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25.01.2014, 22:43

England: Spanier wechselt von Chelsea nach Old Trafford

Deal perfekt: Nun hofft ManUnited auf den Mata-Effekt

Der Wechsel von Juan Mata zu Manchester United ist in trockenen Tüchern. Knapp 45 Millionen Euro (37,1 Millionen Pfund) lassen sich die Red Devils den Spanier kosten, der beim FC Chelsea unter José Mourinho zum Reservisten verkam. Mit dem neuen Rekord-Transfer hofft der Rekordmeister, den Weg aus der Krise zu finden und die bislang so missglückte Saison zu retten. kicker online beantwortet die wichtigsten Fragen zum Wechsel.

Juan Mata
Bei Chelsea zuletzt nur noch Bankdrücker, bei ManUnited der neue Hoffnungsträger: Juan Mata.
© imagoZoomansicht

"Wir haben Juan erlaubt, nach Manchester zu reisen und einen Medizincheck bei United zu absolvieren", erklärte Mourinho bei seiner Spieltags-PK am Freitag und bestätigte damit nur, was eigentlich schon jeder wusste: "Die Sache wird eher früher als später finalisiert werden."

Am gestrigen Freitagabend vermeldete United auf seiner Internetseite, Einigkeit mit Chelsea erzielt zu haben - für eine klubinterne Rekord-Ablösesumme. Ein Angebot des Rekordmeisters über kolportierte 45 Millionen Euro hatte Chelsea, das mit dem Ägypter Mohamed Salah bereits einen Mata-Ersatz verpflichtet hat, dem Vernehmen nach bereits am Mittwoch akzeptiert.

Der 25-Jährige soll in Manchester für viereinhalb Jahre unterschrieben haben. Mata war 2011 vom FC Valencia an die Stamford Bridge gewechselt und hatte dort auf Anhieb begeistert. Sowohl nach der Saison 2011/12 als auch nach der Spielzeit 2012/13 wurde er bei den Blues zum "Spieler des Jahres" gewählt. Vergangene Saison verbuchte der Welt- und Europameister, der mit Chelsea nach der Champions League auch die Europa League gewann, in der Liga elf Tore und 13 Assists, wettbewerbsübergreifend waren es sogar 20 und 27!

"Es ist ein guter Wechsel für Juan, ein guter für die Premier League, und das Angebot war das richtige."José Mourinho am Freitag

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Doch dann kam Mourinho zu Chelsea und der Kursverfall des Spaniers setzte ein. Der neue Trainer setzte Mata nur sporadisch ein, konnte sich für dessen Qualitäten nicht erwärmen. In der offensiven Mittelfeldreihe der Blues spielte der Offensivkünstler nur die zweite Geige. Dass Chelsea den 32-maligen spanischen Nationalspieler zu einem seiner (eigentlich) ärgsten Ligarivalen ziehen lassen würde, hätte man zu Saisonbeginn wohl kaum für möglich gehalten.

Die wichtigsten Fragen zum Transfer...

Hilft Mata Manchester United weiter?

Ohne Frage. Das Aus im Ligapokal-Halbfinale gegen Sunderland führte allen Mahnern, die vor einem Panik-Kauf warnen, erneut deutlich vor Augen, in welch trauriger Verfassung sich der Rekordmeister momentan befindet - die Vorstellung dürfte auch die letzten Zweifler im Verein vom Sinn eines hochkarätigen Januar-Transfers überzeugt haben. Bieder, ideenlos, einfach mittelmäßig präsentiert sich United unter David Moyes. Das kann nicht nur mit dem - gewiss schmerzhaften Ausfällen - von Robin van Persie und Wayne Rooney erklärt werden. Auch wenn er die akuten Problemzonen der Red Devils (defensives Mittelfeld, Linksverteidiger) nicht behebt, soll Mata dem United-Spiel wieder Kreativität einhauchen. Für die war zuletzt einzig der 18-jährige Adnan Januzaj zuständig. Auch das spricht Bände. Ein Spieler, der eine Partie auch mal herumreißen kann, ging United zuletzt völlig ab.

Juan Mata trifft im Old Trafford
Trifft im Old Trafford ab sofort nur noch für Manchester United: Juan Mata.
© picture alliance

Vom Mata-Transfer erhofft man sich einen ähnlichen Effekt wie den, den der Kauf von Mesut Özil dem FC Arsenal bescherte. Auch die Gunners hatten auf dessen Position keinen dringenden Bedarf - und stehen nun an der Spitze der Premier League. ManUnited würde diese Saison schon Platz vier reichen. Von Matas Verpflichtung soll zudem eine Signalwirkung für andere potenzielle Neuzugänge ausgehen. Zuletzt schien Old Trafford als Transferziel schließlich rapide an Attraktivität zu verlieren.

Wie wird Moyes mit Mata spielen lassen?

Eine spannende Frage. Die bevorzugte Position des Spaniers ist direkt hinter den Spitzen, ein Platz, der bei United eigentlich für Rooney reserviert ist. Auch Januzaj, dessen rasante Entwicklung man in Manchester sicher nicht bremsen will, und Shinji Kagawa können dort agieren. Gut möglich also, dass Mata zunächst wieder auf den Flügel ausweichen muss. United hätte mit der Verpflichtung des Spaniers aber auch einem möglichen Abgang Rooneys im Sommer vorgesorgt.

Shinji Kagawa
Will sich trotz Mata weiter durchbeißen in Manchester: Shinji Kagawa.
© imagoZoomansicht

Was wird aus Kagawa?

Klar ist, dass die Aktien des Japaners, dem der Durchbruch bei United bislang noch verwehrt blieb, nicht gerade steigen. "Im Moment bin ich mir sicher, dass Shinji bleiben wird", trat Kagawas Berater Thomas Kroth Wechselgerüchten zwar umgehend entgegen, doch die Spekulationen dürften nach Matas Ankunft vorerst nicht abreißen. Immer wieder wird Kagawa auch mit einer Rückkehr zu seinem Ex-Verein Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.

Was sagt die Konkurrenz?

Sie wundert sich. Allen voran Arsène Wenger. "Ich bin überrascht, weil Mata ein großartiger Spieler ist und sie ihn zu einem direkten Konkurrenten verkaufen", sagte der Arsenal-Coach am Donnerstag. Der Clou dabei: Chelsea hat im Gegensatz zu Arsenal und Manchester City schon zweimal gegen United gespielt. Die Titel-Konkurrenz muss sich nun mit einem um Mata verstärkten Rekordmeister auseinandersetzen. Unfair, findet Wenger. Zumal Mourinho nach dem 3:1 vergangenen Sonntag erklärt hatte, dass die Meisterschaft für die Red Devils damit abgehakt wäre und er hoffe, "dass sie nun alle anderen Top-Teams schlagen und noch Vierter werden". Der Mata-Wechsel als kurzfristiges Kalkül Mourinhos? Aussagen des Portugiesen am Freitag bestätigten diese Theorie mehr oder weniger unverblümt: "Er ist ein fantastischer Spieler. Anstelle für uns nicht viel zu spielen, könnte er so für uns denke ich immer noch wichtig sein."

25.01.14
 

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weitere Infos zu Mata

Vorname:Juan Manuel
Nachname:Mata
Nation: Spanien
Verein:Manchester United
Geboren am:28.04.1988

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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester City68:2653
 
2FC Arsenal45:2152
 
3FC Chelsea43:2050
 
4FC Liverpool57:2846
 
5Tottenham Hotspur30:3143
 
6FC Everton35:2442
 
7Manchester United38:2740
 
8Newcastle United32:2837
 
9FC Southampton31:2732
 
10Aston Villa26:3227
 
11Swansea City29:3324
 
12Norwich City18:3524
 
13Hull City22:2923
 
14Crystal Palace15:3123
 
15West Bromwich Albion27:3322
 
16Stoke City22:3722
 
17AFC Sunderland22:3621
 
18West Ham United22:3319
 
19FC Fulham22:5019
 
20Cardiff City17:4018
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