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05.12.2012, 16:00

Klub-WM: Test der beiden konkurrierenden Systeme

Torlinientechnologie: HawkEye gegen GoalRef

Drin oder nicht drin - über diese Frage wird an Stammtischen nicht erst seit dem legendären Wembley-Tor durch Geoff Hurst im WM-Finale 1966 zwischen England und Deutschland (4:2 n.V.) mit aller Leidenschaft gestritten. Ab Donnerstag könnten aber solche Diskussionen der Vergangenheit angehören. Denn bei der Klub-WM in Japan treten zwei konkurrierende Torlinientechnologien gegeneinander an.

GoalRef-System
Tor oder nicht Tor? Über diese Frage könnte in Zukunft das GoalRef-System entscheiden.

46 Jahre sind verstrichen, seit Geoff Hurst am 30. Juli 1966 in der 101. Minute des WM-Endspiels zwischen England und Deutschland den Ball an die Unterkante des deutschen Tores schoss. Von dort sprang dann der Ball am Boden auf, sprang ins Feld zurück, Wolfgang Weber köpfte ihn ins Aus. Doch der Schweizer Unparteiische Gottfried Dienst entschied nach Absprache mit seinem damaligen Linienrichter Tofik Bahramov (Aserbaidschan) auf Tor. 3:2 für England, am Ende holten die Three Lions mit 4:2 nach Verlängerung ihren ersten und bisher einzigen WM-Titel.

Doch war der Ball wirklich im deutschen Tor? Darüber wurde und wird heftig gestritten, der Begriff "Wembley-Tor" ist allen Fußball-Fans ein Begriff. Solche Differenzen könnten ab Donnerstag der Vergangenheit angehören. Denn nach Jahren der Ablehnung machte die FIFA in diesem Juli den Weg für technische Hilfsmittel für die zweifelsfreie Ermittlung bei Toren frei. Bei der am Donnerstag beginnenden Klub-WM in Japan treten zwei konkurrierende Systeme gegeneinander an. Dem Sieger winkt dann das "grüne Licht" durch die FIFA und damit viel Renommee und Geld.

Klub-WM 2012

"Das ist eine Art Revolution", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke in Tokio einen Tag vor dem Auftakt-Playoff-Spiel zwischen Sanfrecce Hiroshima und Auckland City FC am Donnerstag in Yokohama. "Die Tests sind abgeschlossen und waren erfolgreich. Das ist ebenfalls ein wichtiger Tag für uns, weil eines der beiden Systeme beim Confederations Cup kommendes Jahr genutzt wird."

Im Januar sollen die Ergebnisse der Klub-WM analysiert werden, bei einem Workshop im März in Zürich stehen dann die Ergebnisse auf dem Prüfstand. Anschließend soll eine Entscheidung fallen, welche der beiden konkurrierenden Torlinientechnologien den Zuschlag für Brasilien bekommen wird.

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HawkEye gegen GoalRef

Zwei Systeme treten gegeneinander an: Bei den Spielen in Yokohama wird das auf einem Chip im Ball basierende GoalRef-System zum Einsatz kommen. Bei den Partien in Toyota dagegen wird das aus dem Tennis bekannte und auf Kameras gestützte HawkEye getestet. Die Schiedsrichter werden jeweils 90 Minuten vor Anpfiff die Technologie testen und darüber entscheiden, ob es zum Einsatz kommt oder nicht: "Wenn er Zweifel hat, hat er das Recht, es nicht zu gebrauchen", betonte Valcke. Die Kosten für die Tests und Vorbereitung für das Turnier bezifferte er auf rund zwei Millionen Dollar. Die Fans im Stadion sowie die Fernsehzuschauer sollen von der neuen Technik zunächst nichts zu sehen bekommen.

Nach der Qualifikationspartie zwischen Sanfrecce Hiroshima und Auckland City stehen bei der Klub-WM am Wochenende die Viertelfinalpaarungen auf dem Programm. Erst Mitte kommender Woche werden dann der FC Chelsea sowie Corinthians Sao Paulo im Halbfinale in den Wettbewerb eingreifen. Das Finale steigt am übernächsten Sonntag in Yokohama.

"Wembley-Tor reloaded" ebnet Torlinien-Technologie den Weg

Manuel Neuer
"Wembley-Tor reloaded": Anders als 44 Jahre zuvor ist der Ball von Frank Lampard deutlich hinter der Linie.
© Getty Images

Dass 46 Jahre nach dem "Wembley-Tor" die Referees endlich auf technische Hilfsmittel zurückgreifen können, hat übrigens mit dem "Wembley-Tor reloaded" zu tun. Beim 4:1-Erfolg Deutschlands im Achtelfinale der WM 2010 in Südafrika schoss Englands Frank Lampard auf das von Manuel Neuer gehütete Tor. Von der Unterkante der Querlatte prallte der Ball auf den Boden - allerdings deutlich sichtbar hinter die Linie. Nur Schiedsrichter Jorge Larrionda sah es zum Entsetzen der Engländer nicht und verweigerte dem Treffer die Anerkennung.

"Das darf nie wieder passieren", unterstrich Valcke. Und auch FIFA-Präsident Blatter änderte nach der Partie in Bloemfontein seine Meinung und zeigte sich aufgeschlossen gegenüber Tortechnologien.

05.12.12
 
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