Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

16.08.2013, 09:30

Trochowski und Marin wollen in Sevilla durchstarten

Exodus im Schatten der Giganten

Real Madrid? FC Barcelona? Oder etwa doch die Sensation? Im Land des Welt- und Europameisters steht die neue Saison vor der Tür und kaum jemand zweifelt daran, dass es wieder einen Zweikampf zwischen Real und Barça um die Meisterschaft geben wird. Eine wichtige Frage lautet aber: Wie klappt's bei den beiden Giganten mit den neuen Trainern?

Cristiano Ronaldo
Er könnte zum bestbezahlten Profi Spaniens aufsteigen: Cristiano Ronaldo.
© Getty ImagesZoomansicht

2004 war die Welt noch in Ordnung, jedenfalls aus Sicht von Valencia. Damals waren die Fledermäuse Meister geworden, doch seitdem hat sich viel verändert. Real Madrid und der FC Barcelona investierten Unsummen in ihre Mannschaften und schufen so eine Zweiklassengesellschaft. Seit 2005 wurden nur Barça oder Real Meister. Viel spricht dafür, dass sich das auch in der kommenden Saison nicht ändern wird. Das liegt vor allem an den finanziellen Unterschieden. Durch die Einzelvermarktung der Fernsehrechte kassieren Barcelona und Real jeweils rund 140 Millionen, Atletico Madrid und der FC Valencia bekommen 100 Millionen Euro weniger. Allein die Sommertransfers sprechen eine deutliche Sprache. Real und Barcelona investierten bislang 130 Millionen Euro - die restlichen 18 Klubs kratzen noch an der 100-Millionen-Marke.

- Anzeige -

Illarramendi, Isco - und auch Bale?

Real holte mit Illarramendi (San Sebastian) und Isco (Malaga) zwei hochbegabte Mittelfeldspieler und will zudem noch Gareth Bale von Tottenham Hotspur loseisen - unfassbare 100 Millionen Euro stehen dabei im Raum! Ob es am Ende wirklich ein dreistelliger Millionenbetrag wird, bleibt abzuwarten, der Poker läuft noch. Und bei den Königlichen hat man sich - wie jedes Jahr - viel vorgenommen. "Ich habe in drei Jahren bei Real Madrid drei Titel geholt, und diese Quote möchte ich beibehalten, eher noch verbessern", sagt Mesut Özil (24), der wie sein Nationalmannschaftskollege Sami Khedira in seine vierte Saison bei Real geht.

Allerdings ist er nun nicht mehr José Mourinho unterstellt. Bekanntlich wechselte der in Madrid umstrittene Portugiese zum FC Chelsea und wurde von Carlo Ancelotti beerbt. Für den 54-jährigen Italiener, der 2003 und 2007 mit dem AC Mailand die Champions League gewonnen hat, überwies Real geschätzt 4,5 Millionen Ablöse an Paris St. Germain. Insgesamt blickt man bei den Königlichen optimistisch in die Zukunft. "Wir haben einen neuen Trainer, einige neue Spieler - das Zusammenspiel hat aber bisher sehr gut funktioniert", betonte Özil. Und auch Superstar Cristiano Ronaldo, der zurzeit auf eine Vertragsverlängerung wartet, die ihm schätzungsweise 17 Millionen Euro netto Jahresgehalt einbringen dürfte, lobt Ancelotti: "Ich mag, wie er arbeitet. Er ist ein großartiger Trainer", sagte der Portugiese. Zu Mourinho, mit dem er im Clinch lag, will er sich nicht mehr äußern: "Über diese Person werde ich nichts mehr sagen, das ist es nicht wert!" Die Tatsache, dass Mourinho weg ist, könnte bei Real zu einer "königlichen" Leistungssteigerung führen.

Barça verstärkt die Offensive und schiebt die Defensive auf die lange Bank

Lionel Messi und Neymar (re.)
Barças neues Superduo: Lionel Messi und Neymar (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Einen neuen Übungsleiter hat auch der FC Barcelona! Nach fünf Jahren unter den Eigengewächsen Pep Guardiola und Tito Vilanova übernahm mit Gerardo Martino ein Coach das Ruder, der sein Handwerk nicht bei der Blaugrana gelernt hat. "Tata" ist in Europa ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, allerdings hat er in Lionel Messi einen großen Fürsprecher. "Martino ist ein großartiger Trainer", so der der 26-Jährige, der prominente Unterstützung im Sturm erhalten hat.

Die Katalanen angelten sich Brasiliens Superstar Neymar. Gemeinsam mit Messi soll es der 57-Millionen-Mann nun richten. Offensiv hat der Titelverteidiger also geklotzt und nicht gekleckert, defensiv sieht die Sache aber anders aus. Barça scheint den längst benötigten international erfahrenen Verteidiger auf die lange Bank zu schieben. So wurden für Chelseas David Luiz und Liverpools Daniel Agger nur halbherzige Angebote unterbreitet. Sportdirektor Andoni Zubizarreta glaubt offenbar, die Konkurrenz mit den wenig überzeugenden Ersatz-Lösungen Marc Bartra und Javier Mascherano in Schach halten zu können.

Exodus: Aderlass beim Rest der Liga

Und was macht der Rest der Liga? Sämtliche Klubs der Ränge drei bis zehn mussten ihre Stars verkaufen: Atleticos Falcao ging nach Monaco, San Sebastian verlor Illarramendi und Malaga Isco an Real, Valencia musste Soldado zu Tottenham ziehen lassen, während der FC Sevilla mit Negredo und Jesus Navas gleich zwei Leistungsträger in Richtung Manchester City abwandern sah. Spaniens Fußball ist finanziell eben nicht auf Rosen gebettet. Und dennoch waren alle Mannschaften auf der Suche nach Verstärkungen, musste dabei aber nach "Schnäppchen" Ausschau halten. Die einen hatten dabei mehr, die anderen weniger Erfolg. Atletico Madrid holte den in Barcelona nicht mehr erwünschten David Villa und den hochbegabten Leonardo Baptistao, Valencias neuer Trainer Miroslav Djukic erhielt den international erfahrenen Helder Postiga für den Sturm, während Benat and Kike Sola in Bilbao anheuerten.

Trochowski und Marin wollen in Sevilla durchstarten

Marko Marin
Will in Sevilla zu alter Stärke zurückfinden: Marko Marin.
© Getty ImagesZoomansicht

Auch wenn die Meisterschaft für diese Klubs utopisch erscheint, so geht es dennoch um die Europapokalplätze - insbesondere um die finanziell lukrative Champions League. Neben Valencia, Atletico Madrid, Athletic Bilbao und Real Sociedad San Sebastian könnte auch der FC Sevilla dabei ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Die Andalusier bauen dabei auf geballte Bundesligaerfahrung: Piotr Trochowski, Marko Marin und Ivan Rakitic stehen bei den Sevillanern unter Vertrag.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Trochowski (35 Länderspiele), der nach elfmonatiger Verletzungspause in Sevilla wieder durchstarten will, schätzt die spanische Liga übrigens weiterhin qualitativ stärker ein als die Bundesliga. "Natürlich war Bayern zuletzt die Mannschaft Europas. Insgesamt sehe ich La Liga aber weiter etwas stärker", sagte der 29-Jährige und erklärte gleich, warum er dieser Meinung ist: "Wegen der technischen Stärke vieler Spieler kleiner Klubs." Dass aber auch die Bundesliga technisch begnadete Profis hervorbringen kann, beweist nicht zuletzt Marin, der im Sommer aus London nach Sevilla gewechselt ist und dort seiner etwas ins Stocken geratenen Karriere neuen Schub verleihen möchte.

Marin und Trochowski sind nicht die einzigen deutschen Profis, die unter der spanischen Sonne ihre Brötchen verdienen. Neben den beiden Real-Stars Özil und Khedira finden sich auch Christian Lell (Levante), Patrick Ebert (Real Valladolid) und Markus Steinhöfer (Betis Sevilla) neben zahlreichen weiteren ehemaligen Bundesligaspielern in dieser Liste wieder.

Diese Ex-Bundesliga-Profis kicken in Spaniens Primera División
Özil, Marin & Co. fordern Messi in "La Liga"
Lionel Messi, Neymar und Cristiano Ronaldo (v.li.)
Toptrio

Lionel Messi, Neymar und Cristiano Ronaldo (v.li.) sind die Topstars in der spanischen ersten Liga, wo das Trio auch auf zahlreiche ehemalige Bundesliga-Spieler treffen wird. Neben Mesut Özil und Sami Khedira tauchen dabei auch schon fast vergessene Namen auf.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
16.08.13
 

- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

Liga BBVA - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1 FC Barcelona7:03
 
2 Rayo Vallecano3:03
 
3 Atletico Madrid3:13
 
4 Real Sociedad San Sebastian2:03
 
5 FC Villarreal3:23
 
6 Athletic Bilbao2:13
 
  FC Granada2:13
 
  Real Madrid2:13
 
9 FC Valencia1:03
 
10 Espanyol Barcelona2:21
 
  Celta Vigo2:21
 
12 UD Almeria2:30
 
13 CA Osasuna1:20
 
  Real Betis Sevilla1:20
 
  Real Valladolid1:20
 
16 FC Malaga0:10
 
17 FC Sevilla1:30
 
18 FC Getafe0:20
 
19 FC Elche0:30
 
20 UD Levante0:70
- Anzeige -

- Anzeige -