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26.12.2012, 22:54

Chelsea siegt in Norwich - Bale-Hattrick - Stoke schlägt Liverpool

4:3! Happy End für ManUnited - und City verliert

Der Boxing Day verlief ganz nach dem Geschmack von Manchester United. Die Red Devils lagen gegen Newcastle zwar dreimal im Hintertreffen, behielten in letzter Minute aber doch noch die Oberhand! Da Titelrivale Manchester City in Sunderland 0:1 verlor, beträgt Uniteds Vorsprung nun sieben Zähler. Chelsea übersprang die hohe Auswärtshürde Norwich, Everton (mit Hitzlsperger) bezwang Wigan, Bale schenkte Villa bei Tottenhams 4:0-Auswärtssieg einen Hattrick ein. Stoke stellte seine Heimstärke auch gegen Liverpool unter Beweis, QPR ist wieder Letzter.

Chicharito überwindet Krul
Kleine Erbse, großes Tor: "Chicharito" Hernandez überwindet Krul in letzter Minute.
© picture allianceZoomansicht

Beim 1:1 in Swansea hatte Manchester United zuletzt trotz starker Leistung zwei Punkte liegen lassen. Das Heimspiel gegen Newcastle United bot am Boxing Day eigentlich beste Voraussetzungen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen: Die Magpies reisten ohne Auswärtssieg an, zuletzt im Old Trafford gewonnen hatten sie im Februar 1972! Nach vier Minuten waren es jedoch, die Gäste, die im "Theater der Träume" jubelten. Bedanken konnten sie sich bei Carrick, der den Ball im Mittelfeld leichtfertig verlor, und Torhüter de Gea, der einen Ba-Schuss aus dem Niemandsland nach vorne prallen ließ. Perch stand goldrichtig, 1:0 Newcastle (4.). ManUnited (mit Hernandez anstelle des verletzten Rooney, für den das Fußballjahr wegen einer Bänderdehnung im Knie gelaufen ist, und den Routiniers Giggs und Scholes in der Startelf) agierte in der ersten Hälfte viel zu pomadig und ideenlos. Eine Standardsituation bescherte den Red Devils dennoch den Ausgleich: Nach einem Freistoß von van Persie scheiterte Chicharito noch an Torhüter Krul, doch Evans staubte zum 1:1 ab (25.).

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Drei Minuten später brachte Evans den Ball schon wieder im Netz unter - allerdings im eigenen! Simpsons hatte den Ball flach in den Sechzehner gebracht. Schiedsrichter Mike Dean gab den Treffer nach Diskussion mit seinem Assistenten, der die Fahne wegen einer - vom Unparteiischen dann aber als passiv beurteilten - Abseitsstellung von Cissé gehoben hatte. Newcastle war sogar nahe dran am dritten Tor: Marveaux setzte einen Freistoß an die Latte (38.). Nach der Pause war Sir Alex Ferguson wegen des gegebenen 1:2 immer noch in Rage und redete gestenreich auf das Gespann ein.

Der zweite Durchgang hatte es dann in sich! Nach knapp einer Stunde glich Evra mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus. Doch Newcastle ging ein drittes Mal in Führung: Der eingewechselte Obertan setzte sich über links durch und legte zurück auf Cissé, der den Ball humorlos in die Maschen drosch (68.). Diesmal hielt die Führung nur drei Minuten. Mit seinem 13. Saisontreffer besorgte van Persie im zweiten Anlauf das 3:3. In der Schlussphase war United am Drücker und kam praktisch im Minutentakt zu Chancen. Allerdings stand der Ferguson-Elf nach einem Ameobi-Schuss auch das Aluminium noch einmal zur Seite. In letzter Minute jubelte der Favorit schließlich doch noch: Carrick flankte wunderbar in die Mitte, wo "Chicharito" Hernandez, der wenige Minuten zuvor aus fünf Metern noch unbedrängt neben das Tor geköpft hatte, zur Stelle war und zum 4:3 einschoss!

0:1 in Sunderland! Mancini ist bedient

Noch besser wurde der Nachmittag für United dadurch, dass es für Lokalrivale City in Sunderland erneut nichts zu holen gab . Der Meister erwischte im Stadium of Light den besseren Start: Der wiedergenesene City-Kapitän Kompany scheiterte aber an der Latte, Yaya Touré und Silva fanden im belgischen Nationaltorhüter Mignolet ihren Meister. Acht Minuten nach dem Wiederanpfiff war es jedoch Englands Nummer 1 Hart, die hinter sich greifen musste. Ausgerechnet der frühere City-Akteur Johnson überwand den Schlussmann mit einem nicht unhaltbaren Schuss ins kurze Eck.

Nächste Saison werden wir gar nicht erst herkommen.City-Coach Roberto Mancini nach der dritten Pleite in Sunderland in Serie

Der Favorit rannte verzweifelt an, musste den Platz in Sunderland am Ende jedoch zum dritten Mal in Folge als Verlierer verlassen. Dreimal unterlagen die Schützlinge von Roberto Mancini den Black Cats mit 0:1. Der Italiener war bedient: "Es ist jedes Jahr das gleiche für uns ins Sunderland, nächste Saison werden wir gar nicht erst herkommen", meinte Mancini, stellte aber auch fest: "Letztes Jahr haben wir hier aber auch nicht gewonnen und sind am Ende Meister geworden." Hoffnung können dem City-Coach derzeit nur die ebenfalls nicht gerade überzeugenden Vorstellungen des Stadtrivalen machen. Der Rückstand der Citizens auf den Spitzenreiter beträgt nunmehr sieben Punkte.

Mata beendet Norwichs Serie - Bale verbucht Hattrick - Everton feiert Neville

Auf Platz drei liegt weiterhin Chelsea, das sich der schweren Auswärtsaufgabe Norwich mit einem knappen 1:0-Erfolg entledigte. Ein sehenswerter Treffer von Mata reichte den Londonern zum Sieg bei den Canaries, die an der heimischen Carrow Road zuvor fünfmal in Folge gewonnen hatten. Die Gastgeber lieferten den Blues zwar einen heißen Kampf, schafften es letztlich aber nicht, Chelsea-Keeper Cech einmal in Bedrängnis zu bringen. Bassong verpasste in der Nachspielzeit mit einem Kopfball-Aufsetzer den Ausgleich. Nach dem furiosen 8:0 gegen Aston Villa verbuchte Chelsea somit den nächsten Sieg. Der Rückstand auf Manchester City beträgt nur noch vier Punkte - und ein Nachholspiel hat das Team von Coach Rafa Benitez noch in der Hinterhand.

Juan Mata
Der goldene Schuss: Juan Mata trifft in Norwich zum 1:0 für Chelsea.
© picture alliance

Aston Villa kassierte nach dem 0:8 gegen Chelsea mit dem 0:4 gegen Tottenham die nächste hohe Pleite. Nach torloser erster Hälfte schoss Defoe die Spurs nach feinem Zuspiel von Naughton in Front. Dann begann die große Bale-Show. Innerhalb von 23 Minuten gelang dem Waliser ein blitzsauberer Hattrick. Tottenham zog durch den Erfolg am Lokalrivalen Arsenal vorbei, dessen Partie gegen West Ham wegen des Londoner U-Bahn-Streiks frühzeitig abgesagt worden war.

Auch Everton - wegen der schlechteren Tordifferenz nun hinter den Spurs Fünfter - hält im Rennen um die Champions-League-Plätze das Tempo hoch. Die Toffees, bei denen Hitzlsperger in der Startformation stand, blieben zum siebten Mal in Folge ungeschlagen und setzten sich gegen Wigan mit 2:1 durch. Ein stark abgefälschter Schuss von Osman (52.) brachte den Erfolg auf den Weg. Den zweiten Treffer besorgte Jagielka nach Flanke von Jubilar Phil Neville. Der Kapitän bestritt sein 500. Premier-League-Spiel. Eine Marke, die vor ihm nur Ryan Giggs, der verstorbene Gary Speed, Sol Campbell, David James, Frank Lampard und Emile Heskey durchbrochen hatten.

QPR ist wieder Letzter, Redknapp stocksauer auf Schiedsrichter Foy

Sechster nach dem Boxing Day - eine Prognose, bei der West Broms Trainer Steve Clarke zu Saisonbeginn sicher in schallendes Gelächter ausgebrochen wäre. Doch nach dem 2:1-Erfolg bei den Queens Park Rangers bleiben die Baggies das Überraschungsteam der Saison. Weil der Bus der Gäste im Stau steckengeblieben war, hatte die Partie mit 15-minütiger Verspätung begonnen. Lange ereignete sich nicht viel, bis Brunt das Spiel mit einem Distanzkracher aus der Lethargie riss und West Brom in Führung schoss (29.). Fünf Minuten nach dem Wechsel stand es 0:2 aus Sicht der Hausherren: Ex-Nationaltorhüter Green boxte sich den Ball nach einer Kopfball-Bogenlampe von Traore ins eigene Netz, wurde dabei von Fortune allerdings hart angegangen. Der Treffer zählte trotzdem.

Das brachte QPR-Coach Redknapp nach der Partie genauso auf die Palme wie ein nicht gegebener Elfmeter. Ridgewell blockte den Ball im Sechzehner wenige Minuten vor dem Ende mit dem Arm, doch die Pfeife von Schiedsrichter Chris Foy blieb stumm. "Es ist ein klares Foul. Und es ist ein klarer Elfmeter. Das waren skandalöse Entscheidungen", kochte Redknapp, dessen Team durch Cissé nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. In der Schlussphase drängte QPR mit aller Macht auf den Ausgleich, den Torhüter Foster nach Kopfball von Hill jedoch in grandioser Manier verhinderte. Die Londoner sind wieder Letzter, da Reading gegen Swansea immerhin ein 0:0 holte. Nach 19 Spielen haben die beiden Kellerkinder gerade einmal zehn Punkte auf dem Konto - abstiegsreif.

Dimitar Berbatov
Mario Balotelli brachte T-Shirt-Botschaften wieder in Mode: Dimitar Berbatov nach seinem Tor gegen Southampton.
© picture alliance

Aufsehen erregte am Boxing Day auch der frühere Leverkusener Berbatov: Nachdem er Fulham gegen Southampton mit 1:0 in Führung geschossen hatte, enthüllte der in der Kritik stehende Bulgare auf seinem T-Shirt den Schriftzug "Bleibt ruhig und spielt den Ball zu mir". Am Ende reichte es für die Londoner nur zum einem 1:1. Lambert bescherte den Saints einen wertvollen Auswärtspunkt.

Trotz Elfmeter-Premiere: Liverpool versinkt im Mittelmaß

Seinen Abschluss fand der Boxing Day im Britannia Stadium: Das zuhause noch ungeschlagene Stoke City empfing den FC Liverpool. Und der erwischte einen Traumstart: Gerade einmal 30 Sekunden waren gespielt, da stellte Shawcross das Trikot von Suarez im Strafraum auf die Zerreißprobe, Schiedsrichter Webb zeigte auf den Punkt. Der erste (!) Elfmeter für die Reds in der laufenden Saison. Kapitän Gerrard verwandelte sicher. Die Antwort der wie gewohnt mit Huth im Abwehrzentrum agierenden Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Ball von Elfmeter-Verursacher Shawcross verlängerte Jones in den Lauf von Walters, der Reina zum 1:1 überwand (5.). Sieben Minuten später jubelten die Potters erneut: Nach einer Ecke köpfte Jones zur Führung ein.

Nach dem Wechsel hätte Suarez den Reds beinahe erneut ein schnelles Erfolgserlebnis beschert. Nach starker Vorarbeit des eingewechselten Sterling traf der Uruguayer aber den Ball nicht richtig und scheiterte am Außenpfosten (47.). Kurz nach dem verpassten Ausgleich kassierte das Team von Brendan Rodgers das 1:3, Walters schnürte den Doppelpack. Darauf hatten die ideenlosen Gäste keine Antwort mehr. Liverpool wartet in der Premier League in Stoke damit weiter auf den ersten Sieg (0/2/3), muss die Potters in der Tabelle vorbeiziehen lassen und versinkt endgültig im Mittelfeld.

26.12.12
 

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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United48:2846
 
2Manchester City34:1639
 
3FC Chelsea37:1735
 
4Tottenham Hotspur34:2533
 
5FC Everton32:2333
 
6West Bromwich Albion28:2333
 
7FC Arsenal32:1830
 
8Stoke City18:1428
 
9Swansea City27:2325
 
10FC Liverpool28:2625
 
11Norwich City20:2825
 
12West Ham United22:2223
 
13AFC Sunderland20:2422
 
14FC Fulham29:3421
 
15Newcastle United23:3020
 
16Aston Villa15:3618
 
17FC Southampton23:3416
 
18Wigan Athletic19:3515
 
19FC Reading21:3710
 
20Queens Park Rangers16:3310
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