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10.06.2013, 16:50

Chelsea: Rückkehr wünscht sich Stabilität

Aus "Special One" wird "Happy One": Mourinho ist zurück

"Ich bin immer noch der gleiche - nur anders": Am Montag hat sich José Mourinho als alter, neuer Trainer des FC Chelsea vorgestellt. Vor zahlreichen Medienvertretern taufte er sich von "The Special One" in "The Happy One" um und versprach etwas, was sowohl ihm als auch dem Klub von der Stamford Bridge abgeht: Stabilität. Mindestens vier Jahre will er bleiben.

José Mourinho am Montag bei seiner Vorstellung beim FC Chelsea
Der Kreis hat sich geschlossen: José Mourinho stellte sich am Montag zum zweiten Mal als neuer Chelsea-Trainer vor.
© picture allianceZoomansicht

Es war 2004, als José Mourinho erstmals die Bühne Premier League betrat. Damals präsentierte er sich als neuer Chelsea-Coach mit markigen Worten, bezeichnete sich als "Top-Trainer" und etwas ganz besonderes - er strotzte nur so vor Selbstvertrauen. Nun, neun Jahre später, ist der Portugiese zurück, gereifter, ruhiger, zufriedener, das zumindest behauptete er bei seiner Vorstellung am Montag in London.

"Ich bin 'The Happy One'", sagte er diesmal. "Ich bin immer noch der gleiche mit dem gleichen Herz, den gleichen Emotionen. Aber natürlich bin ich ein anderer Mensch: Wenn ich mich selbst beschreiben müsste, würde ich sagen, ich bin ein sehr glücklicher Mensch. Es ist das erste Mal, dass ich zu einem Klub komme, in dem ich bereits geliebt werde."

Ich dachte, dass ich alles weiß. Dann aber wird einem klar, dass man weiter jeden Tag dazulernen muss.José Mourinho

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Die Erfahrungen bei Inter Mailand und Real Madrid hätten ihn geprägt: "Vorher dachte ich, dass ich alles weiß. Dann aber wird einem klar, dass man weiter jeden Tag dazulernen muss." Jetzt sei er bereit für eine langfristige Ära an der Stamford Bridge ("Vorher war ich das nicht, um ehrlich zu sein") - geprägt von neuer Stabilität. Er habe einen Vierjahresvertrag unterschrieben, den er auch zu erfüllen gedenkt. Und wenn der Verein danach an ihm festhalten wolle, "wäre ich glücklich".

Im 50-minütigen Pressegespräch gab sich Mourinho gereift, behauptete trotz aller Querelen in Madrid sogar, ruhiger geworden zu sein. Auf Kampfansagen verzichtete er, nachtreten in Richtung Real wollte er ebenfalls nicht. Und dass er dem spanischen Fußball mehr geschadet als geholfen hätte, wie Barcelonas Andres Iniesta behauptete? Das konterte der 50-Jährige ganz gelassen: "Ich habe dem spanischen Fußball geschadet - indem ich Barcelonas Dominanz gebrochen habe."

Bruch mit Abramovich? "Dann wäre ich nicht hier"

Im September 2007 hatte Mourinho Chelsea als damals erfolgreichster Trainer der Klubgeschichte "in beiderseitigem Einvernehmen" verlassen, das Verhältnis zu Klubboss Roman Abramovich hatte zuvor gelitten. Davon jedoch wollte der Rückkehrer am Montag nichts mehr wissen: "Hätte es wirklich einen Bruch in unserem Verhältnis gegeben, wäre ich heute nicht hier."

Während seiner ersten Amtszeit holte Mourinho in drei Jahren sechs Titel, unter anderem hatte er den Blues die erste Meisterschaft seit 50 Jahren beschert. Nur der Champions-League-Triumph blieb ihm verwehrt, den holte Chelsea erst 2012 unter Roberto di Matteo. "Wir sind nicht davon besessen, die Champions League zu gewinnen", versicherte er diesmal. "Natürlich will ich sie ein drittes Mal gewinnen, aber es ist kein Zwang."

Trotzdem hofft "Mou", wieder Großes zu schaffen. "Meine Karriere war bei jedem Klub von Erfolg geprägt", sagte er, fügte aber wahrheitsgetreu an: "Ich habe verschiedene Arten von Erbe hinterlassen." In Madrid zumindest waren nicht wenige froh, dass die Mourinho-Ära vorzeitig endete.

Mourinho will sich mit de Bruyne unterhalten

Am liebsten würde er schon morgen mit der Saisonvorbereitung loslegen, erklärte Mourinho, wohlwissend, dass ihm auch so genug zu tun bleibt - auf dem Transfermarkt gibt es viele offene Fragen. Ist der Wechsel von André Schürrle (Leverkusen) schon fix? Kommt Edinson Cavani (Neapel)? Oder Hulk (St. Petersburg)? Kehren die ausgeliehenen Kevin de Bruyne (Bremen) und Romelu Lukaku (West Bromwich) zurück? Mit dem Duo wolle er sich erst einmal unterhalten, ließ sich Mourinho lediglich entlocken, beide seien aber bereit, wieder Teil des Kaders zu werden.

Mit John Terry und Frank Lampard trifft er dort auch wieder auf alte Chelsea-Recken, die für ihn einst durchs Feuer gingen. "Es gibt kein Sonderrecht für sie", stellte Mourinho allerdings bewusst klar, es zähle - wie schon bei der von ihm aussortierten Real-Legende Iker Casillas - einzig die Leistung.

Ob Fans, Mannschaft, Liga oder Trainerkollegen: Mourinho freut sich rundum auf seine neue, alte Aufgabe. "Ich bin jetzt wieder in einer Liga, in der man häufiger verliert, der Wettkampf aber dafür aus mehr als zwei Mannschaften besteht." Den Beinamen "The Happy One" hat sich Mourinho offenkundig wirklich verdient: Sogar Niederlagen kann er neuerdings etwas abgewinnen.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 11.06., 14:23 Uhr
"The Happy One" - Mourinho und sein neues Image
Ruhiger, gelassener, zufriedener - so stellte sich José Mourinho vor, als er erstmals seit seiner Rückkehr zum FC Chelsea vor die Medien trat. "The Happy One", wie er sich umtaufte, glaubt: "Ich bin in den besten Momenten meiner Karriere."
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10.06.13
 

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