Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
26.12.2013, 20:22

18. Spieltag: Torfestival zwischen Hull und ManUnited

Podolski mit tollem Comeback - ManCity auch!

Der Boxing Day in England hielt aus deutscher Sicht ein ganz besonderes Präsent parat. Lukas Podolski gab am 18. Premier-League-Spieltag nicht nur sein Comeback, sondern er war nach seiner Einwechslung auch maßgeblich am Erfolg von Arsenal in West Ham beteiligt. Chelsea siegte knapp gegen Swansea. Deutlich mehr Spektakel lieferte am frühen Nachmittag Manchester United, das bei Hull City einen 0:2-Rückstand drehte. Das Topspiel am Abend zwischen ManCity und Liverpool hatte dann ebenfalls ein Comeback zu bieten.

James Chester und Wayne Rooney
Die Entscheidung: Hulls James Chester köpft ins eigene Tor.
© picture allianceZoomansicht

Los ging's am Donnerstagnachmittag mit einem Rooney in Topform. Der Stürmer verhalf Manchester United mit einem Jubiläums-Tor und einer Vorlage zum fünften Pflichtspielsieg in Folge. Dabei lieferte Hull City einen aufopferungsvollen Kampf und musste eine frühe 2:0-Führung am Ende etwas unglücklich aus der Hand geben. Die Tigers waren am Nachmittag zunächst hungriger und verpassten den Gästen eine eiskalte Dusche. Nach einer Ecke stimmte in der Defensive der Red Devils eigentlich gar nichts. Erst verlor Evra das Kopfballduell gegen Bruce, dann hämmerte Chester das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen. Von Keeper de Gea war nichts zu sehen. Das Team von David Moyes kam kaum dazu, sich zu schütteln, da stand es schon 0:2. Dabei reihten sich gleich mehrere individuelle Fehler aneinander. Letztlich schoss Meyler aus rund sechs Metern aufs Tor. Evans fälschte entscheidend ab und de Gea war ohne Chance.

Jetzt endlich erwachte der Riese aus Manchester. Einen Freistoß von Rooney köpfte Smalling platziert zum 1:2 ins Tor. Nun waren die Gäste am Drücker. Keeper McGregor konnte einen schönen Schuss von Cleverly zwar noch parieren, dann war er aber machtlos. Rooney nahm per Volleyschuss aus 20 Metern Maß und erzielte seinen 150. Premier-League-Treffer für Manchester United (165.Tor insgesamt). Mehr Tore für einen Verein in der englischen Liga gelangen übrigens nur dem Franzosen Thierry Henry mit 174 Treffern während seiner Zeit beim FC Arsenal. In dem ganzen Trubel ging fast unter, dass der angeschlagene Rafael da Silva von Januzaj ersetzt werden musste. Schon vor dem Spiel wurde der Ausfall von Phil Jones bekanntgegeben. Zudem hatte sich McGregor in einem Zweikampf mit Young verletzt, wurde in der Pause von Harper ersetzt.

Nach dem Wechsel lieferten sich beide Teams weiterhin ein Duell auf Augenhöhe - allerdings hatte Hull die besseren Chancen. Ein Kopfball von Bruce landete nur am Lattenkreuz. Auf der anderen Seite fiel dann die Entscheidung. Eine Hereingabe von Young "klärte" Chester vor Rooney diesmal ins eigene Tor (66.) zur endgültigen Wende: 2:3. Hull drängte in der Schlussphase zwar nochmals auf den Ausgleich, blieb aber ohne Glück im Abschluss. Die Hektik wurde Valencia noch zum Verhängnis, der Ecuadorianer sah die Ampelkarte.

Podolski gibt ein bärenstarkes Comeback

Nach vier Pflichtspielen ohne Sieg hat Arsenal seine Krise bei West Ham durch einen 3:1-Sieg beendet. Wesentlich daran beteiligt war Podolski, der sich nach langer Verletzungspause mit einer Vorlage und einem Tor zurückmeldete. Sonderlich viel Respekt zeigten die Hammers in den Anfangsminuten zunächst aber nicht. Ein Freistoß von Noble wurde zur sicheren Beute von Keeper Szczesny. Das Team von Arsene Wenger, der Podolski zunächst auf die Bank setzte, tat sich am gegnerischen Strafraum schwer. Erst nach einer Ecke kam Santi Cazorla aus 16 Metern (!) per Kopf zu einer guten Chance, Adrian wehrte ab. Aber Arsenal gab nun mehr und mehr den Ton an, dabei zielte Walcott aus spitzem Winkel neben das Tor. Nicht viel besser machte es Giroud, der aus guter Position ebenfalls verzog. Nach einer schönen Aktion von Özil kam der Franzose einen Schritt zu spät. Die Gunners waren jetzt drückend überlegen, hatten annähernd 70 Prozent Ballbesitz, aber im Abschluss fehlte einfach die Genauigkeit, auch Artetas Schuss aus 18 Metern zischte knapp am Pfosten vorbei. Die Hammers hatten zwar einige gefährliche Freistoßvarianten eingeübt, blieben ansonsten aber zu passiv.

Lukas Podolski
Rückmeldung: Lukas Podolski erzielt das entscheidende Tor zum 3:1.
© picture allianceZoomansicht

Nach dem Wechsel wurde Arsenal kalt erwischt. Einen Schuss von Nolan bekam Szczesny nicht zu fassen und Carlton Cole staubte zur überraschenden Führung ab. Jetzt war Pfeffer drin, vor allem weil West Ham nun mitkickte und beste Chancen hatte. O'Brien köpfte aus kurzer Distanz nur knapp daneben. Carlton Cole fehlte wenig später auch nur ein Meter gegen den bereits geschlagenen Szczesny. Özil hatte die beste Chance für die Gunners, scheiterte aber mit seinem schwachen Abschluss an Keeper Adrian. In der 65. Minute gab schließlich Podolski nach langer Verletzungspause sein Comeback. Doch den Ausgleich erzielte Walcott unter freundlicher Mithilfe gleich mehrerer Gegenspieler inklusive Torwart. Beim 2:1 war der deutsche Nationalspieler dann aber mit einer Vorlage beteiligt, während Walcott per Kopf seinen zweiten Treffer erzielte. Podolski war es auch, der kurz darauf das 3:1 auf dem Fuß hatte, aber an Adrian scheiterte. Egal, Podolski wirbelte die Defensive der Hammers gehörig durcheinander und krönte sein tolles Comeback mit dem 3:1. Aus 18 Metern erzielte er mit einem satten Linksschuss ins lange Eck ein "typisches" Podolski-Tor (79.).

Hazard hält Chelsea auf Kurs

Verfolger Chelsea blieb durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Swansea in Schlagdistanz. Hazard erzielte nach Pass von Cole mit einem Schuss von der linken Strafraumgrenze das 1:0 für die Blues. Es blieb bis zum Schluss spannend, weil Chelsea aus einem dominanten Auftritt keine Tore mehr machte. Eto'o scheiterte zwei Mal an Keeper Tremmel.

Newcastle pirscht sich weiter ran

Der Höhenflug von Everton fand gegen Sunderland ein Ende. Sung-Yong Ki erzielte per Foulelfmeter den Treffer des Tages. Keeper Howard hatte den Südkoreaner gefoult und dafür die Rote Karte gesehen (23.). Southamptons furioser Saisonauftakt geriet nach zuletzt sechs Spielen in Folge ohne Sieg etwas ins Wanken. Da kam Cardiff gerade recht. Ein Doppelpack von Rodriguez (14., 20.) brachte Southampton früh mit 2:0 in Front. Als Lambert in der 27. Minute auf 3:0 erhöhte, war die Partie schon gelaufen. Ordentlich was los war auch im St. James Park. Assaidi schoss Stoke bei Newcastle zunächst in Führung, dann lief bis zur Pause alles gegen die Gäste. Erst sah Whelan die zweite Gelbe Karte, wenig später handelte sich Wilson den Roten Karton ein. Dann parierte Stokes Keeper Sörensen zwar einen Elfer von Remy, doch in der Folge patzte Shawcross und der Franzose kam doch noch zu seinem Treffer: 1:1. Nun war nur es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Blatt endgültig wendete. Gouffran (48.) und wieder Remy (56.) sorgten schnell für klare Verhältnisse: 3:1. Cabaye (66.) und Cissé per Elfmeter sorgten gegen das dezimierte Stoke für ein standesgemäßes 5:1. Damit ist das Team von Alan Pardew die Mannschaft der Stunde, wurden von den letzten neun Partien in der Liga doch sieben gewonnen.

ManCity bleibt zu Hause eine Macht

ManCitys Vincent Kompany (2.v.re.) erzielt das 1:1
Ausgleich: ManCitys Vincent Kompany (2.v.re.) erzielt das 1:1.
© picture allianceZoomansicht

Durch die Siege von Arsenal und Chelsea standen Manchester City und Liverpool im Topspiel noch stärker unter Druck. Vor allem die Reds drohte der tiefe Sturz von Platz eins auf Rang vier. Das sollte tunlichst vermieden werden, allerdings war das leichter gesagt, als getan, denn immerhin hatten die Citizens zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen - bei einer Tordifferenz von 35:5. Die Hoffnungen der Reds lagen dabei auf den Schultern von Starangreifer Luis Suarez, der alleine im Dezember schon zehnmal eingenetzt hatte und nun auf eine Defensive traf, die in den sechs Spielen nicht ohne Gegentreffer geblieben war.

So war es dann auch am gegen Liverpool, wenngleich nicht Suarez, sondern Coutinho die Gäste nach 24 Minuten per Abstauber in Führung brachte. Die Freude über den Treffer währte jedoch nicht allzu lange, denn die "Himmelblauen" bewiesen Moral, zeigten ihre Comeback-Qualitäten und antworteten rasch: Im Anschluss an eine Ecke traf Kompany per Kopf zum 1:1 (31.). Das war der Auftakt zu einer wechselhaften Phase, in der beide Teams zu vielversprechenden Abschlüssen kamen, das Tor aber nicht machten - Navas (33.) und Negredo (43.) vergaben für die Citizens, während Coutinho auf der Gegenseite kein Glück hatte (40.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurden die Liverpooler dann allerdings auf dem falschen Fuß erwischt: Die Reds fühlten sich scheinbar schon in der Halbzeit, konterten die Hausherren mustergültig und Negredo vollendete aus 16 Metern trocken zum 2:1 (45.+1). Nach dem Seitenwechsel spielte ManCity seine individuelle Klasse aus, agierte routiniert und hatte zudem das nötige Quäntchen Glück (Johnson, 70.; Sterling, 73.). Am Ende stand ein 2:1-Sieg, der den Citizens Platz zwei in der Tabelle bescherte.

Tabellenrechner Barclays Premier League
 
Seite versenden
zum Thema

Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Arsenal36:1839
 
2Manchester City53:2138
 
3FC Chelsea33:1837
 
4FC Liverpool43:2136
 
5FC Everton29:1734
 
6Newcastle United29:2333
 
7Manchester United31:2231
 
8Tottenham Hotspur19:2431
 
9FC Southampton25:1827
 
10Stoke City18:2621
 
11Swansea City23:2420
 
12Hull City16:2320
 
13Aston Villa17:2419
 
14Norwich City16:3119
 
15West Bromwich Albion19:2417
 
16Cardiff City13:2817
 
17Crystal Palace12:2716
 
18FC Fulham19:3516
 
19West Ham United15:2514
 
20AFC Sunderland13:3013

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun