Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
20.01.2014, 22:57

22. Spieltag: Eto'o schießt ManUnited ab

Everton verpasst bei West Brom Sprung auf Rang vier

Es war einmal ein Spitzenspiel: Chelsea hat Manchester United am Sonntag die Grenzen aufgezeigt, Eto'o traf beim 3:1 dreimal für den effektiven Titelanwärter gegen den defensivschwachen Titelverteidiger. Weil am Samstag auch Arsenal und ManCity dreifach punkteten, setzt sich der spannende Dreikampf an der Spitze fort. Die Spurs schlossen mit einem 3:1 in Swansea zum Vierten Liverpool auf, der am Samstag patzte. Everton schlug daraus bei West Brom am Montag kein Kapital.

Romelu Lukaku
Neuer Haarschnitt, kein Tor: Romelu Lukaku (r. gegen Morisson) ging an alter Wirkungsstätte leer aus.
© picture allianceZoomansicht

Zum Abschluss des 22. Spieltags am Montagabend hätte der FC Everton (nur eine Niederlage aus den letzten 15 Pflichtspielen) mit einem Sieg bei West Bromwich Albion (nur ein Sieg aus den letzten zwölf Pflichtspielen) kurz vor dem Merseyside Derby am Lokalrivalen Liverpool vorbeiziehen und Rang vier erobern können. Im Mittelpunkt natürlich: Chelsea-Leihgabe Lukaku. 2012/13 hatte der wuchtige Mittelstürmer 17 Ligatore für West Brom erzielt, in dieser Saison schlug er schon neunmal für Everton zu. In den Hawthorns glänzte Lukaku (mit neuem Kurzhaarschnitt) kurz vor der Pause als Vorbereiter: In einer belgischen Co-Produktion legte er für Landsmann Mirallas auf, der zur Pausenführung einschoss, die in Ordnung ging.

Nach dem Wechsel drängte Everton dann jedoch nicht mit aller Macht auf den zweiten Treffer - und bekam dafür die Quittung. Lugano, der beim Gegentor nicht gut ausgesehen hatte, köpfte zum 1:1 ein (75.). Das erste Premier-League-Tor des Uruguayers, der seinem neuen Trainer Pepe Mel damit einen Punkt zum Einstand bescherte. Eine Entscheidung des Spaniers dürfte Folgen haben: Der Hauptsponsor der Baggies hatte angekündigt, sich zum Saisonende zurückzuziehen, sollte Anelka, dem nach seiner umstrittenen "Quenelle"-Geste weiterhin eine Sperre durch die FA droht, gegen Everton auflaufen. Der Franzose stand in der Startelf.

ManUnited startet stark - dann kommt Eto'o

Samuel Eto'o jubelt gegen Manchester United
Startelfplatz gerechtfertigt - dreifach: Samuel Eto'o schoss Manchester United ab.
© picture allianceZoomansicht

Dreikampf an der Spitze, der Meister unter ferner liefen: Der FC Chelsea hat am Sonntag die aktuellen Kräfteverhältnisse der Premier League eindrucksvoll untermauert. Mit 3:1 servierten effektive, aber keinesfalls glänzende Blues Manchester United an der Stamford Bridge ab und bleiben damit Arsenal und ManCity auf den Fersen. Die Red Devils, nun endgültig frei jeder Meistertitelhoffnung, verharren auf Platz sieben - und müssen mehr und mehr um die Champions-League-Qualifikation bangen.

Dabei hatten die Gäste, die erneut ohne ihre Topstars Rooney (Leiste) und van Persie (Oberschenkel) auskommen mussten, eindrucksvoll begonnen: Mit fast 80 Prozent Ballbesitz bestritten sie die Anfangsphase, in der Young eine erste gute Chance liegenließ (2.). Nur langsam fand Chelsea seinen Rhythmus, konnte sich an diesem Abend aber auf die Kaltschnäuzigkeit eines Mannes verlassen, den nicht viele in der Startelf erwartet hatten: Samuel Eto'o.

Der Kameruner stürmte überraschend anstelle von Torres vor der Dreierreihe Willian/Oscar/Hazard (Schürrle war nicht im Kader). Warum, das wurde schnell klar: In Minute 17 wackelte er am rechten Strafraumeck Jones aus und setzte seinen Schlenzer in den Winkel, weil Carrick optimal abfälschte. In der 45. Minute war er bei Cahills Querpass infolge einer Ecke zur Stelle, weil Vidic nicht auf seinem Posten war. Und in Minute 49, also kurz nachdem sich United auf eine Aufholjagd eingeschworen hatte, staubte er ab, nachdem de Gea einen Cahill-Kopfball nach einer weiteren Ecke zunächst glänzend pariert hatte.

Die Chelsea-Fans haben ihren Spaß, Vidic sieht Rot

Obwohl David Moyes eine physisch starke, eher defensive Elf ins Rennen geschickt hatte, lagen die Probleme ManUniteds einmal mehr hinten. Vorne hingegen hatten optisch überlegene Gäste durchaus Hochkaräter zu bieten, allen voran Welbeck, der aus kurzer Distanz an Cech scheiterte, dabei aber womöglich elfmeterreif von Azpilicueta gestört wurde (38.) - es wäre der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich gewesen.

Das Minutenprotokoll

Spätestens nach dem 3:0 war die Luft dann raus: Chelsea spielte seinen Stiefel runter (erst Joker Hernandez gelang noch das Ehrentor für die Statistik, 81.) José Mourinho schonte seine Stars (auch 25-Millionen-Euro-Winterneuzugang Matic kam), die Heimfans hatten ihren Spaß ("David Moyes, wir wollen, dass du bleibst"). Als dann Vidic in der Nachspielzeit auch noch eine harte Rote Karte für eine grobe Grätsche gegen Hazard im Mittelfeld kassierte, war Moyes endgültig bedient. Mit dem sechsten Pflichtsieg in Folge, dem 100. Dreier in der Premier League für Mourinho, rangiert Chelsea weiter zwei Punkte hinter Spitzenreiter Arsenal, einen hinter ManCity - und jetzt zwölf vor ManUnited.

Sechs Punkte vor United: Adebayor knipst für die Spurs

Die Konkurrenten der Red Devils heißen spätestens ab jetzt: Liverpool, Everton und Tottenham, das seine Ambitionen mit einem hochverdienten 3:0-Sieg in Swansea untermauerte und jetzt punktgleich mit Liverpool ist. Obwohl Soldado eine Verschnaufpause erhielt und die gastgebenden "Schwäne" in der ersten halben Stunde überlegen waren (Bony traf die Latte), fuhren die Spurs ihren achten Sieg im elften Auswärtsspiel ein. Matchwinner war Adebayor, der Tremmel zweimal überwand - einmal per Kopf (35.), einmal im Eins-gegen-Eins (71.).

Tabellenrechner Premier League

Black Cats mit Moral - Boruc steht Pate

Jay Rodriguez
Jay Rodriguez sorgte für die frühe Führung der Saints, die sich aber mit einem Remis zufrieden geben mussten.
© picture allianceZoomansicht

Southampton eröffnete den 22. Spieltag am Samstag um 13.45 Uhr beim Vorletzten Sunderland. Die technisch überlegenen Saints starteten stark: Rodriguez traf früh (4.), Lovren legte sehenswert per Volleyabnahme nach (31.). Die Black Cats kamen im ersten Durchgang nur einmal in Schlagdistanz - prompt verkürzte Borini (32.). Im zweiten Abschnitt wurde das Kellerkind stärker, Chancen hatte aber zunächst nur Southampton, ging wie im ersten Durchgang damit aber zu verschwenderisch um. Im Gegensatz zur effizienten Poyet-Elf: Johnson platzierte von halbrechts genau auf Gäste-Keeper Boruc, der unzureichend ablenkte - 2:2, der Endstand (71.).

Doppelpacker Cazorla hält Gunners in der Spur

Zeitgleich lieferten sich Tabellenführer Arsenal und Manchester City um 16 Uhr ein Fernduell um die Spitze: Die Gunners empfingen beim Stelldichein der ehemaligen Bundesliga-Profis den abstiegsgefährdeten Londoner Nachbarn Fulham, der mit Riether, Dejagah und Berbatov alte Bekannte in seinen Reihen hat. Wie erwartet drückte die Wenger-Elf, von Kapitän Mertesacker aufs Feld geführt, die Cottagers von Beginn an in die Abwehr. Die Gastgeber hatten bald eine erste Großchance durch Özil (5.), kombinierten in der Folge viel, spielten aber wenig zwingend. Fulham befreite sich Mitte des ersten Durchgangs zwischenzeitlich, Szczesny parierte Sidwells 20-Meter-Geschoss (27.). Auf der Gegenseite zeigte auch Stekelenburg sein Können, hielt seinen Kasten mit einem großartigen Reflex aus kurzer Distanz gegen Giroud vor der Pause sauber (38.).

Per Mertesacker und Santi Cazorla (v.)
Unterschiedliche Gefühlswelten: Arsenals Per Mertesacker und Torschütze Santi Cazorla (v.) jubeln, Steven Sidwell hadert.
© picture allianceZoomansicht

Die Wenger-Elf intensivierte ihre Offensivbemühungen nach Wiederbeginn, Gnabry scheiterte zweimal knapp (54., 56.). Dann krönte Cazorla das druckvollere Spiel der Hausherren nach Wilsheres Pass verdientermaßen mit der Führung (58.) und schnürte nur vier Minuten später per 20-Meter-Flachschuss den Doppelpack. Mit dem 2:0 war die Partie gelaufen, der fünfte Sieg der Londoner in Folge in trockenen Tüchern. Podolski kam in der Schlussphase zum Zug und zeigte mit engagiertem Einsatz, einem Pfostenschuss und weiteren gefährlichen Abschlüssen, dass wieder mit ihm zu rechnen ist.

Heimweste der Citizens bleibt blütenweiß

Zunächst ohne Aguero startete ManCity ins Heimspiel gegen Cardiff, Coach Manuel Pellegrini vertraute auf das Sturmduo Dzeko/Negredo. Kluge Entscheidung, Dzeko bugsierte Silvas Zuspiel knapp über die Linie - alle Zweifel an der Gültigkeit des Treffers beseitigte das "Goal Decision System" (14.). Die Citizens blieben am Drücker, wurden im Gefühl der klaren Überlegenheit aber leichtsinnig, was Noone gegen die fahrlässig verteidigenden Demichelis und Kompany zum schmeichelhaften Ausgleich nutzte (30.). Nur drei Minuten später reparierte Navas den Schaden und netzte zum 2:1-Pausenstand ein.

Die Solskjaer-Schützlinge agierten nach Wiederanpfiff mutiger, der Favorit konnte sich aber auf Keeper Hart verlassen und sorgte nach Doppelpass zwischen Joker Aguero und Yaya Touré durch den Ivorer für die Vor- und den Argentinier für die endgültige Entscheidung (77., 79.). Campbell betrieb Ergebniskosmetik, was nichts daran änderte, dass Manchester seine formidable Heimbilanz weiter ausbaute (11/0/0).

Puncheon sorgt für den Befreiungsschlag

Crystal Palace traf mit Coach Tony Pulis, seit November Trainer der Londoner, auf dessen langjährigen Ex-Klub Stoke City (2002 bis 2005 und 2006 bis 2013). Nach torlosem ersten Durchgang traf Crystals Puncheon, der noch am letzten Spieltag bei Tottenham einen Elfmeter kläglich versiebt hatte, gekonnt mit einem Schlenzer zum Sieg für den Aufsteiger (51.), der damit aus dem Keller klettert.

Hulls Neuzugang Jelavic traf bei seiner ersten Ballberührung für seinen neuen Verein in Norwich nur den Pfosten (2.), während sich auf der anderen Seite van Wolfswinkel der Führung annäherte (39.). Nach ereignisarmen zweiten 45 Minuten hatten die Canaries das glücklichere Ende für sich: Bennett sorgte für das 1:0 (87.) und Luft im Abstiegskampf.

West Ham stand gegen Newcastle zunächst auf verlorenem Posten. Das französische Duo Cabaye (16.) und Remy (32.) münzte die Überlegenheit der Magpies zum 2:0 um. Coles Anschlusstreffer, als Williamson kurz vor dem Kabinengang unglücklich abfälschte, gab den Hammers neue Hoffnung. Wieder Cole vergab den Ausgleich nach der Pause kläglich, Cabaye sicherte den Erfolg der Gäste mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit.

Reds kommen nach 0:2 noch zu einem Punkt

Am Abend waren an der Anfield Road die Blicke vor allem auf Liverpools Sturmduo gerichtet, das erstmals seit November wieder gemeinsam auf dem Platz stand: Suarez (22 Tore in 16 Spielen) und Sturridge (10 in 13 - ganz ohne Doppelpacks o.ä.) gehören trotz Fehlzeiten wegen Sperre bzw. Verletzung zu den Topschützen der Liga. Die Stunde der Angreifer sollte auch gegen Aston Villa schlagen, doch zunächst setzten die Gäste aus Birmingham die Akzente. Der Österreicher Weimann bugsierte das Leder aus nächster Distanz in die Maschen (25.), als Mignolet böse an einer Flanke vorbeisegelte, trudelte das Leder nach Bentekes Kopfball zum 2:0 über die Linie (36.). Villa schien schon auf dem Weg zum fünften Auswärtssieg - doch die Reds haben eben ein gefährliches Sturmduo. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Henderson einen Geistesblitz und leitete den Ball glänzend zu Sturridge weiter, der frei vor Villa-Keeper Guzan den Anschluss erzielte (45.+2). Daran, dass Liverpool zumindest noch einen Punkte holte, hatte Suarez großen Anteil: Im Strafraum legte er den Ball an Guzan vorbei und wurde dann von diesem leicht berührt. Anders als zuletzt vom Uruguayer beklagt, gab es in dieser Szene Elfmeter. Gerrard trat an und verwandelte sicher zum 2:2 (53.). Reichlich Zeit war im Anschluss noch, aber die Reds taten sich schwer, zu Chancen zu kommen, und verlieren im Kampf um einen Spitzenplatz so weiter an Boden.



 
Seite versenden
zum Thema

Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Arsenal43:1951
 
2Manchester City63:2550
 
3FC Chelsea43:2049
 
4FC Liverpool53:2843
 
5Tottenham Hotspur29:2643
 
6FC Everton35:2042
 
7Manchester United36:2737
 
8Newcastle United32:2836
 
9FC Southampton29:2531
 
10Aston Villa22:2924
 
11Hull City22:2823
 
12Norwich City18:3523
 
13West Bromwich Albion24:2922
 
14Stoke City22:3622
 
15Swansea City27:3321
 
16Crystal Palace14:3120
 
17FC Fulham22:4819
 
18West Ham United22:3318
 
19AFC Sunderland21:3618
 
20Cardiff City17:3818

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun