| Vorname: | Giovanni |
| Nachname: | Trapattoni |
| Nation: | Italien |
| Verein: | Irland |
Trapattoni ist in Irland zwar beliebt für seine comicreifen Pressekonferenzen (z.B. "the cat is in the sack"), aber mittlerweile ebenso umstritten wegen seiner Personal- und Taktikentscheidungen. Und weil er höchst selten bei Liga-Spielen zuschaut, geschweige denn auf Insel überhaupt mal auftaucht. "Keine andere Nation würde Traps Quatsch dulden", titelte der "Herald" bereits vor der Bankrotterklärung gegen Deutschland. Für einige einheimische Reporter hat der Italiener nach der Demontage der stolzen irischen Fußballer gegen Deutschland bereits fertig.
Warum er sich den Job noch antue, musste sich der Maestro nach der 1:6-Klatsche in der Pressekonferenz fragen lassen. "Ich mache das nicht wegen des Geldes, ich mache es aus Stolz", entgegnete Trapattoni, der nicht aufgeben will. Gestenreich versuchte er in seinem englischen Kauderwelsch das Debakel zu erklären: "Deutschland ist Weltranglisten-Zweiter. Die Spieler spielen in den besten Klubs, spielen Champions League."
„Die Gespenster, Geister und langbeinigen Monster der Deutschen bescherten den Fans die fürchterlichsten 90 Minuten, an die man sich in Irland erinnern kann.“Irish Times
Die Zeitungen auf der Insel hatten genug gesehen. "Eine Horror-Show! Halloween kam zu früh. Die Gespenster, Geister und langbeinigen Monster der Deutschen bescherten den Fans die fürchterlichsten 90 Minuten, an die man sich in Irland erinnern kann. Sie waren wie Übermenschen", las man in der "Irish Times". Der "Irish Independent" sah einen "Alptraum an der Lansdowne Road. Eine Nacht der Schande. Schon wieder gedemütigt."
Für Trapattoni jedoch war das Spiel gegen ein "fantastisches Deutschland" das Streichergebnis in der WM-Qualifikation. Er musste etliche verletzte Stammkräfte ersetzen - aber wie? "Wir haben nur diese Spieler, es sind die besten in Irland", stöhnte er. Platz zwei in der Gruppe ist für "Trap" weiterhin erreichbar. Mit einem Sieg beim Fußball-Zwerg Färöer wären die Iren wieder im Rennen. "Ich bin sicher, die Spieler können eine Antwort geben", sagte Trapattoni - es klang mehr flehend als überzeugt. Falls es auf den Färöern schiefgeht, wird er kaum mehr zu halten sein. Und wie schwer man auf der Insel gewinnt, mussten zuletzt die Schweden erfahren, die nur durch ein spätes Tor von Superstar Zlatan Ibrahimovic dem Kopf noch knapp aus der Schlinge zogen und letztlich mit 2:1 gewannen.
| Mannsch. I | Mannsch. II | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Färöer | - | Irland | 1:4 (0:0) | |
Österreich | - | Kasachstan | 4:0 (1:0) | |
Deutschland | - | Schweden | 4:4 (3:0) | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Deutschland | 15:6 | 10 |
| 2 | ![]() | Schweden | 8:5 | 7 |
| 3 | ![]() | Irland | 7:8 | 6 |
| 4 | ![]() | Österreich | 5:2 | 4 |
| 5 | ![]() | Kasachstan | 1:8 | 1 |
| 6 | ![]() | Färöer | 2:9 | 0 |