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13.01.2013, 19:04

Van Persie schlägt Suarez - Arsenal schwach - Pechvogel Walters

United und City dominieren den "Super Sunday"

Es bleibt bei sieben Punkten Vorsprung: Manchester City hat sich zum Abschluss des 22. Premier-League-Spieltags bei Arsenal um Podolski und Joker Mertesacker mit 2:0 behauptet, zweimal gab's Rot. Zuvor hatte Spitzenreiter United seinen Erzrivalen bezwungen: Auch dank van Persie zitterten sich die Red Devils zu einem 2:1 gegen Liverpool. Am Samstag siegte Chelsea souverän in Stoke, das in Jubilar Walters einen kuriosen Pechvogel hatte.

Van Persie gibt die Richtung vor: ManUnited zittert sich zum "Derby"-Sieg

Robin van Persie (M.) feiert sein Führungstor mit Vorlagengeber Patrice Evra (l.) und Tom Cleverley
Jubeltrio: Robin van Persie (M.) feiert sein Führungstor mit Vorlagengeber Patrice Evra (l.) und Tom Cleverley.
© picture allianceZoomansicht

Weitgehend fair, nicht ohne Diskussionen und hochspannend - so präsentierte sich das wohl heißeste Duell der Premier League am Sonntag: Manchester United zitterte sich gegen seinen Erzrivalen FC Liverpool - vor den Augen von José Mourinho übrigens - zu einem 2:1-Heimsieg.

45 Kilometer trennen die Stadien beider Klubs, die Anhänger hegen eine gegenseitige Abneigung. "Liverpool ist historisch unser größter Rivale", sagte Scholes stellvertretend auch in Richtung von Nachbar ManCity. Doch ob Tabelle, Form oder Kader: Bei aller Brisanz im Vorfeld war United klar favorisiert beim ersten Teil des "Super Sunday". Und so gingen die Hausherren, erstmals seit September wieder mit dem Abwehrduo Vidic/Ferdinand, im stimmungsvollen Old Trafford die Partie auch an. Der Lohn: die Führung durch Tormaschine van Persie, der nach schöner Passstafette Evras flache, scharfe Hereingabe technisch stark ins Netz lenkte (19.). Sein 17. Saisontor! Nummer 18 wäre beinahe kurz vor der Pause gefolgt: Nachdem Cleverley noch knapp verzogen hatte (41.), kratzte nun Skrtel van Persies mustergültigen Hackenabschluss von der Linie (45.). Die Pausenführung ging vollauf in Ordnung.

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Erste ernsthafte Diskussionen in dem intensiven Aufeinandertreffen der beiden erfolgreichsten englischen Klubs (19 vs. 18 Meistertitel) setzten dann nach dem Seitenwechsel ein, als Skrtel womöglich als letzter Mann Welbeck festhielt und mit Gelb davonkam. Uniteds Antwort? Van Persie zirkelte den fälligen Freistoß auf Evras Kopf, der Ball landete leicht abgefälscht von Torschütze Vidic in den Maschen - 2:0 (54.)! Und Liverpools Antwort? Das prompte 1:2! Gerrard eroberte vor dem Red-Devils-Strafraum das Leder, seinen verdeckten Schuss wehrte de Gea reaktionsschnell ab, allerdings genau vor die Füße des eingewechselten Neuzugangs Sturridge, der keine Mühe hatte (57.).

"In der Premier League gibt es keinen größeren Klub als Liverpool", hatte Sturridge nach seinem Wechsel aus Chelsea behauptet - die Tabelle spricht nach dem "Derby" (Sir Alex Ferguson) bei United aber eine andere Sprache. Weil Kagawa, dessen Wiedersehen mit Sahin wegen dessen Rückkehr nach Deutschland ausfallen musste, an Reina scheiterte (64.) und Sturridge aus guter Position drüberschoss (85.), blieb es beim 2:1 für die Gastgeber - Liverpool bleibt trotz klarer Steigerung in Hälfte zwei Achter mit neun Punkten Rückstand auf die Champions-League-Quali-Plätze. United zieht dagegen vorne weiter einsam seine Kreise - wie einsam, das wird sich nun nach ManCitys Auftritt bei Arsenal entscheiden.

Schwache Gunners verlieren: Dzeko verschießt und trifft

Meister ManCity hielt den Rückstand immerhin bei sieben Punkten - indem er bei Arsenal im zweiten Teil des "Super Sunday" mit 2:0 triumphierte. Die Schlüsselszene ereignete sich schon in Minute neun, als Arsenal-Innenverteidiger Koscielny Dzeko am Fünfmeterraum wie im Rugby festhielt. Rot und Elfmeter waren die knallharten, wenngleich vertretbaren Konsequenzen. Dzeko vergab allerdings den Strafstoß mit einem unplatzierten Versuch, der von Szczesny an den Innenpfosten und zurück in dessen Arme sprang.

Doch dieser Fauxpas blieb folgenlos - weil ManCity weiter drückte und Arsenal, jetzt mit dem eingewechselten Mertesacker in der Viererkette, defensiv viele, viele Lücken ließ. ManCity stellte alsbald auf 2:0: Tevez setzte erst Milner mit einem Traumpass ein, den dieser fulminant ins lange Eck beförderte (21.); dann schickte Milner eine scharfe Flanke in den Sechzehner, die Dzeko erfolgreich abstaubte (32.). Den ersten Torschuss für Arsenal gab Podolski ab, Hart hielt (35.).

Nach der Pause verwaltete City den Vorsprung, den inspirationslosen Gunners fiel nicht allzu viel ein. Erst mit dem Platzverweis für Kompany - der City-Kapitän sah nach einer harten Grätsche gegen Wilshere glatt Rot (75.) - kam noch einmal Leben ins Spiel, Walcott vergab aber die letzte nennenswerte Möglichkeit kurz vor Schluss. Arsenal rangiert bei einem Spiel weniger jetzt schon sechs Punkte hinter Platz vier und musste nebenbei eine Serie begraben: Erstmals seit 27 Spielen verlor das Wenger-Team ein Ligaheimspiel gegen ManCity.

"Harry Houdini" feiert Teilerfolg

Gareth Bale und Nedum Onuoha
Tottenhams Bale (li.) im Zweikampf mit Onuoha (QPR).
© imagoZoomansicht

Der Sonntag steht an diesem Spieltag im Mittelpunkt, doch schon das Auftaktmatch am Samstagmittag barg Brisanz: Schlusslicht Queens Park Rangers traf auf das gut aufgelegte Tottenham (vier Pflichtspielsiege hintereinander) - es war das erste Wiedersehen von QPR-Coach Harry Redknapp mit seinem Ex-Klub. Der Fast-Nationaltrainer war vorigen Sommer an der White Hart Lane unsentimental entlassen worden. Gegen seinen Ex-Klub konnte "Harry Houdini" mit dem torlosen Remis immerhin einen Teilerfolg feiern. Dabei waren die Spurs das weitaus aktivere Team, besonders der zweite Durchgang bot Einbahnstraßen-Fußball. Doch QPR hielt mit viel Leidenschaft und Einsatz dagegen und verdiente sich den Punkt redlich.

Tottenham bangte im Anschluss der Partie um Sandro. Der Brasilianer verdrehte sich noch im ersten Abschnitt das Knie und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Eine Diagnose steht noch aus.

Zwei Eigentore, ein Elfer-Fehlschuss: Walters' Tag zum Vergessen

Jonathan Walters
Der "erste Streich": Stokes Walters (Mi.) köpft zur Führung für Chelsea ins eigene Netz.
© imago

Ab 16 Uhr empfing Stoke City den FC Chelsea. Bis dato war Stoke mit dem deutschen Verteidiger Huth das einzige Team der Premier League ohne Heimniederlage. Dieser Nimbus ist Vergangenheit, die Potters zogen mit 0:4 (0:1) deutlich den Kürzeren. Das Team von Trainer Tony Pulis war an der Niederlage aber zum großen Teil selbst schuld. Besonders für Walters war es ein Tag zum Vergessen.

Denn dem 29-Jährigen misslang sein 100. Liga-Einsatz gründlich. Mit zwei Kopfball-Eigentoren (45. + 1; 62.) leitete er die Niederlage für sein Team ein, kurz vor Schluss vergab er vom Elfmeterpunkt den möglichen Ehrentreffer (90.). Die weiteren Tore für die Blues erzielten Lampard (65., Strafstoß) sowie Hazard (73.). Chelsea überholte durch den Erfolg Tottenham in der Tabelle und liegt nun auf Rang drei.

Lambert und Pardew unter Druck

In den weiteren Partien standen die Trainer im Mittelpunkt. Bei Aston Villa wird die Luft für Paul Lambert nach dem 0:1 (0:1) gegen den FC Southampton immer dünner. Der ehemalige BVB-Spieler (44 Ligaspiele, ein Tor) rutschte durch die Niederlage mit seinem Team unter den ominösen Strich. Namensvetter Rickie Lambert machte mit seinem verwandelten Strafstoß in der 34. Minute die dritte Heimniederlage in der Liga perfekt. Southampton sicherte sich so drei ganz wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Auch Alan Pardew von Newcastle United stehen ungemütliche Tage bevor. Die Magpies kamen bei Norwich City nicht über ein torloses Remis hinaus und warten somit seit vier Partien auf einen Dreier. Immerhin konnte der Negativtrend von vier Pflichtspielniederlagen am Stück durchbrochen werden. Beide Teams zeigten an der Carrow Road eine reichlich uninspirierte Vorstellung, Höhepunkte blieben vor 26.752 Zuschauern Mangelware. Spielerisch lief fast gar nichts zusammen, kämpferisch kann aber keinem Team ein Vorwurf gemacht werden.

Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf sendete der FC Reading an die Konkurrenz. Und was für eines! Die Royals sahen gegen West Bromwich Albion nach zwei Gegentoren durch Lukaku (19., 69.) bereits einmal mehr einer Niederlage entgegen. Doch die Elf von Trainer Brian McDermott bewies Moral und drehte in den letzten acht Minuten die Partie. Kebe (82.), Le Fondre (88., Strafstoß) sowie der ehemalige Stuttgarter Pogrebnyak (90.) ließen das Madejski Stadium in seinen Grundfesten erzittern. West Brom erlitt im Rennen um die internationalen Startplätze einen herben Rückschlag.

Eine klare Angelegenheit war die Partie zwischen dem AFC Sunderland und West Ham United, die Black Cats siegten souverän mit 3:0 (1:0). Everton und Swansea trennten sich ebenso remis (0:0) wie Fulham und Wigan (1:1).

13.01.13
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United56:2955
 
2Manchester City43:1948
 
3FC Chelsea45:2142
 
4Tottenham Hotspur39:2740
 
5FC Everton35:2637
 
6FC Arsenal40:2434
 
7West Bromwich Albion31:3033
 
8FC Liverpool35:2831
 
9Swansea City31:2630
 
10Stoke City21:2429
 
11West Ham United24:2726
 
12Norwich City24:3426
 
13FC Fulham33:3825
 
14AFC Sunderland24:2925
 
15FC Southampton30:4022
 
16Newcastle United27:3921
 
17Wigan Athletic23:4019
 
18Aston Villa17:4219
 
19FC Reading26:4216
 
20Queens Park Rangers17:3614
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