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05.02.2014, 23:55

Geburtstagskind Cristiano Ronaldo ohne Fortune

Clásico winkt: Real und Barça souverän - Roma siegt spät

Zumindest in der "Copa del Rey" hat Real die Verhältnisse in Madrid wieder gerade gerückt: Im Halbfinal-Hinspiel siegten die Königlichen mit 3:0 gegen Atletico und nahmen somit Revanche für die Final-Niederlage im letzten Jahr. Dem FC Barcelona gelang mit dem 2:0 gegen Real Sociedad die Wiedergutmachung für die Liga-Pleite gegen Valencia. Im italienischen Pokal setzte sich der AS Rom im Halbfinal-Hinspiel gegen den SSC Neapel dank Gervinho mit 3:2 durch.

Real nimmt gegen Atletico Revanche

Jesé
Reals Torschütze Jesé jubelt, die Atletico-Spieler sind konsterniert.
© Getty ImagesZoomansicht

Ring frei für das "Derbi Madrileño" hieß es am Mittwochabend. In einer Neuauflage des letztjährigen Pokal-Finales standen sich Real Madrid und Atletico Madrid im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey gegenüber. Und die Königlichen nahmen für die 1:2-Endspielniederlage nach Verlängerung erfolgreich Revanche. Nach Toren von Pepe (17.), Jesé (57.) und di Maria (74.) gewann das Team von Trainer Carlo Ancelotti mit 3:0 und erarbeitete sich so eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag.

Real konnte gegen die Rojiblancos auf den in der Liga gesperrten Cristiano Ronaldo zählen, dafür wurde Gareth Bale (Wadenverletzung) nicht rechtzeitig fit. Auf Seiten Atleticos feierte Diego sein Startelf-Comeback, Nationalstürmer David Villa musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Geburtstagskind Cristiano Ronaldo ohne Fortune

Zu Beginn tasteten sich beide Teams ab, doch mitten in diese Phase platzte Pepe mit dem Führungstor. Ein Distanzschuss des Portugiesen wurde von Insua unhaltbar für Atletico-Keeper Thibaut Courtois abgefälscht. Fortan übernahmen die Königlichen das Kommando, von Ateltico war nur wenig zu sehen. Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte Real das Geschehen auf dem Rasen, eine tolle Aktion von di Maria und Jesé führte in der 57. Minute zum 2:0. Atletico war allerdings alles andere als vom Glück begünstigt. Nachdem Luka Modric einen Kopfball von Diego Godin von der eigenen Torlinie gekratzt hatte, fälschte Miranda praktisch im direkten Gegenzug einen Schuss di Marias zum 3:0 für Real ab (74.).

Real steht nach einer tollen Leistung mit eineinhalb Beinen im Finale. Lediglich Cristiano Ronaldo wirkte ein wenig geknickt, dem Weltfußballer blieb an seinem 29. Geburtstag ein Treffer verwehrt. Atletico braucht im heimischen Vicente Calderon ein kleines Fußball-Wunder, besonders, da Top-Torjäger Diego Costa wegen einer Gelbsperre fehlen wird.

Barcelona gelingt Wiedergutmachung gegen San Sebastian

"Schiffbruch!", titelte das katalanische Blatt "Sport". Beim FC Barcelona herrschte nach der völlig unerwarteten 2:3-Liga-Schlappe gegen den FC Valencia Sprach- und Ratlosigkeit. "Ich finde dafür keine Erklärung", räumte Trainer Gerardo Martino sogar ein. Zuletzt hatte Barça im April 2012 beim 1:2 gegen Real Madrid in der Primera Division eine Heimniederlage erlitten. Am späten Dienstagabend gelang im Halbfinal-Hinspiel des Pokals mit dem 2:0 gegen Real Sociedad San Sebastian allerdings die Wiedergutmachung.

Sergio Busquets
Barcelonas Sergio Busquets jubelt über die Führung gegen Real Sociedad.
© Getty ImagesZoomansicht

Trainer Gerardo Martino vertraute wie in der Copa del Rey üblich auf Keeper Pinto statt Valdes, ansonsten durften sich jene Spieler versuchen, die auch gegen Valencia begonnen hatten. Real Sociedads Coach Jagoba Arrasate benannte mit Carlos Vela und Antoine Griezmann zwar zwei Stürmer, doch die Basken setzten vor nur 38.000 Zuschauern im Camp Nou auf Defensive. Die Katalanen ergriffen sofort die Initiative, ohne allerdings spielerischen Glanz zu versprühen. Chancen, in Führung zu gehen, gab es aber zuhauf. Doch Alexis Sanchez (12.) und Lionel Messi, der in der 39. Minute am Aluminium scheiterte, hatten ihr Visier noch nicht richtig justiert. Besser machte es da schon Sergio Busquets, der nach einer Ecke zum 1:0 traf (44.). Anschließend beschwerte sich San Sebastians Inigo Martinez aus welchen Gründen auch immer so vehement bei Schiedsrichter Gonzalez, dass dieser dem 22-Jährigen die Rote Karte zeigte.

In Unterzahl legte Real Sociedad noch mehr Wert auf die Defensive, Barça konnte die Dominanz zunächst aber nicht in Zählbares ummünzen. Dann halfen die Basken nach einer Stunde tatkräftig nach: Einen Pfostenknaller von Sanchez bugsierten Gorka Elustondo und Keeper Enaut Zubikarai ins eigene Netz. Die Entscheidung war damit endgültig gefallen. Barcelona investierte nicht mehr allzu viel und reist mit einem Zwei-Tore-Vorsprung zum Rückspiel am kommenden Mittwoch an die Biskaya.

Italien: Gervinhos Doppelpack bei römischem Auf und Ab

Gervinho
Roms Matchwinner Gervinho jubelt über sein 3:2-Siegtor gegen Neapel.
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In der Liga sind der AS Rom (2.) und der SSC Neapel (3.) die schärfsten Verfolger von Tabellenführer Juventus Turin. Im Pokal hat sich Juve allerdings schon verabschiedet, im Gegensatz zu der Roma und dem SSC, die im Halbfinale der Coppa Italia um einen Platz im Endspiel streiten. Die Entscheidung wird in Hin- und Rückspiel fallen, das erste Aufeinandertreffen fand am Mittwochabend in der "ewigen Stadt" statt - in strömendem Regen, der aber nicht so schlimm war wie am vergangenen Wochenende, als Roms Liga-Partie gegen Parma wegen Regens abgebrochen werden musste.

Den Spielern machte das kühle Nass vom Himmel nicht allzu viel aus, vor allem die Römer zeigten sich von Beginn an spielfreudig und gingen auch bald in Führung: Totti leitete bei einem Konter blitzschnell aus dem Mittelfeld nach rechts weiter auf Gervinho, der aus abseitsverdächtiger Position losspurtete, in den neapolitanischen Strafraum eindrang und dort Schlussmann Reina bezwang (13.). Etwas später erhöhte Strootman mit einem fulminanten Fernschuss in den rechten Winkel zum 2:0-Pausenstand (32.).

Alles sah nach einer einseitigen Angelegenheit aus, doch dann sprang dem SSC ein wenig das Glück zur Seite: Kurz nach Wiederanpfiff tauchte Higuain im römischen Sechzehner auf und zog aus spitzem Winkel von links ab. Der Ball wurde noch tückisch von Benatia abgefälscht und rutschte anschließend dem etwas verdutzten de Sanctis durch die Arme - 2:1 (47.). Danach nahm die Partie so richtig Fahrt auf. Die Roma kam immer wieder zu guten Konterchancen, ließ diese aber ungenutzt und wurde dafür bestraft. Der eingewechselte Mertens vollendete trocken aus 16 Metern zum 2:2 (70.). Beim Remis sollte es dennoch nicht bleiben, denn die Hausherren ließen kurz vor Schluss ihr Können noch einmal aufblitzen: Schnell und direkt kombinierte sich die Roma nach vorne, Gervinho kam im Strafraum ans Leder und tat das, was er am besten kann. Der Ivorer drosch das Leder ins Netz zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer (87.).

 
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