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11.02.2013, 23:02

26. Spieltag: United hängt City klar ab - Huth und Marin treffen

Für Liverpool geht gegen West Brom alles schief

War's das schon? Seit Sonntag thront Manchester United in der Premier League zwölf Punkte über der Konkurrenz. Auf Citys 1:3-Blamage in Southampton am Samstag reagierte der Rekordmeister vor den Augen von José Mourinho mit einem souveränen 2:0 gegen Everton. Altmeister Giggs baute eine unglaubliche Serie aus. Am Montagabend unterlag Liverpool gegen West Brom und musste den Kontrahenten in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

Steven Gerrard
Nerven gezeigt: Steven Gerrard verschoss einen Elfmeter - danach ging's bergab für die Reds.
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Mit der Partie zwischen Liverpool und West Bromwich schloss der Spieltag am Montagabend. Leistungsträger Suarez hatte vor der Partie noch gefordert, gerade gegen die kleineren Teams konzentrierter zu Werke zu gehen. Doch das gelang den Reds ganz und gar nicht. Liverpool, das auf Sturridge verzichten musste, fehlte die Durchschlagskraft in Hälfte eins gegen die defensiv eingestellten Gäste. Erst Mitte der zweiten Halbzeit kamen die dicken Chancen: Borini (68.) und Gerrard (71.) scheiterten am starken Schlussmann Foster - und auch vom Elfmeterpunkt wollte es nicht klappen. Nach Foul von Olson an Suarez lief Gerrard an, wieder blieb Foster Sieger (77.).

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Und so nahm das Unglück für die Reds seinen Lauf. Nach einem Schuss von Mulumbu gab's Ecke, und schon war es geschehen. McAuley gewann das Kopfballduell gegen Agger und traf zum äußerst schmeichelhaften 1:0 für West Brom. In der 90. Minute erhöhte der eingewechselte Lukaku nach einem Konter auch noch auf 2:0. Damit überholte West Brom die Reds sogar in der Tabelle. Weil mit Chelsea, Tottenham, Arsenal und Swansea vier der fünf mehr oder weniger in Schlagdistanz liegenden Europapokal-Konkurrenten am Wochenende gewannen, war es ein besonders harter Schlag für die Elf um Liverpool-Legende Carragher, der kürzlich angekündigt hatte, dass er seine Fußballschuhe am Saisonende an den Nagel hängen wird.

Grundstein Giggs: United hängt City endgültig ab

Robin van Persie und Danny Welbeck (r.)
Serientäter mit grauen Schläfen: Ryan Giggs traf in der Liga jetzt in jeder der letzten, Achtung, 23 Saisons!
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Barça marschiert in der Primera División vorneweg, die Bayern in der Bundesliga - und Manchester United in der Premier League: Durch den 2:0-Sieg am Sonntag gegen den FC Everton haben die Red Devils Titelverteidiger und Nachbar ManCity schon auf zwölf Punkte distanziert, dem Kampf um die Meisterschaft droht in dieser Saison ein langweiliges Finale.

Trotz des nahenden CL-Achtelfinalhinspiels bei Real Madrid am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) setzte Rotationsfreund Sir Alex Ferguson auf alle seine Stars - gut für Real-Coach José Mourinho, der extra zur Beobachtung angereist war, gut auch fürs Ergebnis. Denn insbesondere Torjäger van Persie drückte der ersten Hälfte seinen Stempel auf.

Zunächst allerdings im negativen Sinne: Der Niederländer produzierte nach feinem Rooney-Pass den Fehlschuss des Wochenendes, traf aus begrenzt spitzem Winkel nur den Pfosten, nachdem er Keeper Howard schon umspielt hatte (10.). Drei Minuten später narrte er Verteidiger Heitinga und legte Giggs das verdiente Führungstor auf. Der walisische Altmeister, 39 Jahre jung inzwischen, erreichte damit den nächsten Meilenstein: Er ist jetzt der einzige Spieler, der in allen 21 Spielzeiten der Premier League getroffen hat, schon in den zwei Spielzeiten vor deren Gründung 1992/93 hatte er sich in die Torschützenliste eingetragen.

Van Persies Szene Nummer drei war dann gleichbedeutend mit dem 2:0-Pausenstand: Vom quirligen Rafael perfekt auf die Reise geschickt, umkurvte er Howard erneut und schloss diesmal aufs Tor ab. Heitinga rutschte schließlich mit dem Ball über die Linie (45.+1). Dabei schienen die durchaus mutigen Gäste, die in der Vorsaison beim 4:4 im Old Trafford United entscheidende Punkte im Titelkampf geklaut hatten, gerade ins Spiel gefunden zu haben.

Bei jenem 4:4 hatte Everton in den letzten zehn Minuten ein 2:4 aufgeholt. Ähnliches rückte diesmal aber zunehmend in weite Ferne, was insbesondere an der konzentrierten und kompakten United-Defensive lag, die fast nichts zulassen wollte. Vielmehr musste Howard auf der Gegenseite nach einer Ecke gleich zweimal gegen Evans retten (66.), seine Fingerspitzen verwehrten Sekunden später auch Cleverley nach krachendem Volleyschuss den Torerfolg. Dem eingewechselten Jelavic bot sich nach Smalling-Fehler in der Schlussphase noch einmal eine gute Möglichkeit, de Gea hielt seinen Kasten jedoch sauber.

Und so hatten die United-Fans gleich doppelt Grund zu stimmungsvollen Gesängen: wegen der mutmaßlichen Vorentscheidung im Titelrennen und wegen des 55. Jahrestags des "Munich Air Disasters" vom 6. Februar 1958, als die legendären "Busby Babes" in München verunglückten. Schon vor dem Anpfiff war ein riesiges Transparent ausgerollt worden mit der Botschaft: "We'll Never Die".

Blutleer! ManCity kassiert den nächsten Rückschlag

Jason Puncheon
Dem Meister eine lange Nase gedreht: Torschütze Jason Puncheon.
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"Es ist noch nicht vorbei", hatte Manchester Citys Trainer Roberto Mancini zuletzt noch an das dramatische Finale des Vorjahres erinnert. Langsam, aber sicher gerät die Titelverteidigung für die Sky Blues allerdings in weite Ferne. Am Samstagabend kassierte City beim FC Southampton eine 1:3-Pleite. Vor allem Mittelfeldspieler Barry erlebte dabei keinen guten Tag: Vor dem Führungstor von Puncheon leistete er sich einen folgenschweren Ballverlust, schließlich besiegelte er mit dem Eigentor zum 1:3 im zweiten Durchgang Citys Schicksal. In die Pause war es nach weiteren Toren von Davis und Dzeko beim Stand von 2:1 für den Außenseiter gegangen. Die Saints feierten damit den ersten Sieg unter ihrem neuen Coach Mauricio und haben nun schon sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. City lieferte einen blutleeren Auftritt ab - und ist nun abgehängt.

Befreiungsschlag! Elfer und Freistoß bringen Villa Hoffnung

Riesenerleichterung bei Aston Villa - das war das erste Thema am Sonntag. Das Team von Trainer Paul Lambert feierte beim 2:1 gegen West Ham United den ersten Dreier in der Liga seit dem 15. Dezember und kletterte über den Abstiegsstrich. In einem erst in der Schlussphase packenden Spiel verwandelte Torjäger Benteke einen berechtigten Foulelfmeter (74.), N'Zogbia einen Freistoß (78.). Villa-Keeper Guzan hielt anschließend dem West-Ham-Druck stand und ließ sich nur einmal überwinden - von Teamkollege Westwood (78.).

Bale läuft weiter heiß: Tottenham bleibt dran

Tottenham macht weiter Jagd auf die Champions League. Bevor Chelsea am Samstagnachmittag um 16 Uhr gegen Wigan Athletic ran musste, erhöhten die Londoner den Druck: Gegen Newcastle United holten die Spurs einen 2:1-Sieg, für den sie sich einmal mehr bei Gareth Bale bedanken konnten. Der Waliser ist in Topform und unterstrich das auch am Samstagmittag. "Für uns ist es schwierig, einen Spieler dieser Klasse zu halten, der die Aufmerksamkeit anderer Mannschaften auf sich zieht", hatte Coach André Villas-Boas noch vor der Partie geäußert - die Begehrlichkeiten dürften nicht weniger werden.

Gareth Bale trifft per Freistoß zur Führung gegen Newcastle.
Gareth Bale trifft per Freistoß zur Führung gegen Newcastle.
© imago

Erstmals mit Holtby in der Startformation schickte AVB sein Team gegen Newcastle aufs Feld und durfte sich schon nach fünf Minuten über die Führung freuen: Bale zirkelte einen Freistoß passgenau über die Mauer. Nur langsam kamen die Gäste besser ins Spiel und verdienten sich so auch den Ausgleich, abgefälscht fand der Schuss von Winterneuzugang Gouffran den Weg ins Tor (24.). Das Spiel blieb temporeich und offen. Immer wieder war es Bale, der für die Spurs gefährlich wurde - und letztlich auch für die Entscheidung sorgte: Im Alleingang setzte er sich erst gegen Taylor, dann gegen Coloccini durch und traf an Krul vorbei zum 2:1 (78.). Neun Minuten später waren es die gleichen Hauptdarsteller mit anderem Ausgang: Krul parierte gegen Bale (87.), konnte seinem Team damit aber auch zu keinem Punkt mehr verhelfen. Mit seinen Saisontoren Nummer 12 und 13 hatte Bale die Spurs zum Sieg und - vorerst - auf Rang drei geführt.

Lampard nähert sich Tambling an - Marins Premiere

Ramires
Brachte Chelsea gegen Wigan in Front: Ramires.
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Die Blues waren nun in der Pflicht - und lösten ihre Heimaufgabe gegen Wigan. Ramires (23.) brachte die Londoner in Führung, der nach seiner Sperre zurückgekehrte Hazard legte nach (56.). Allerdings schlug Maloney für den Abstiegskandidaten umgehend zurück und strapazierte die Nerven von Chelsea-Coach Rafa Benitez. Der Spanier konnte sich erst beruhigt zurücklehnen, als Lampard das 3:1 erzielte (87.) und sich mit Tor Nummer 198 Chelseas Rewkordschütze Bobby Tambling (202) weiter annähert. Und auch Marin durfte sich noch freuen: In der 90. Minute eingewechselt, köpfte (!) der Ex-Bremer zum 4:1-Endstand ein.

Santi Cazorla sichert Arsenals Zittersieg

Arsenal, auf Platz sechs in Lauerstellung zu den Champions-League-Plätzen, musste in Sunderland ran. Und brach mit Mertesacker, aber ohne den 90 Minuten die Bank drückenden Podolski eine Negativserie: Nach fast fünf Jahren siegten die Gunners dank Santi Cazorla. Der Spanier erzielte nach Walcotts Vorarbeit den Treffer des Tages und stellte damit den ersten Auswärtserfolg bei den Black Cats seit fünf Jahren sicher (36.). Der Dreier stand allerdings auf des Messers Schneide: Gäste-Akteur Jenkinson sah die Ampelkarte (62.), Fletcher und Bramble vergaben den möglichen Ausgleich. Für die Wenger-Elf traf Walcott noch den Pfosten, Wilshere musste verletzt raus.

Michu & Co.: QPR kommt's spanisch vor

Michu netzt ein
Leichte Übung: Michu erzielt einen seiner zwei Treffer gegen Reading.
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Ohne den verletzten Remy (Leiste) gab's für die Queens Park Rangers in Swansea nichts zu erben. Diesmal wieder mit Vorm im Tor, der im Wechsel mit Tremmel, der seinen Vertrag diese Woche verlängert hat im Kasten steht, beendete Michu bei den "Schwänen" seine Torflaute nach sechs Partien und brachte sein Team früh in Führung (8.). Sein spanischer Landsmann Rangel traf zehn Minuten später, ehe der eingewechselte Zamora verkürzte (48.). Pablo Hernandez (50.) - richtig, ebenfalls Spanier - und erneut Michu mit Saisontreffer Nummer 15 (67.) ließen aber für die Gastgeber nichts anbrennen.

Huth trifft per Kopf

Stoke City zog gegen das zuletzt bestens aufgelegte Reading nach nur einem Punkt aus fünf Spielen einen Schlussstrich unter die Negativserie. Huth leitete den 2:1-Erfolg mit seinem Kopfballtreffer im zweiten Durchgang ein (67.), Jerome machte das 2:0 (81.). Mariappas Anschlusstor (83.) war am Ende nur Ergebniskosmetik.

Tabellenrechner Premier League
11.02.13
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United62:3165
 
2Manchester City48:2453
 
3FC Chelsea55:2849
 
4Tottenham Hotspur44:3048
 
5FC Arsenal50:2944
 
6FC Everton40:3242
 
7Swansea City38:2937
 
8West Bromwich Albion36:3537
 
9FC Liverpool44:3436
 
10Stoke City26:3133
 
11West Ham United29:3830
 
12FC Fulham36:4229
 
13AFC Sunderland28:3429
 
14Norwich City25:4029
 
15FC Southampton36:4527
 
16Newcastle United34:4627
 
17Aston Villa25:5024
 
18FC Reading33:4823
 
19Wigan Athletic30:5121
 
20Queens Park Rangers19:4117
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