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31.10.2012, 13:00

England: Historische Aufholjagd

Walcott schießt Arsenal von der Hölle in den Himmel

Der Eintrag in die Geschichtsbücher ist dem FC Reading und dem FC Arsenal sicher. Beim 5:7 n.V. boten die beiden Teams ein Fußball-Spektakel vom Feinsten. Am Ende war die Gemütslage aber völlig konträr. Während bei den Royals tiefe Trauer herrschte, wollten bei den Gunners die Jubelarien gar nicht mehr abebben.

Theo Walcott jubelt
Dem Wahnsinn (fast) ein Ende: Arsenals Walcott (Mi.) jubelt über Tor Nummer sechs, das siebte sollte aber noch folgen.
© picture allianceZoomansicht

Wunder gibt es immer wieder - auch im Fußball. Nach dem 4:4 der Schweden in Berlin gegen die deutsche Nationalelf setzte nun der FC Arsenal noch eins drauf: Nach einem zwischenzeitlichen 0:4 setzten sich die Londoner im Achtelfinale des League Cup noch mit 7:5 nach Verlängerung beim FC Reading durch.

"Wir sind in eine Katastrophe geschlittert und haben am Ende unseren Stolz gerettet", kommentierte Trainer Arsene Wenger das schier unfassbare 7:5 der beiden Liga-Rivalen. "Es könnte einer meiner größten Siege in meiner Zeit in London sein", fügte der 63 Jahre alte Franzose hinzu. "Langweilig war es nie."

Und wie die Spieler anschließend zugaben, soll der sonst so eloquente Weltbürger Wenger seinen Teil zur sensationellen Wende beigetragen haben. Denn entgegen seiner sonst so ruhigen Art muss er in der Halbzeitpause richtig laut geworden sein. "Ich habe den Spielern gesagt, dass der FC Arsenal niemals aufgibt - egal bei welchem Ergebnis. Dann ist das Wunder tatsächlich noch eingetreten", erklärte Wenger.

"Es ist wie eine Beerdigung"Readings Coach Brian McDermott

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Der Dank gehörte aber auch Walcott. Der Nationalstürmer war mit drei Treffern maßgeblich am Wunder beteiligt. Mit seinem zweiten Tor in der Nachspielzeit rettete er seine Farben in die Verlängerung, dort schlug er dann vorentscheidend zum 6:5 zu. "Es war ein unglaubliches Spiel. Ich habe so etwas noch nie erlebt", sagte der 23-Jährige und fügte hinzu: "Wir sind absolut fertig, aber glücklich."

Beteiligt waren auch zwei deutsche Youngster. Serge Gnabry stand in der Startelf, für ihn wurde Thomas Eisfeld eingewechselt. Die beiden deutschen Junioren-Nationalspieler profitierten von der Rotation Wengers. Der Franzose schonte etliche Stammkräfte - darunter die beiden deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski - und setzte dagegen auf seine "Young Guns".

Tiefe Trauer herrschte dagegen beim FC Reading. Erstmals in der Geschichte des Pokalwettbewerbs musste ein Team, das fünf Tore erzielte, den Platz als Verlierer verlassen. "Es ist wie eine Beerdigung. Es war das schlimmste Ergebnis in meiner Karriere", sagte Readings Trainer Brian McDermott.

31.10.12
 

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