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30.12.2012, 18:49

Überblick: Walcott setzt Spektakel die Krone auf

Lampard nimmt die Festung Goodison Park ein

Eigentore, Blitzstarts und Spektakel markierten den torreichen 20. Spieltag in der Premier League. Am Sonntag setzte sich Chelsea trotz schnellen Rückstands bei Everton durch. Liverpool hatte im letzten Spiel des Jahres auch ohne Brendan Rodgers keine Mühe mit QPR. Am Samstag nahm Tottenham die Auswärtshürde in Sunderland. Manchester United wies das Überraschungsteam West Brom in die Schranken, Stadtrivale City rang in einer packenden Partie Norwich nieder. Spektakulär war es am Abend, als der FC Arsenal sich torreich gegen Newcastle durchsetzte.

Frank Lampard
Per Kopf, per Fuß: Frank Lampards Tore drehten das Spiel im Goodison Park.
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Am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) legte der FC Everton gegen Chelsea mit Hitzlsperger in der Startelf und einem Paukenschlag los: Gerade einmal 60 Sekunden waren gespielt, als Anichebe einen Kopfball an den Pfosten setzte. Pienaar erwischte den Abpraller am Elfmeterpunkt und setzte die Kugel zur schnellen Führung in die Maschen (2.). Die Toffees setzten nach und mit Jelavics 22-Meter-Freistoß den Ball ein weiteres Mal an den Pfosten (8.). Osmans Flachschuss aus 17 Metern musste Cech noch entschärfen (26.), doch nach und nach kamen die Blues besser ins Spiel. Keeper Howard musste gegen Mata retten (28.), an Azpilicuetas Hereingabe rutschte Cole knapp vorbei (33.). Für den verdienten 1:1-Ausgleich sorgte dann Lampard, der eine Ramires-Flanke platziert per Kopf ins Netz setzte (42.).

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Zur Pause war die Partie für Cech aufgrund einer Leistenverletzung beendet, Turnbull kam zu seinem Saisondebüt. Und kurz nachdem auf der Gegenseite Torres an Howard gescheitert war (67.), musste der 27-jährige Turnbull bei einem Flachschuss von Osman auch eingreifen (69.). Nur Sekunden später wäre er allerdings geschlagen gewesen, doch Jelavic machte dem Ruf der Toffees als Aluminium-Experten der Premier League alle Ehre und traf per Kopf zum zweiten Mal das Gebälk. Lebhafte Minuten krönte kurz darauf Chelsea-Kapitän Lampard, als er nach einem Abpraller aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung abstaubte (72.). Chelsea brachte den Sieg über die Zeit, auch weil Jelavic in der Nachspielzeit den Ball acht Meter vor dem Tor nicht sauber traf und damit Evertons erste Heimniederlage seit März (0:1 gegen Arsenal) besiegelte. Nach Anlaufschwierigkeiten bleiben die Blues damit unter Rafael Benitez in der Erfolgsspur: Vom Weltpokal-Finale abgesehen haben die Londoner nun schon die letzten sechs Pflichtspiele gewonnen.

QPR macht es Suarez und den Reds leicht

Luis Suarez
Die Tore Nummer 12 und 13: Luis Suarez brachte Liverpool an der Loftus Road in die Spur.
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Zum Abschluss des 20. Spieltags - und damit auch des Jahres 2012 in der Premier League - war der FC Liverpool an der Loftus Road zu Gast. Allerdings ohne Brendan Rodgers: Den Coach hatte, wie auch Torwart Bradley Jones, ein Virus so geschwächt, dass er schon vor dem Spiel die Heimreise antrat. Vertreter Colin Pascoe verlebte jedoch einen weitgehend ruhigen Sonntagnachmittag. Zu schwach präsentierte sich QPR vor allem in der Defensive. Liverpool wurde förmlich zum Toreschießen eingeladen - und Torjäger Luis Suarez lässt sich bekanntlich nicht oft bitten. Zunächst ließ er Gegenspieler Hill am Strafraum leicht stehen und schob sicher zum 1:0 ein (10.), dann durfte er von rechts unbedrängt nach innen ziehen und anschließend einen Abpraller selbst zum 2:0 einschießen (16.). Beim 3:0 reichte schon eine kurz ausgeführte Ecke, um die QPR-Defensive in Unordnung zu bringen. Gerrard flankte, Agger köpfte platziert ein (28.). Mit dem 3:0 zur Pause waren die Londoner im Grunde noch gut bedient, nach einem Gerrard-Schuss kratzte Nelsen den Ball so gerade noch von der Linie (37.).

Die Entscheidung war damit, auch aufgrund der schwachen Vorstellung der Hausherren, somit im Grunde schon zur Pause gefallen. QPR konnte nicht, Liverpool musste nicht - so blieb es beim 3:0 für die Reds. Ein bitterer Tag für Queens-Park-Trainer Harry Redknapp, der zum 600. Mal in der Premier League auf der Bank saß. Nur Sir Alex Ferguson und Arsene Wenger erreichten diese Marke zuvor.

Lennon dreht das Spiel für Tottenham

Fletcher scheitert an Lloris
Sunderlands Fletcher scheitert an Spurs-Keeper Hugo Lloris, doch John O'Shea staubte dahinter ab.
© imago

Am Samstagnachmittag (13.45 Uhr) machte das Gastspiel Tottenhams beim AFC Sunderland den Anfang. Nach ausgeglichener Anfangsphase drängten die Spurs ab Mitte des ersten Durchgangs vehement auf das 1:0. Adebayor (25.) und Bale (29.) hatten gute Gelegenheiten, wieder Adebayor die beste (Latte, 30.). Sunderlands Gegenangriffe hatten Seltenheitswert, doch nach einem Freistoß stellte der wiedergenesene Kapitän O'Shea nach einem Strafraumgetümmel den Spielverlauf zunächst auf den Kopf und staubte zur Pausenführung ab (40.).

Nach Wiederanpfiff attackierten die Gäste weiter, Unglücksrabe Cuellar per Eigentor (48.) sowie Lennon nach einem Solo (51.) drehten binnen drei Minuten den Spieß um. Tottenham kontrollierte, Lennon (60.) und Adebayor ließen Großchancen liegen, doch es reichte auch so zum verdienten 2:1-Sieg, mit dem sich die Londoner oben festbeißen. Bale sah seine fünfte Gelbe Karte und muss ein Spiel pausieren.

Red Devils siegen ohne Glanz, Citizens dank Dzeko

Im Old Trafford machte mit West Bromwich Albion um 16 Uhr ein Überraschungsteam seine Aufwartung. Glück für ManUnited, dass Smallings Foul an Long nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde (5.). Dann initiierte Rückkehrer Kagawa, der nach ausgeheilter Knieverletzung zum ersten Mal seit Ende Oktober spielte, zusammen mit Ashley Young das 1:0 der Red Devils durch ein Eigentor von McAuley (9.). Young (Lattenschuss, 33.) sowie Carrick (34.) verpassten es in einer wenig aufregenden Partie, gegen offensiv zunächst harmlose Baggies noch vor der Pause zu erhöhen. Je länger die Partie dauerte, desto mehr verstärkten die Gäste ihre Offensivbemühungen. Am Ende ohne Ertrag. Denn ManUnited brachte van Persie von der Bank, der mit herrlichem Schlenzer und Saisontor Nummer 14 den Arbeitssieg sicherstellte. Die Siegesserie von nunmehr acht Dreiern in Folge hält an - Sir Alex Ferguson kann seinen 71. Geburtstag am 31. Dezember in Ruhe begehen.

Edin Dzeko jubelt, Sergio Aguero gratuliert
Edin Dzeko hat in Norwich zugeschlagen, Sergio Aguero eilt zur Gratulation herbei.
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Fehlende Kaltschnäuzigkeit war in Sunderland (0:1) das Problem von Manchester City. Nicht so in Norwich, wo der Ex-Wolfsburger Dzeko gleich die ersten Chancen zum Blitzstart nutzte (2., 5.), ehe Pilkington einen Freistoß auf der Gegenseite direkt versenkte (15.). Nach Nasris Platzverweis, der mit Gegenspieler Bassong aneinandergeraten war (44.), hegten die Hausherren im zweiten Durchgang Hoffnung auf mehr. Und es wurde turbulent: Aguero machte das 1:3 (50.), Martin konterte (63.). Dann fand der Ball nach Dzekos Pfostenknaller über den Rücken von Norwich-Keeper Bunn den Weg ins Netz (67.), ehe erneut Martin zurückschlug (75.), zu mehr reichte es für die Canaries nicht mehr.

Jerome rettet die Heimserie

Der FC Southampton war drauf und dran, die hohe Hürde bei Stoke City zu nehmen. Die Saints drehten zu Beginn mächtig auf. Lambert (10.), Rodriguez, der ins leere Tor abstaubte, nachdem Huth das Leder an die eigene Latte abgefälscht hatte (24.), sowie ein Eigentor Wilkinsons (36.) sorgten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (Jones, 16.) für die 3:1-Pausenführung. Upson verkürzte auf 2:3 (67.), aber nachdem Stokes N'Zonzi vom Platz musste (71.), war der Aufsteiger in Überzahl dem Sieg nah. Jerome rettete in der Nachspielzeit aber noch einen Punkt und die Heimserie (17 Spiele ohne Niederlage).

Villa & Fulham: Die nächste Pleite - Reading hofft wieder

Danny Graham
Swanseas Danny Graham erzielt artistisch die Führung in Fulham.
© imago

Nach derben Schlappen (0:8 bei Chelsea, 0:4 gegen Tottenham) sollte für Aston Villa gegen Wigan Athletic die Trendwende her. Doch erst schockte Ramis (3.) das Team des ehemaligen BVB-Profis Paul Lambert früh im ersten Abschnitt, dann machten Boyce (52.) und Koné (56.) bald nach Wiederanpfiff frühzeitig den Deckel drauf. Die Latics überholten durch das 3:0 den Kontrahenten und kletterten genau über den Strich, die Villans sind endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Wieder mit Tremmel im Tor, der den Vorzug vor Vorm erhalten hatte, vergrößerte Swansea auch die Abstiegssorgen Fulhams durch Graham, der im Craven Cottage mit artistischem Seitfallzieher seinen zweiten Saisontreffer erzielte (19.). De Guzman (52.) erhöhte, für Fulham reichte es nur noch zum 1:2 durch Ruiz (56.).

Die Hoffnung lebt beim FC Reading, der West Ham United überraschte. Die Royals erzielten gegen wegen eines Streiks der U-Bahn-Fahrer am Boxing-Day ausgeruhte, aber wenig konzentrierte Hammers durch den Ex-Stuttgarter Pogrebnyak nach zu kurzem Rückpass von Collins das entscheidende Tor (5.).

Gunners: Spektakel mit Podolski, Walcott, Giroud und Ba

Lukas Podolski (li.) und Theo Walcott
Tänzchen gefällig? Die Arsenal-Torschützen Lukas Podolski (li.) und Theo Walcott, die hier das 1:0 feiern.
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Am Samstagabend (18.30 Uhr) empfing dann der FC Arsenal mit Podolski, aber ohne Mertesacker (Magen-Darm-Grippe) Newcastle United mit Cissé und Ba. Es sollte das zweittorreichste Spiel der Premier-League-Geschichte werden.

Die Gunners münzten ihre Feldvorteile in der 20. Minute um: Walcott schoss nach Podolskis feinem Pass von halblinks überlegt zur Führung ein. Auf der Gegenseite schlug Ba bei einem Standard zu: Bei seinem Freistoß profitierte der Goalgetter (Saisontor Nummer 12) davon, dass Wilshere den Ball unhaltbar für Szczesny abfälschte (44.).

Mit Dampf kehrten die Londoner aus der Kabine zurück, Podolskis Ballgewinn ermöglichte Cazorla den Assist zu Oxlade-Chamberlains Flachschuss von der Strafraumgrenze - 2:1 (50.). Marveaux egalisierte erneut (59.), ehe Podolski seine starke Vorstellung nach Wilsheres Vorarbeit per Kopf aus kürzester Distanz krönte (64.). Damit nicht genug, der Wahnsinn ging weiter: Ba netzte für die Magpies erneut ein (69.), Walcott antwortete postwendend (73.), Joker Giroud machte alles klar (84., 87.), und Walcott setzte per fulminantem Sololauf das Sahnehäubchen zum 7:3 obendrauf (90.+2).


Die torreichsten Spiele der Premier-League-Geschichte

FC Portsmouth - FC Reading 7:4 (September 2007)
Tottenham Hotspur - FC Reading 6:4 (Dezember 2007)
Tottenham Hotspur - Wigan Athletic 9:1 (November 2009)
Manchester United - FC Arsenal 8:2 (August 2011)
FC Arsenal - Newcastle United 7:3 (Dezember 2012)

30.12.12
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United50:2849
 
2Manchester City38:1942
 
3FC Chelsea39:1838
 
4Tottenham Hotspur36:2636
 
5FC Arsenal39:2133
 
6FC Everton33:2533
 
7West Bromwich Albion28:2533
 
8Stoke City21:1729
 
9FC Liverpool31:2628
 
10Swansea City29:2428
 
11Norwich City23:3225
 
12West Ham United22:2323
 
13AFC Sunderland21:2622
 
14FC Fulham30:3621
 
15Newcastle United26:3720
 
16Wigan Athletic22:3518
 
17Aston Villa15:3918
 
18FC Southampton26:3717
 
19FC Reading22:3713
 
20Queens Park Rangers16:3610
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