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16.09.2012, 23:10

ManUnited erfolgreich - Chelsea und ManCity lassen Federn

Trubel an der Merseyside: Ba klaut Everton zwei Punkte

Am Montag trennten sich Everton und Newcastle in einer verrückten Begegnung mit 2:2. Vor dem brisanten Derby zwischen QPR und Chelsea stand zunächst ein Handschlag im Fokus, der gar nicht erfolgte, danach teilten sich beide Teams die Punkte. Auch Manchester City musste sich in Stoke mit einem Remis begnügen. Arsenal feuerte beim 6:1 gegen Southampton aus allen Rohren. Während Liverpool weiter auf den ersten Sieg wartet, platzte bei Tottenham am Sonntag der Knoten.

Demba Ba
Nicht mit mir: Newcastles Demba Ba setzte einer verrückten Schlussphase im Goodison Park die Krone auf.
© getty imagesZoomansicht

Am Montag stand zum Spieltagsabschluss das Duell zwischen Everton und Newcastle an. Es sollte ein denkwürdiges Duell werden, und das nicht nur, weil die Fans in einer bewegenden Zeremonie den Opfern von Hillsborough gedachten. Ian Ayre, der Geschäftsführer des FC Liverpool, bedankte sich einen Tag später bei den Everton-Fans: "In Zeiten wie diesen treten Rivalitäten im Fußball in den Hintergrund. Das macht diese Stadt so einzigartig. Die Fans beider Klubs können stolz darauf sein, wie sie in den vergangenen Tage, Wochen und Jahren seit der Tragödie miteinander umgegangen sind."

Demba Ba musste bei den Magpies etwas überraschend mit der Bank Vorlieb nehmen, Papiss Demba Cissé stand hingegen in der Startelf. Den Ton im Goodison Park gaben aber erstmal die Hausherren an. In der 15. Minute wurde Everton für die engagierte Anfangsphase belohnt. Baines spielte ab auf Pienaar, der die Kugel direkt mit der Hacke in den Lauf des Linksverteidigers legte. Mit einem beherzten Linksschuss ins lange Eck traf der Everton-Akteur zum 1:0. In der 27. Minute trat dann erstmals Cissé in Erscheinung: Sein Rechtsschuss aus kurzer Distanz nach einer missglückten Abwehraktion flog haarscharf am langen Eck vorbei. Auch in der 37. Minute hatte Newcastle Pech, als Baines nach Artetas Versuch noch auf der Linie klärte.

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Der Ausgleich fiel aber dennoch, wenn auch erst in Hälfte zwei. Und zwar dank des zur Pause eingewechselten Demba Ba: Aus 16 Metern schob er die Kugel mit links an Keeper Howard zum 1:1 vorbei. Es war bei weitem nicht der letzte Höhepunkt in einer Wahnsinnspartie! Fellainis Treffer wurde zu Unrecht wegen Abseits aberkannt (59.), in der 79. Minute köpfte Anichebe den Ball knapp hinter die Linie - Referee Jones war unglücklicherweise anderer Meinung und gab auch diesen Everton-Treffer nicht. Nachdem Newcastles Ben Arfa allein vor Howard gescheitert war (6.), traf Anichebe dann nach einer Einzelaktion doch noch zum 2:1 (88.). Und Newcastle? Hatte Demba Ba: Der Senegalese überlistete aus kurzer Distanz den herausstürmenden Howard - 2:2 in der Nachspielzeit, der Endstand in einer verrückten Schlussphase an der Merseyside.

Ferdinand lässt Terry und Cole stehen

John Terry und Anton Ferdinand
Der Handschlag fiel aus: Anton Ferdinand ignorierte John Terry, den er zuletzt im Gerichtssaal gesehen hatte.
© picture allianceZoomansicht

Vor dem West-Londoner Derby zwischen den Queens Park Rangers und dem FC Chelsea war die Stimmung aufgeheizt - allerdings nicht in erster Linie aus sportlichen Gründen. Das Wiedersehen zwischen Anton Ferdinand und John Terry stand an. Ein Gericht hatte den Chelsea-Kapitän vor einigen Wochen vom Vorwurf der rassistischen Beleidigung gegenüber Ferdinand freigesprochen, mit einem Verfahren der FA sieht er sich weiterhin konfrontiert. Viel war über den offiziellen Handschlag vor dem Spiel gesprochen worden: Fast schon erwartungsgemäß ging Ferdinand an Terry vorbei, auch Cole, der Partei für seinen Kollegen ergriffen hatte, ignorierte der QPR-Verteidiger.

Es war der Beginn eines hitzigen, nickligen Stadtduells an der Loftus Road. Torhüter Julio Cesar bewahrte die Hausherren vor der Pause mit feinen Paraden zweimal vor dem Rückstand. Zweimal wartete Chelsea zudem vergeblich auf den Elfmeterpfiff. Nach dem Wechsel steigerte sich der Außenseiter und hatte durch Zamora sogar noch die große Chance auf den Siegtreffer. Im Eins-gegen-Eins zog der Angreifer gegen Chelsea-Keeper Cech jedoch den Kürzeren. Die Blues blieben damit zum achten Mal in Folge in einem Auswärtsderby sieglos und gaben in dieser Saison nach zuvor drei Siegen erstmals Punkte ab.

Alte Hasen und Debütanten machen Sir Alex froh

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Debütanten und alte Hasen schrieben die Geschichte bei Manchester Uniteds 4:0-Heimerfolg gegen Wigan am Tag der Jubiläen. Die Red Devils, ohne die angeschlagen von der Länderspielpause zurückgekehrten Kagawa und van Persie, hatten stark begonnen und durch Hernandez eine frühe Elfmeter-Chance ausgelassen (5.). Dann befreiten sich jedoch zunehmend die Gäste, die United im Titelrennen in der vergangenen Saison eine Niederlage zugefügt hatten. Mehrmals stockte den Zuschauern im Old Trafford der Atem. Nach dem Wechsel war dann ein Oldie gefragt: In seinem 700. Pflichtspiel für United schoss Scholes aus kurzer Distanz zur Führung ein. Giggs lief im Übrigen zum 600. Mal (!) in der Premier League für den Rekordmeister auf, Ferdinand absolvierte seine 400. Partie für United. Danach übernahmen die Debütanten: Der niederländische Linksverteidiger Büttner bereitete erst Hernandez' 2:0 vor und markierte den dritten Treffer dann selbst. Der eingewechselte Powell setzte in Sir Alex Fergusons 500. Ligaheimspiel mit United den Schlusspunkt zum 4:0.

Podolskis Freistoßtor bringt Arsenals Kantersieg auf den Weg

Auch Arsenal kommt immer besser in Schwung. Dem 2:0 in Liverpool ließen die Gunners einen 6:1-Kantersieg gegen Southampton folgen. Die Hausherren machten von Beginn an Dampf und gingen durch ein Eigentor von Hooiveld, der einen Flachpass von Gibbs ins eigene Netz abfälschte, früh in Führung (11.). Dann war Podolski-Time im Emirates: Einen Freistoß aus 26 Metern versenkte der deutsche Nationalspieler in der 31. Minute sehenswert zum 2:0. Jetzt verloren die Saints völlig den Faden: Sechs Minuten später war die Partie nach einem Treffer von Gervinho, der den Vorzug vor Neuzugang Giroud erhalten hatte, und einem weiteren Eigentor von Clyne entschieden. Den ersten Gegentreffer der Saison durch Fox konnte Arsenal verschmerzen, denn nach dem Wechsel schraubten erneut Gervinho und der eingewechselte Walcott das Ergebnis wieder hoch. Die Saints mussten damit erneut bitteres Lehrgeld zahlen: Gegen beide Topklubs aus Manchester hatte der Neuling 2:1 geführt und noch 2:3 verloren, die Klatsche in London ist nun der nächste Rückschlag für den weiterhin punktlosen Aufsteiger.

Podolski und Mertesacker jubeln
Da bebte das Emirates Stadium: Podolski feiert sein zweites Saisontor, Mertesacker jubelt mit.
© picture alliance

Manchester City musste vor dem Champions-League-Gastspiel bei Real Madrid einen Dämpfer hinnehmen. Bei Stoke City, wo sich der Meister in der jüngeren Vergangenheit immer schwer tat, reichte es nur zu einem 1:1. Zunächst gerieten die Schützlinge von Roberto Mancini gar in Rückstand: Crouch brachte die Potters in Führung (15.) - ein umstrittener Treffer, der Angreifer hatte den Ball in der Entstehung mit der Hand gespielt. Neuzugang Javi Garcia, wie auch die beiden Neuen Maicon und Sinclair erstmals in der Startelf, köpfte nach einem Tevez-Freistoß zum Ausgleich ein (35.). Shawcross rettete Stoke den Punkt, als er kurz vor Schluss auf der Linie rettete und den Siegtreffer des eingewechselten Dzeko verhinderte. Stoke-Neuzugang Owen kam in der 90. Minute in die Partie - wartete jedoch vergeblich auf einen Ballkontakt.

Ein traumhaftes Heimdebüt feierte Dimitar Berbatov. Beim 3:0-Erfolg des FC Fulham gegen West Bromwich Albion erzielte der Bulgare zwei Tore. Die Gastgeber spielten ab der 38. Minute in Überzahl, nachdem Odemwingie für ein hartes Foul gegen den früheren Kölner Riether die Rote Karte gesehen hatte. Die erste Saisonniederlage setzte es wie für West Brom auch für Swansea, das bei Aston Villa mit 0:2 unterlag.

Emotionale Woche endet für Liverpool mit einem 1:1

Eine emotionale Woche lag hinter dem FC Liverpool: Der schlechte Saisonstart geriet am Mersey angesichts der neuen Hillsborough-Enthüllungen völlig in den Hintergrund. Am Samstagabend mussten Gerrard & Co. den Fokus dann aber wieder auf den Liga-Alltag richten. Und der hielt für die Reds einen Trip nach Sunderland bereit. Im Stadium of Light, wo die Flaggen aus Respekt für die Hillsborough-Opfer auf Halbmast wehten, begann Liverpool ohne Sahin in der Startelf stärker. Borini vergab zwei gute Chancen für die Gäste, bei denen Youngster Sterling erneut furios aufspielte. Aus dem Nichts ging Sunderland durch Fletcher in Führung (29.). Liverpool drängte nach dem Wechsel zunächst vergeblich auf den Ausgleich: Johnson scheiterte an der Latte, Gerrard verfehlte das Tor um Zentimeter. Suarez bescherte den Gästen schließlich doch das verdiente 1:1 (71.). Shelvey wäre fast noch der Siegtreffer gelungen, doch Sunderlands belgischer Nationaltorhüter Mignolet parierte. Liverpool wartet damit weiter auf den ersten Saisonsieg.

Defoe nimmt die Last von Tottenham

Jermain Defoe bejubelt das erste Tor.
Erster Saisonsieg: Tottenhams Jermain Defoe bejubelte seinen ersten Treffer.

Am Sonntag stand Tottenham nach schwachem Start unter Druck und hielt stand. Bei der Partie in Reading lohnte sich zunächst ein Blick auf die Aufstellungen. Spurs-Coach Villas-Boas ließ Neuzugang Lloris nur auf der Bank sitzen, dafür stand Friedel zwischen den Pfosten. Dembele durfte hingegen sein Startelfdebüt geben, während Dempsey ebenfalls nur die Bank drückte. Bei Reading stand der junge McCarthy im Tor und wenig später im Mittelpunkt. Gleich nach fünf Minuten musste er mehrmals zupacken. Einen Kopfball von Sigurdsson wehrte er klasse ab und auch bei Vertonghens Nachschuss war er zur Stelle. Dann war er aber machtlos, als Tottenham nach einem schönen Spielzug in Führung ging. Sigurdsson passte steil zu Lennon, der zurücklegte und Defoe schob platziert ein (18.). Nach einer halben Stunde patzte McCarthy, als ihm nach einem Rückpass das Leder versprang und bei Defoe landete, aber Sigurdssons Schuss wurde auf der Linie von zwei Abwehrspielern abgewehrt, der Keeper wäre bereits geschlagen gewesen. Die Hausherren verpassten es aber, die Überlegenheit zu einem weiteren Tor zu nutzen. So blieb es lange spannend, bis ein Doppelschlag die Partie entschied. Zunächst erhöhte Bale auf 2:0 (71.). Dann folgte aus einem Einwurf an der eigenen Eckfahne die Entscheidung: Defoe stürmte über den halben Platz und erzielte mit seinem zweiten Treffer das 3:0. Robson-Kanus Anschlusstreffer kam zu spät (90.). Reading klemmt damit im Keller fest, während sich Tottenham über den ersten Saisonsieg freute.

Tabellenrechner Premier League
16.09.12
 

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