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23.12.2012, 18:58

Überblick: Barry lässt ManCity jubeln

Chelsea in Torlaune - ManUnited lässt Federn

Am ersten von vier Spieltagen binnen zwölf Tagen begann Arsenal den Weihnachtswahnsinn in der Premier League in Wigan mit dem dritten Erfolg in Serie. ManCity mühte sich gegen Schlusslicht Reading zu einem ganz späten Sieg, Tottenham verpasste gegen Stoke den Sprung auf Platz drei. Liverpool ließ es gegen Fulham krachen: 4:0! Primus ManUnited kam in Swansea nicht über ein Remis hinaus, Chelsea präsentierte sich gegen Aston Villa in Torlaune.

Michu stoppt ManUnited

Michu gegen David de Gea
Tor Nummer 13: Swanseas Goalgetter Michu (li.) steht goldrichtig und überwindet ManUniteds Keeper de Gea.
© imagoZoomansicht

In der englischen Premier League keimt wieder Hoffnung auf einen spannenden Saisonverlauf auf. Denn Spitzenreiter Manchester United kam am Sonntagnachmittag nicht über ein 1:1 (1:1) bei Swansea City hinaus. So rückte der regierende Meister und Stadtrivale Manchester City nach dem 1:0 gegen den FC Reading bis auf vier Zähler an die Red Devils heran.

Diese schienen im Liberty Stadium auf dem richtigen Weg zu sein. Nach einer Ecke durch van Persie durfte der nur 1,75 Meter große Evra in der 16. Minute die Führung einköpfen! Die Waliser mussten den Rückstand erst einmal verdauen, schlugen dann aber in Person von Michu zurück: Der Top-Torjäger staubte in der 29. Minute zum Ausgleich ab. Es war bereits sein 13. Saisontor, womit er nun in der Torschützenliste alleine vor van Persie liegt.

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In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie, die mit offenem Visier geführt wurde. Chancen hüben wie drüben waren zunächst die Folge. Mitte des zweiten Durchgangs bekam ManUnited wieder mehr Zugriff und erarbeitete sich eine Reihe von hervorragenden Möglichkeiten: Doch van Persie scheiterte am Aluminium (67.), der Niederländer traf bereits zum siebten Mal in dieser Spielzeit Pfosten oder Latte. In der 78. Minute rettete Keeper Vorm, der Tremmel wieder auf die Bank verdrängte, sensationell gegen einen Kopfball von Carrick. Mit den Fingerspitzen lenkte er den Ball gerade noch so an das Tordreieck. Und nur 120 Sekunden später rettete Davies für seinen bereits geschlagenen Torhüter kurz vor der Linie. Dabei war auch die Hand mit im Spiel, allerdings nicht elfmeterwürdig. In der Schlussphase verteidigten die Schwäne mit Mann und Maus und brachten den einen Punkt mit viel Engagement und natürlich auch dem nötigen Quäntchen Glück über die Zeit.

Lampard bei Chelsea-Torgala im Mittelpunkt

Frank Lampard
Chelseas Lampard (re.) zieht in seinem 500. Startelf-Einsatz ab und erzielt sein 130. Tor für Chelsea.
© picture alliance

Beim souveränen 8:0 (3:0)-Erfolg des FC Chelsea gegen Aston Villa zum Abschluss des Spieltags am Sonntagabend waren die Augen besonders auf einen Mann gerichtet: Frank Lampard stand zum 500. Mal in einem Premier-League-Spiel in der Startelf. Und der Kapitän der Blues feierte sein Jubiläum standesgemäß mit seinem Treffer zum 4:0 in der 59. Minute. Durch seinen 130. Premier-League-Treffer für die Blues ist er nun alleiniger Rekord-Torschütze Chelseas. Nur wenige Sekunden später wechselte ihn Chelsea-Coach Rafael Benitez aus, unter tosendem Applaus der Fans an der Stamford Bridge verließ der Routinier den Rasen.

Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Chelsea war in allen Belangen überlegen, Aston Villa konnte zu keiner Zeit an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Die Londoner spielten druckvoll, schnell und zielstrebig, die Tore fielen so fast zwangsläufig. Bereits vor der Pause stellten Torres (3.), David Luiz (29.) und Ivanovic (34.) die Weichen auf Sieg. Den Endstand stellten Ramires (75., 90. +1), Oscar (79.) und Hazard (83.) mit einem Traumtor her. Ein wenig ärgern musste sich einzig der eingewechselte Piazon. Einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter verschoss der 18-jährige Brasilianer, Keeper Guzan riss rechtzeitig den Arm in die Höhe (90.).

Arsenal: Mertesacker rettet, Podolski wird ausgewechselt

Gareth Barry und James Milner (beide Manchester City)
Gunners-Stürmer Theo Walcott (re.) gegen Wigans James McCarthy (Mi.) and David Jones.
© picture alliance

Die Partie zwischen Wigan und dem FC Arsenal eröffnete am Samstagmittag den Spieltag. Viel passierte nicht in Hälfte eins, Koné vergab für Wigan die beste Chance (24.). Arsenal hatte im zweiten Durchgang zunächst leichte Vorteile, Bausejours Foul an Walcott mündete in einen Elfmeter, den Arteta sicher verwandelte (60.).

Der Drittletzte erhöhte danach die Schlagzahl, die Gunners wurden in die Defensive gedrängt. Koné scheiterte an Szczesny (70.), Jones schoss Zentimeter vorbei (73.), Mertesacker rettete vor Koné (82.), und nachdem Athletic nach einem Handspiel von Gibbs (90.+1) vergeblich Elfmeter reklamiert hatte, war der Dreier in trockenen Tüchern. Für Arsenal der dritte in Folge, mit dem sich die Wenger-Elf, bei der Podolski nach unauffälligem Auftritt mal wieder vorzeitig ausgewechselt wurde, oben festkrallt.

Citizens beißen sich lange die Zähne aus

Ohne Kapitän Kompany (Bank) sowie die nicht im Kader stehenden angeschlagenen Nasri und Balotelli war Manchester City gegen Schlusslicht Reading von Beginn an bemüht, seine vermeintliche Pflichtaufgabe zu erfüllen. Die Fans erlebten Einbahnstraßenfußball Richtung Gästetor, gegen den massiv verteidigenden Aufsteiger tat sich der Meister, mit Tevez in vorderster Front, aber schwer. Der Führung stand im ersten Durchgang eigenes Unvermögen und Readings Schlussmann Federici im Weg.

Nach Nullnummer zur Pause sollte es wieder einmal Joker Dzeko richten, der nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zweimal dicht vor dem 1:0 stand (62., 66.). Reading stemmte sich mit Mann und Maus den Angriffen Manchesters entgegen - bis in die Nachspielzeit, und da passierte es dann doch: Barry setzte sich im Luftduell gegen Shorey resolut durch und köpfte zum erlösenden Sieg ein.

Es ist eng im Vorderfeld des Tableaus - vor dem Spieltag lagen zwischen Rang 12 (Liverpool) und Platz 3 gerade einmal sieben Punkte. Um's internationale Geschäft ging es in drei direkten Duellen.

Keine Tore an der White Hart Lane

Tottenham war gegen Stoke ein Dreier nicht vergönnt. Glück zudem für die Spurs, dass die Potters nach 45 Sekunden nach Walkers schlampigem Rückpass durch Jones die beste Chance der Partie nicht nutzen konnten. Möglichkeiten gab es ohnehin wenige, für die Hausherren konnte der wiedergenesene Flügelflitzer Barry eine gute Kopfballgelegenheit nicht nutzen. Durch die Nullnummer verpasste Tottenham den Sprung auf Platz drei.

Tabellenrechner Premier League

Cole trifft und fliegt

Im Boleyn Ground bejubelte Evertons Coach David Moyes die vermeintliche Führung durch Osman, dessen Kopfballtor keine Anerkennung fand, ehe fast im Gegenzug Cole für West Ham zum 1:0 traf (14.). Nach dem Seitenwechsel durfte sich der Gästetrainer aber doch freuen, Anichebe erzielte für die aktiveren Toffees per Kopf den Ausgleich (64.). Dann sah Hammers-Torschütze Cole die Rote Karte (67.), und Pienaar nutzte das Überzahlspiel zum 2:1. In der Nachspielzeit gab's noch die Rote Karte für Evertons Gibson, kurz danach war Schluss.

In Birmingham trafen die Tabellennachbarn West Brom (7.) und Norwich (8.) aufeinander. Für City, das sich mit einer glänzenden Serie von sieben Siegen und vier Unentschieden nach oben katapultiert hatte, traf Snodgrass per direktem Freistoß zur Führung (23.). Albion war dem Ausgleich danach mehrmals nahe. Und der gelang kurz vor der Pause, als Gästekeeper Bunn den Ball über den Balken lenken wollte, dieser aber gegen die Latte sprang und Gera abstaubte (43.). In der Schlussphase beendete Lukaku die Klasse-Serie der Gäste mit einem wuchtigen Kopfball (82.).

Unten: Magpies und Black Cats die Gewinner

Newcastle (17 Punkte) hoffte gegen die Queens Park Rangers (10) nach sechs Niederlagen in den letzten sieben Partien auf einen Befreiungsschlag. Mieses Wetter, mieses Spiel, so das Kurzfazit des ersten Durchgangs mit wenigen Chancen und ohne Tore. Shola Ameobi erlöste die heimischen Fans in einer ganz schwachen Partie mit dem späten Siegtreffer (81.).

Sunderland war bei Neuling Southampton (15) zu Gast. Vor der Begegnung trennte die Rivalen ein Punkt, nun sind es vier: Fletcher traf für die Black Cats kurz vor der Pause und verschaffte seiner Elf mit nun 19 Punkten im Abstiegskampf etwas Luft.

Reds furios - Downings Doppel-Premiere

Um 18.30 Uhr war dann Liverpool gegen Fulham an der Reihe. Die Reds begannen gut und profitierten von einer schnellen Führung, als Skrtel nach einer Ecke zu viel Platz hatte und trocken einschoss (8.). Bis zum Strafraum lief das Spiel der Gäste zwar ordentlich, dann aber fehlte die Durchschlagskraft. Zielstrebiger agierten die Hausherren: Downing steckte auf Gerrard durch, dessen Schrägschuss von halbrechts im langen Eck einschlug (36.). Nach der Pause war der Vorbereiter dann selbst dran: Downing wurde kaum attackiert, als er von rechts nach innen zog, sein Schuss vom Strafraumrand schlug im kurzen Eck ein (51.). Tor und Assist - beides Premieren für Downing für die Reds in der Premier League! Den Schlusspunkt setzte Torjäger Suarez in der Nachspielzeit - 4:0! Liverpool verbesserte sich damit auf Rang acht.

23.12.12
 
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Barclays Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester United44:2543
 
2Manchester City34:1539
 
3FC Chelsea36:1732
 
4FC Arsenal32:1830
 
5FC Everton30:2230
 
6Tottenham Hotspur30:2530
 
7West Bromwich Albion26:2230
 
8FC Liverpool27:2325
 
9Stoke City15:1325
 
10Norwich City20:2725
 
11Swansea City27:2324
 
12West Ham United22:2223
 
13FC Fulham28:3320
 
14Newcastle United20:2620
 
15AFC Sunderland19:2419
 
16Aston Villa15:3218
 
17FC Southampton22:3315
 
18Wigan Athletic18:3315
 
19Queens Park Rangers15:3110
 
20FC Reading21:379
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