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12.05.2013, 18:53

37. Spieltag: Spurs setzen Arsenal unter Druck

Ein Sieg zum Abschied: Old Trafford huldigt Ferguson

Am Ende kamen auch dem beinharten Schotten die Tränen: Sir Alex Ferguson bestritt am Sonntag gegen Swansea nach fast 27 Jahren sein letztes Heimspiel im Old Trafford. Es war eine emotionale Party im Regen mit dem passenden Ergebnis. Nachfolger David Moyes verabschiedete sich ebenfalls mit einem Sieg vom Everton-Publikum. Sportlich relevanter war's in Stoke: Tottenham zog vorübergehend an Arsenal vorbei auf Rang vier. Im Tabellenkeller steht FA-Cup-Sieger Wigan vor dem Abstieg.

Trainerlegende Sir Alex Ferguson verabschiedet sich vom Old Trafford
Farewell, Old Trafford! Sir Alex Ferguson saß nach fast 27 Jahren letztmals als Trainer auf der Bank.
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Es waren Gänsehautmomente, nicht nur wegen des ungemütlichen Regenwetters: Manchester United bescherte seiner Trainerlegende Sir Alex Ferguson am Sonntag einen emotionalen Abschied vom Old Trafford - das Spiel gegen Swansea selbst war absolute Nebensache. Die 75.572 Fans schwenkten tausende rote Fahnen, formten die Zahlen "20" (ManUniteds Meistertitel) und "13" (ManUniteds Meistertitel unter Ferguson) sowie das Wort "Champions", als Sir Alex Ferguson nach fast 27 Jahren Amtszeit letztmals als Trainer das "Theater der Träume" betrat: Klatschend, winkend und natürlich Kaugummi kauend lief der 71-Jährige durch das Spalier der 22 Spieler, lief eine kleine Runde und gab reichlich Autogramme, ehe er schließlich in seinem 1499. Pflichtspiel auf die Bank Platz nahm.

Eine Entscheidung mit Zündstoff ließ sich "Fergie" auch an diesem Feiertag nicht nehmen: Er berief den abwanderungswilligen Rooney nicht in den Kader. Scholes dagegen, der am Samstagabend im Alter von 38 Jahren seinen endgültigen Rücktritt erklärt hatte, stand in der Startelf - es war sein 717. Auftritt im United-Dress. Das Spiel fand unter Dauerregen und Dauerhuldigungen für Ferguson statt, auf dem Rasen entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel frei von jeglicher sportlicher Bedeutung. Rooney-Vertreter Hernandez traf erst die Latte (5.) und überwand dann Swansea-Keeper Tremmel nach einem Van-Persie-Freistoß (39.).

Danke, Manchester United. Du warst die fantastischste Erfahrung meines Lebens.Sir Alex Ferguson

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Kurz nach der Pause erwies sich Gäste-Torjäger Michu als Partyschreck, traf sehenswert zum hochverdienten 1:1 (49.). Die Swansea-Fans stimmten ein fröhliches "You're Getting Sacked In The Morning" in Richtung Ferguson an. Und doch war es die am Saisonende zurücktretende Trainerlegende, die am Ende die Fäuste ballen durfte: Ferdinand schoss - natürlich kurz vor Schluss - nach einer Ecke zum 2:1-Sieg ein (87.), damit konnten die Feierlichkeiten samt Übergabe der Meister-Trophäe so richtig losgehen.

Zuvor aber waren ein paar Tränen zu sehen: Sir Alex Ferguson verabschiedete sich mit einer emotionalen Rede. "Danke, Manchester United. Du warst die fantastischste Erfahrung meines Lebens", sprach er bei strömendem Regen im Mittelkreis stehend. "Mein Rücktritt bedeutet nicht das Ende meines Lebens bei diesem Klub. Ich werde es nun genießen können, zuzuschauen, anstatt mit zu leiden."

Bilder zu Fergusons letztem Heimspiel im Old Trafford
Der Himmel weint zum Abschied: Goodbye, Sir Alex!
Das "Theater der Träume" öffnete letztmals für einen seiner größten Akteure den Vorhang: Sir Alex Ferguson bestritt am Sonntag sein 723. und damit letztes Heimspiel als Trainer von Manchester United - nach dem Saisonende ist für ihn nach fast 27 Jahren im Amt Schluss.
Abschiedsvorstellung

Das "Theater der Träume" öffnete letztmals für einen seiner größten Akteure den Vorhang: Sir Alex Ferguson bestritt am Sonntag sein 723. und damit letztes Heimspiel als Trainer von Manchester United - nach dem Saisonende ist für ihn nach fast 27 Jahren im Amt Schluss.
© picture alliance

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Moyes verteilt Küsschen - FA-Cup-Sieger Wigan vor dem Abstieg

Ein Spiel der besonderen Art stand auch im Goodison Park auf dem Plan, wo sich Ferguson-Nachfolger David Moyes nach elf Jahren auf der Trainerbank vom Heim-Publikum verabschiedete. Und er zeigte noch einmal, dass ihm der FC Everton ans Herz gewachsen ist: Hochengagiert trieb er sein Team beim sportlich bedeutungslosen 2:0 gegen West Ham in der Coachingzone an, die beiden Tore von Matchwinner Mirallas bejubelte er ausgelassen. Nach dem Spiel warf Moyes Luftküsse ins Publikum und ließ sich gebührend feiern. Nächste Saison kehrt er als ManUnited-Trainer zurück.

Im Keller läuft alles darauf hinaus, dass Wigan Reading und QPR in Liga zwei folgen muss. Nach dem FA-Cup-Triumph am Samstag spielten tags darauf beinahe alle Konkurrenten gegen die Latics: Norwich rettete sich mit einem 4:0 gegen West Brom, Newcastle drehte die Partie bei QPR (2:1) und ist ebenfalls durch. Zittern muss am ehesten noch Sunderland: Das Team von Paolo di Canio kletterte durch das Führungstor gegen Southampton Mitte der zweiten Hälfte zwischenzeitlich virtuell auf Rang elf, um fünf Minuten später den 1:1-Endstand hinnehmen zu müssen - Platz 17. Aber: Sollte Wigan am Dienstag gegen Arsenal nicht gewinnen, ist die Messe vor dem letzten Spieltag schon gelesen.

Transferflop? Matchwinner! Adebayor rettet die Spurs in Stoke

Dempsey lässt sich in Stoke feiern
Die Champions League im Blick: Tottenham hat Arsenal unter Druck gesetzt.
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Der Traum von der Champions League lebt: Tottenham Hotspur ist durch ein hart erkämpftes 2:1 in Stoke, das seinen 150. (!) Geburtstag feierte, vorübergehend an Erzrivale Arsenal vorbei auf Platz vier geklettert. Vor dem Nachholspiel der Gunners gegen Wigan am Dienstag haben die Spurs jetzt zwei Punkte Vorsprung - dank Adebayor: Der Spurs-Angreifer, unter der Woche vom Boulevardblatt "Sun" unter die Top fünf der Saison-Transferflops berufen, sorgte in der Schlussphase für den verdienten Siegtreffer und pure Erleichterung.

Denn nach dem frühen Rückstand durch N'Zonzi (3.) spielte im Britannia Stadium nur Tottenham (Holtby blieb auf der Bank), die Chancenverwertung war aber mitunter unterirdisch. Dempsey glich zunächst aus, er traf reaktionsschnell aus rund 30 Metern ins leere Tor, nachdem Stoke-Keeper Begovic übereifrig aus seinem Tor geeilt war (20.). Es sollte Begovics einziger Patzer bleiben, in der Folge entnervte er Bale & Co. mit mehreren starken Paraden. Nach Adams Gelb-Roter Karte (47.) wurde der Spurs-Druck noch größer - doch erst Adebayor belohnte die Bemühungen in Minute 83: Auf Vorlage von Dempsey schob der Togoer ein. Nachdem Tottenham vorige Saison die Königsklasse nur verpasst hatte, weil Chelsea als Titelverteidiger automatisch qualifiziert war, entscheidet sich der Kampf um Platz vier diesmal am letzten Spieltag.

Königsklasse perfekt! Chelsea besteht im Villa Park

Frank Lampard
Rekordschütze für die Blues: Frank Lampard zog an Bobby Tambling vorbei.
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Der Weg für José Mourinho ist frei: Chelsea spielt auch in der kommenden Saison in der Champions League - Rafa Benitez, ungeliebter Interimstrainer an der Stamford Bridge, hat es möglich gemacht. Das 2:2 im Nachholspiel gegen Tottenham am Mittwoch war ein wichtiger Schritt, der nächste folgte bei Aston Villa am Samstag.

Der Villa Park stand aber zunächst im Zeichen der 19. Denn der an Leukämie erkrankte Ex-Kapitän Stilian Petrov (Rückennummer 19) gab diese Woche schweren Herzens seinen Rücktritt bekannt. Als sich die Fans wie gewohnt in der 19. Minute erhoben, um Petrov eine Minute zu applaudieren, stand es bereits 1:0. Nach einer Viertelstunde hatte Benteke sein 19. Saisontor erzielt. Der Belgier traf aus kurzer Distanz auf Vorlage von Sylla. Als kurz vor der Pause auch noch Chelseas Ramires nach einem Foul an Agbonlahor seine zweite Gelbe Karte sah und vom Platz musste, schien eine Vorentscheidung gefallen - aber nicht mit Chelsea und Lampard. Die Partie kippte nach dem Wechsel. Erst sah Benteke nach einem Foul an Terry ebenfalls die Ampelkarte, dann kam die Zeit für Oldie Lampard.

Der 34-Jährige erzielte in der 61. Minute durch einen Schuss aus 18 Metern zunächst den Ausgleich. Damit zog er mit Klub-Rekordtorschützen Bobby Tambling (202 Treffer) gleich. Doch das reichte ihm nicht, denn in der Schlussphase legte er nach und traf aus kurzer Distanz auch noch zum 2:1-Erfolg für Chelsea. Sein 203. Tor für die Blues sicherte zudem den vierten Platz, denn durch die gute Tordifferenz kann Tottenham nur noch theoretisch aufschließen. "Frank hat diesen Rekord verdient, er ist ein großartiger Profi und hat hart dafür gearbeitet", verteilte Benitez ein Extralob.

12.05.13
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United81:3888
 
2Manchester City64:3178
 
3FC Chelsea73:3872
 
4FC Arsenal71:3770
 
5Tottenham Hotspur65:4669
 
6FC Everton54:3863
 
7FC Liverpool70:4358
 
8West Bromwich Albion48:5248
 
9Swansea City47:4846
 
10West Ham United41:5143
 
11Stoke City33:4441
 
12Norwich City38:5641
 
13Newcastle United45:6741
 
14FC Southampton48:5940
 
15FC Fulham47:6040
 
16Aston Villa45:6740
 
17AFC Sunderland41:5339
 
18Wigan Athletic45:7135
 
19FC Reading41:6928
 
20Queens Park Rangers30:5925
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