rom bei Kellerkind beim Kampf um Platz zwei gegenüber dem SSC Neapel vorgelegt. Die Hauptstädter gewannen bei Kellerkind Sassuolo Calcio etwas mühevoll mit 2:0. Destro brachte die Roma früh in Front und schoss sein zehntes Saisontor. Zumal traf er in den vergangenen vier Partien jeweils einmal. Allerdings verpassten es die Römer, den Sack vorzeitig zuzumachen - erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit markierte Michel Bastos den zweiten Treffer zum Endstand. Außerhalb des Platzes basteln die Giallorossi eifrig an einer erfolgreichen Zukunft, zuletzt wurden die Pläne für ein vereinseigenes neues Stadion präsentiert.

Youngster Scuffet hält sein Tor erneut sauber - Inter verspielt 2:0

Zwei Spiele standen zum Abschluss am Montagabend auf dem Programm. Udine entledigte sich durch ein knappes 1:0 gegen Schlusslicht Catania wohl seiner letzten Abstiegssorgen. Dabei konnte man sich einmal mehr auf Routinier di Natale verlassen. Der 36-Jährige köpfte nach Vorarbeit von Pereyra am zweiten Pfosten ein (67.). Auch ein Youngster hatte aber maßgeblichen Anteil am Heimsieg: Torhüter Simone Scuffet hielt seinen Kasten im dritten Spiel in Folge sauber. Der 17-Jährige wird schon als künftiger Nationaltorhüter gehandelt. Für die Gäste aus Sizilien, die vor allem in Durchgang eins mutig nach vorne spielten, gehen im Abstiegskampf langsam die Lichter aus.

Ein in der Endabrechnung womöglich noch wichtigen Punkt erkämpfte sich hingegen Kellerkind Livorno, das gegen Inter zur Pause nach Toren von Hernanes und Palacio schon 0:2 hinten lag. Doch die Mailänder mussten mal wieder einen Dämpfer hinnehmen: Paulinho (54.) und Emeghara (85.) bescherten den Gastgebern noch einen unerwarteten Zähler.

Tolle Serie für Bergamo

Der Spieltag begann am frühen Samstagabend mit dem Duell zwischen dem FC Bologna und Atalanta Bergamo. Beide Teams benötigten dringend Punkte - Bologna im Kampf gegen den Abstieg, Bergamo im Rennen um die Europa League. Am Ende setzte sich der Gast durch, der damit den sechsten (!) Sieg in Serie feierte. Die Europa League, sie rückt für das Team von Trainer Stefano Colantuono demnach näher und näher.

Stefano Colantuono
Der Daumen bleibt oben, denn Bergamo bleibt auf Erfolgskurs: Trainer Stefano Colantuono.
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Die beiden Treffer fielen jeweils im ersten Durchgang. Erst kam de Luca im Strafraum an das Leder, schob überlegt links unten ein (22.), dann bereitete der Angreifer das 2:0 selbst vor, bediente Estigarribia. Der Mittelfeldmann zog außerhalb des Strafraums ab und setzte das Spielgerät links oben ins Eck (26.). Die Elf von Coach Davide Ballardini präsentierte sich jedoch nicht wie ein möglicher Absteiger, sondern suchte stets das Heil in der Offensive. Mit mehr Ballbesitz erspielten sich die Hausherren im Renato Dall'Ara ganze 21 Torschüsse, die Norditaliener aus Bergamo hingegen kamen final nur auf vier. Doch so oder so, am Ende geht beim FCB die Abstiegsangst weiter um.

Milans jüngster Heimfluch endet

Es folgte der Auftritt des AC Mailand, der seinen Fans endlich mal wieder im San Siro ein Erfolgserlebnis präsentieren wollte - und konnte! Während der letzte Dreier am 14. Februar ein mühsames 1:0 gegen Bologna gewesen war, besiegten die Rossoneri Chievo Verona mit 3:0 (2:0). Auch die verletzt fehlenden Spieler Constant und Mexes, der noch unter der Woche beim 2:0-Erfolg als Torschütze auftrat, fielen nicht ins Gewicht. Erst staubte Balotelli nach einer Ecke aus kürzester Distanz zum Blitzstart ab (4.), ehe noch im ersten Durchgang Kaka aus ähnlicher Position nach einer Vorarbeit von Honda auf 2:0 erhöhte (27.). Der Brasilianer war es auch, der in den zweiten 45 Minuten rechts im Strafraum den Ball führte und ins rechte obere Eck zum 3:0 vollstreckte (54.).

AC Mailand
Jubeltraube: Nigel de Jong, Keisuke Honda, Cristian Zaccardo, Torschütze Mario Balotelli und Vorarbeiter Adil Rami bejubeln den Führungstreffer (v.l.n.r.).
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Die Mailänder Aktiven und Trainer Clarence Seedorf ziehen sich damit mit einer kleinen Serie (sieben Punkte aus drei Spielen) mehr und mehr aus dem Sog der wochenlangen Tristesse. Aus den letzten drei Spielen gelangen sieben Zähler, die Europa League liegt demnach nicht mehr allzu weit entfernt. Zurück zu Verona: Obwohl Chievo in dieser Saison bereits gegen einige Topteams zu überraschen wusste (u.a. 1:1 bei Inter, 1:1 in Neapel), ging das Team von Trainer Eugenio Corini beim Angstgegner AC wieder einmal baden. Im Jahr 2004 gab es für die Venetier bei Milan letztmals etwas Zählbares zu mitzunehmen (2:2).

 
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Serie A TIM - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Juventus Turin67:2281
 
2AS Rom62:1773
 
3SSC Neapel59:3264
 
4AC Florenz49:3352
 
5Inter Mailand49:3349
 
6FC Parma51:4147
 
7Atalanta Bergamo37:3946
 
8Lazio Rom40:4045
 
9Hellas Verona46:5243
 
10AC Mailand47:4342
 
11FC Turin45:4042
 
12Sampdoria Genua40:4341
 
13CFC Genua 189334:3939
 
14Udinese Calcio34:4238
 
15Cagliari Calcio29:4132
 
16AC Chievo Verona26:4627
 
17FC Bologna24:4826
 
18AS Livorno34:5825
 
19Sassuolo Calcio29:6121
 
20Catania Calcio23:5520