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31.05.2013, 19:42

Kongress in Mauritius vertagt wichtige Entscheidungen

FIFA-Reformen: Durchwachsene Bilanz

Der FIFA-Kongress auf Mauritius hat zumindest einige der angestrebten Reformen für den Fußball-Weltverband auf den Weg gebracht. Die Delegierten folgten mit großer Mehrheit den Ideen von Präsident Joseph Blatter. Somit wird beispielsweise ein Integritätscheck für künftige Funktionsträger eingeführt. Andere angedachte Reformen wie beispielsweise eine Amtszeitbegrenzung oder eine Altersgrenze für Funktionäre wurden erwartungsgemäß vertagt.

Einige Reformen umgesetzt, vieles aber vertagt: FIFA-Präsident Joseph Blatter.
Einige Reformen umgesetzt, vieles aber vertagt: FIFA-Präsident Joseph Blatter.
© imagoZoomansicht

Unter Murren des DFB und anderer europäischer Verbände wurden damit wichtige Reformen vorerst auf die lange Bank geschoben. "Es wäre ein gutes Signal für die Öffentlichkeit gewesen, wenn wir über einen Vorschlag abgestimmt hätten", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Blatter konterte den Mahnern aus Europa lapidar mit dem Hinweis: "Es hätte für keinen Vorschlag eine Mehrheit gegeben." Dafür kündigte der Schweizer an, das Stimmenverhältnis in der Exekutive an die Anzahl der Mitgliedsverbände zu koppeln. Dies würde zu Lasten der europäischen Verbände gehen, die bislang acht von 24 Sitzen innehatten. Am Freitag verloren die Europäer zudem ihren bislang fest reservierten Posten des Vize-Präsidenten.

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Blatter zeigte sich trotz des Drucks aus Europa zufrieden mit den beschlossenen Änderungen an den Statuten. "Wir haben auch so ein hohes Niveau mit unseren Reformen erreicht", sagte er. Am Ende der achtstündigen Tagung am Freitag sagte Blatter: "Wir haben schwierige Zeiten hinter uns. Es war eine Prüfung für die Fußballwelt und ihre Führer. Als euer Kapitän bin ich glücklich zu sagen, wir haben den Sturm überstanden. Wir sind aus stürmischen Gewässern gestärkt hervorgegangen und können einer guten und produktiven Zukunft entgegensehen. Ich bin stolz darauf, ihr Kapitän zu sein. Wir haben die Seriosität der FIFA bestätigt und ein starkes Signal an alle Anhänger des Fußballs gesendet."

Das wird auch nächstes Jahr nicht entschieden, denn die darüber entscheiden müssten, wären Richter in eigener Sache.UEFA-Präsident Michel Platini

Die Frage nach einem Alterslimit und einer Amtszeitbegrenzung soll nun auf der nächsten Zusammenkunft des Weltkongresses in Sao Paulo behandelt werden. Blatter versprach, dass auch diese Themen angegangen werden sollen. UEFA-Präsident Michel Platini zeigte sich dagegen vor Kongressbeginn skeptisch: "Seit zwei Jahren sagte die FIFA, dass die Reformen 2013 verabschiedet werden sollen, und jetzt verschiebt sie diese Fragen einfach. Das wird auch nächstes Jahr nicht entschieden, denn die darüber entscheiden müssten, wären Richter in eigener Sache."

Doch auch die beschlossenen Reformen gehen vielen Kritikern nicht weit genug. So soll der Integritätscheck nicht durch unabhängige Gremien vorgenommen werden, sondern innerhalb der Kontinentalverbände. Der Schweizer Rechtsprofessor Mark Pieth, der den Prozess als Vorsitzender des Independent Governance Comittees begleitet hatte, kritisierte, dass dies nicht den gängigen Standards entsprechen würde. Zudem müsse sich die FIFA bei der Offenlegung der Vergütung für ihre Funktionäre noch bewegen.

Eine wichtige beschlossene Reform ist dagegen von großer Bedeutung: Die WM-Gastgeber sollen nicht länger nur vom Exekutivkomitee bestimmt werden, sondern vom gesamten Kongress. Die Vergabe der WM 2022 nach Katar durch das Exekutivkomitee war allgemein kritisiert worden.

Ansonsten traf der Kongress wichtige personelle Entscheidungen: In der Ethikkommission wurden der Deutsche Hans-Joachim Eckert und der Amerikaner Michael Garcia als Vorsitzende der rechtssprechenden und ermittelnden Kammer bestätigt. Lydia Nsekera aus Burundi wurde als erste Frau in das FIFA-Exekutivkomitee aufgenommen. Moya Dodd aus Australien und Sonia Bien-Aime von den Turks- und Caicosinseln gehören dem Gremium als kooptierte Mitglieder an. Den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit will die FIFA verstärken. Vereinen und Verbänden drohen durch einen für alle Mitgliedsverbände verbindlich verabschiedeten Strafenkatalog bei wiederholten Ausfällen ihrer Anhänger Punktabzüge, Zwangsabstiege oder Ausschlüsse aus Wettbewerben.

31.05.13
 
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