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29.12.2013, 19:01

19. Spieltag: Everton bleibt dran - Anelkas Eklat

Chelsea hängt Liverpool ab - Arsenal ohne Özil Erster

Das gab es zuletzt 2007: Arsenal geht als Premier-League-Spitzenreiter ins neue Jahr! Am Sonntag feierten die Gunners in Newcastle ohne Özil und Podolski einen 1:0-Arbeitssieg. Die ärgsten Verfolger heißen ManCity und Chelsea, das im hitzigen Topspiel Liverpool mit 2:1 bezwang. Die Reds, zu Weihnachten noch Erster, rutschten aus den Top Four, hatten aber wieder Referee-Pech. Dreier feierten auch ManUnited, Tottenham und der neue Vierte: Everton.

Ohne Özil und Podolski: Arsenal besteht in Newcastle

Olivier Giroud köpft das 1:0 für Arsenal
Aus dem Nichts: Olivier Giroud köpft in Newcastle das 1:0 für Arsenal.
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Arsenal hält sich an der Premier-League-Tabellenspitze. Bei den formstarken Magpies aus Newcastle (sieben Siege aus neun Spielen) bestanden die Gunners am Sonntagnachmittag auch ohne ihren erstmals fehlenden Spielmacher Özil (Schulterprobleme) - und trotz einer offensiv eher dürftigen Vorstellung. Letztlich brachte den Arbeitssieg eine einfache Freistoßflanke von Walcott, bei der Williamson Torschütze Giroud aus den Augen verlor, der einköpfte (65.).

Zuvor hatte Newcastle den Gästen, bei denen Rosicky für Özil auf der "Zehn" agierte und Podolski diesmal 90 Minuten auf der Bank blieb, lange das Leben schwer gemacht. Die Hausherren standen sehr gut organisiert und setzten in einem chancenarmen und wegen vieler Fouls immer wieder unterbrochenen Spiel die schmerzhafteren Nadelstiche: Sissoko scheiterte mit seinem Kracher an Szczesnys Fingerspitzen, Debuchy bei der folgenden Ecke an der Unterkante der Latte (45.+3).

Arsenal rannte sich immer wieder fest, Giroud hing meist in der Luft, über Außen kamen kaum Impulse. Und doch verließen die Londoner dank Girouds Köpfchen (sein erstes Tor nach exakt 499 Minuten) letztlich als Sieger den St. James' Park; nach der Führung hatten Mertesacker & Co. auch alles im Griff - fast! Szczesny schoss in der 81. Minute dem heranrauschenden Remy den Ball ins Gesicht und zitterte den Abpraller dann am Pfosten vorbei ins Toraus.

Lukaku beendet seine kleine Torlosserie

Im Dunstkreis der Topklubs hält sich weiterhin der FC Everton auf, gegen Southampton erarbeiteten sich die Toffees einen 2:1-Erfolg. Zunächst erzielte Abwehrspieler Coleman seinen schon fünften Saisontreffer, als er von rechts in den Strafraum zog und die Kugel in den linken Torwinkel schweißte (9.). Nach dem Ausgleich durch Ramirez (71.) traf Lukaku drei Minuten später zum Sieg - sein erstes Ligator nach fünf torlosen Auftritten, sein neuntes allerdings insgesamt.

Dank Hazard, Eto'o - und Webb: Chelsea distanziert Liverpool

Samuel Eto'o nach seinem Tor zum 2:1
Spiel gedreht! Chelsea-Stürmer Samuel Eto'o feiert seinen Treffer zum 2:1 gegen Liverpool.
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Der Kracher des Spieltags stieg allerdings erst später am Sonntagnachmittag, Chelsea empfing Liverpool zum Verfolgerduell. Die Partie an der Stamford Bridge war von Schiedsrichter Howard Webb kaum freigegeben worden, da jubelten auch schon die Gäste. Nach einer Freistoßflanke lenkte Ivanovic den Ball im Zweikampf mit Suarez, der ihn beim letzten Aufeinandertreffen in den Arm gebissen hatte und daraufhin gesperrt worden war, mit der Hüfte unglücklich weiter. Skrtel stand goldrichtig und staubte zur Reds-Führung ab (3.).

In der Folge waren die Rodgers-Schützlinge aber zu passiv. Chelsea machte Druck, vor allem die offensive Dreierreihe mit Hazard, Oscar und Willian - Schürrle saß zunächst auf der Bank - wirbelte nach allen Regeln der Kunst und war nicht zufällig auch für den Ausgleich verantwortlich: Über Hazard und Willian lief das Leder aus der eigenen Hälfte heraus zu Oscar, dessen Passversuch nach rechts am gegnerischen Strafraum abgeblockt wurde - aber nur zu Hazard der wunderschön direkt aus 18 Metern zum 1:1 traf (17.). Die insgesamt überlegenen Blues legten noch vor der Pause nach und durften sich zudem noch über ein Stürmertor freuen: Oscar brachte den Ball flach vor das Tor, wo Eto'o gegen Skrtel den richtigen Riecher bewies und die Kugel mit dem langen linken Bein zum 2:1 über die Linie bugsierte (34.).

Nach der Pause wurde Liverpool zunächst aktiver. Sakho mit einem Kopfball an die Latte (52.) und Henderson mit einer Direktabnahme (58.) hatten den Ausgleich vor Augen, gleich zweimal forderte Suarez nachvollziehbar Elfmeter (64., 82.). Doch auch die Blues waren in einer weiterhin temporeichen Partie nicht chancenlos: Der aus Abseitsposition gestartete Eto'o scheiterte an Mignolet (54.), Oscar verzog knapp (70.). So ging es mit der knappen Chelsea-Führung in die Schlussphase, in der Reds-Trainer Brendan Rodgers Rechtsverteidiger Johnson für Angreifer Iago Aspas opferte. Doch die Reds, bei denen Allen und kurz vor Schluss auch Sakho verletzt runter mussten, kamen zu keinen weiteren Möglichkeiten und rutschen mit der zweiten 1:2-Pleite in vier Tagen vom ersten auf den fünften Platz ab - wie bei ManCity gab es allerdings Grund, sich benachteiligt zu fühlen. Chelsea hingegen bleibt in Schlagdistanz zu Arsenal und ManCity.

Sherwood jubelt: Spurs bleiben an den Top Four dran

Einen Pflichtsieg indes feierte Tottenham Hotspur - es war der erste für Tim Sherwood, seit er als Cheftrainer der Spurs firmiert: Gegen Stoke gelang den Nordlondonern ein ungefährdetes und hochverdientes 3:0. Während Holtby nicht im Kader stand, brachten Soldado (Handelfmeter, 36.), Dembelé (65.) und Lennon (69.) den Dreier unter Dach und Fach. Tottenham, zuletzt nur 1:1 gegen West Brom, hält damit Anschluss an die Top Four.

Manchester City: Hart erkämpfter Sieg dank Dzeko

Daniel Gabbidon gegen Edin Dzeko
ManCitys Dzeko zieht vor Crystals Daniel Gabbidon ab und erzielt das 1:0.
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Ein ziemliches Spektakel boten West Ham United und Bromwich Albion zum Auftakt des 19. Spieltags am frühen Samstagnachmittag. Nach 90 kurzweiligen Minuten trennten sich die Kontrahenten mit einem 3:3, was beide Teams in der Tabelle aber nicht entscheidend weiterbringt. Im Mittelpunkt stand Nicolas Anelka. Der Franzose erzielte zwei Tore für West Brom und hat nun in der Premier League 125 Tore für sechs verschiedene Vereine erzielt. Zum Sieg reichte es aber dennoch nicht. West Ham wird somit auf einem Abstiegsplatz ins neue Jahr gehen, auch für West Brom wurden die Sorgen nicht kleiner.

Im Nachhinein sorgte Anelka für viel Wirbel, und zwar wegen seines Quenelle-Grußes, mit dem er seinen ersten Treffer bejubelt hatte und der in Frankreich mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird. Frankreichs Sportministerin Valérie Fourneyron bezeichnete die Aktion per Twitter als "schockierende Provokation". Anelka war nach Spielende um Schlichtung bemüht, und erklärte ebenfalls über den Kurznachrichtendienst, dass seine Geste lediglich dem französischen Komiker Dieudonne gewidmet sei. Dieser Komiker, ein in Frankreich bekannter Holocaust-Leugner, hatte die Geste bekannt gemacht hat wurde in seinem Heimatland bereits mehrfach zu Geldstrafen verurteilt. West Bromwichs Interimstrainer Keith Downing blieb von alle dem unbeeindruckt und bezeichnete Spekulationen über einen antisemitischen Hintergrund der Aktion als "Müll". Die FA kündigte allerdings Ermittlungen an.

Dank Dzeko: ManCity legt vor

Im Rennen um die Tabellenspitze legte Manchester City am frühen Samstagabend gegenüber den Konkurrenten aus London und Liverpool vor. Die Citizens kamen dank eines Treffers des ehemaligen Wolfsburgers Edin Dzeko zu einem hart erkämpften 1:0-Sieg über Crystal Palace. Für das Team von Trainer Manuel Pellegrini war es im zehnten Heimspiel der Saison der zehnte Sieg.

ManCity übernahm von Anpfiff weg die Initiative. Der Favorit hatte mehr vom Spiel und auch mehr Ballbesitz, am Ende lag die Quote bei rund 75 Prozent. Und trotz aller Feldüberlegenheit taten sich die Citizens im Angriff sehr schwer. So dauerte es bis zur 66. Minute, ehe Dzeko nach einer Vorlage von Jesus Navas zum Sieg für den Meister von 2012 traf. Auf der anderen Seite musste Joe Hart, der unter der Woche noch ein Lob von Pellegrini einheimste, nur selten eingreifen. Dennoch trug der englische Nationalkeeper einen Cut am Auge als Andenken aus der Partie davon.

ManUnited auf Kurs - Hull im Torrausch

Seinen Aufwärtstrend fort setzte Manchester United mit dem 1:0-Erfolg bei Norwich City. Durch den vierten Liga-Sieg in Folge bleiben die Red Devils an den internationalen Startplätzen dran. Trainer David Moyes musste bei den Kanarienvögeln neben den eh schon verletzten Spielern auch noch auf Wayne Rooney verzichten, der englische Nationalstürmer musste wegen Leistenproblemen passen.

Dennoch saß Rooneys Nationalelfkollege Danny Welbeck zunächst auf der Bank. Was sich auch negativ bemerkbar machte, denn im Angriff lief bei ManUnited in Durchgang eins nur wenig zusammen. Erst nach der Pause durfte Welbeck ran und rechtfertigte seine Einwechslung mit dem Siegtor in der 57. Minute.

In zwei weiteren Partien überrollte Hull City den FC Fulham gleich mit 6:0, die Tabellennachbarn Aston Villa und Swansea City trennten sich mit einem 1:1.

Sunderland rettet einen Punkt - Borini in die Klinik

In Cardiff zog man vor der Partie gegen Sunderland die Notbremse, schickte Coach Malky Mackay in die Wüste. Die Zustimmung der Fans traf das nicht, am Samstag wurde der Ex-Coach von den Zuschauern gefeiert. Sportlich sah es für die Waliser zunächst gut aus, Mutch sorgte schon in der 6. Minute für die Führung, die Campbell nach knapp einer Stunde zum 2:0 ausbaute. Cardiff City stand knapp vor dem fünften Saisonsieg, das glückliche Händchen von Gästetrainer Gustavo Poyet machte aber einen Strich durch diese Rechnung: Als Cardiff in der Schlussphase immer mehr unter Druck geriet, trafen die eingewechselten Fletcher und Colback für den Tabellenletzten zum 2:2. Fletcher bugsierte eine Flanke von links mit letzten Einsatz ins Netz (83.), Colbacks 14-Meter-Schuss schlug zwölf Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Nachspielzeit abgefälscht links oben im Netz ein. Sunderlands Borini, der schon krank ins Spiel gegangen war, konnte in der Halbzeit nicht weitermachen, sondern wurde wegen starker Beschwerden ins Krankenhaus gebracht. Noch am gleichen Abend konnte der 22-Jährige die Klinik aber wieder verlassen. "Zum Glück ist es nichts Ernstes", erklärte Trainer Poyet, der aber auch zugab: "Wir waren wirklich, wirklich besorgt."

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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Arsenal37:1842
 
2Manchester City54:2141
 
3FC Chelsea35:1940
 
4FC Everton31:1837
 
5FC Liverpool44:2336
 
6Manchester United32:2234
 
7Tottenham Hotspur22:2434
 
8Newcastle United29:2433
 
9FC Southampton26:2027
 
10Hull City22:2323
 
11Swansea City24:2521
 
12Stoke City18:2921
 
13Aston Villa18:2520
 
14Norwich City16:3219
 
15West Bromwich Albion22:2718
 
16Cardiff City15:3018
 
17Crystal Palace12:2816
 
18FC Fulham19:4116
 
19West Ham United18:2815
 
20AFC Sunderland15:3214