21. März 2012: Bilbao verliert bei Atletico mit 1:2. 9. Mai 2012: Bilbao verliert im EL-Finale gegen Atletico mit 0:3. 27. August 2012: Bilbao verliert bei Atletico mit 0:4. Was alle Spiele neben dem unerfreulichen Ausgang für die Basken gemeinsam haben? Einen furiosen Falcao! In allen drei Partien besorgte der Kolumbianer die ersten beiden Treffer der Partie. Der fleischgewordene Doppelpack-Alptraum von Marcelo Bielsa war am Montagabend in der 20. Minute mit einer starken Einzelaktion erstmals erfolgreich, indem er San José ins Leere laufen ließ und auch Iraizoz überwand. In Folge einer Ecke war "El Tigre" erneut zur Stelle - diesmal hatte Godin aufgelegt und der Angreifer artistisch vollendet (42.).
Der übliche Start also: Doch damit gab sich Falcao diesmal nicht zufrieden. Aus kurzer Distanz schoss er dem im Strafraum stehenden Gurpegui an die Hand, Referee Teixeira Vitienes zeigte zu Unrecht auf den Punkt. Vollstrecker: natürlich Falcao. In der 81. Minute ließ der Tiger, der sogar noch häufiger hätte treffen können, endlich von den Basken ab, es kam Tiago - doch der machte weiter, womit der 26-Jährige aufgehört hatte. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung setzte der Portugiese mit einem fulminanten Weitschuss in den Winkel den 4:0-Schlusspunkt. Für das neue Schlusslicht Bilbao, das erneut ohne Martinez und Llorente angereist war, brechen nach null Punkten und 3:9 Toren aus zwei Spielen schwere Zeiten an.
Im zweiten Spiel am Montagabend hatte zuvor Real Valladolid das Duell gegen UD Levante vor eigenem Publikum mit 2:0 für sich entschieden. Damit ging auch der "Hertha-Vergleich" zwischen Ebert und Lell an Ersteren. Neben Ebert stand mit Rukavina ein weiterer Ex-Bundesliga-Profi in der Startformation der Hausherren, die sich über die Maximalpunktzahl 6 freuen dürfen. Mit Gekas blieb bei Levante ein weiterer ehemalige Herthaner auf der Bank. Die Gäste verloren Abwehrrecke David Navarro schon vor der Pause per Ampelkarte, beide Treffer resultierten aus Elfmetertoren durch Victor Perez.

Mit 3:2 hatte Barça am Donnerstag den ersten Clásico der Saison für sich entschieden. Ehe am kommenden Mittwoch (22.30 Uhr) im Bernabeu das Rückspiel des Supercups steigt, mussten die beiden großen Kontrahenten am Sonntag den Liga-Alltag bewältigen. Und die Katalanen hatten in Pamplona so ihre Probleme. Der von Schalke 04 ausgeliehene ghanaische Nationalspieler Anthony Annan stand noch nicht im Kader von Osasuna. Auf der Gegenseite blieb Alexandre Song, Neuzugang von Arsenal, auf der Bank.
Barcelona tat sich lange Zeit schwer. Bereits in der ersten Minute hätte Osasuna in Führung gehen können, doch Keeper Victor Valdes, nach einer missglückten Dribbeleinlage gegen Real im Zentrum der Kritik, rettete mit einer Glanzparade. In der 17. Minute war es aber so weit, Joseba Llorente traf zur nicht unverdienten Führung für die Hausherren. Erst gegen Ende des Spiels und mit der Einwechselung von Xavi (70.) übernahm Barca mehr und mehr die Kontrolle und wendete die zweite Niederlage in Osasuna in Serie noch ab.
Zu verdanken war dies Messi, der beide Treffer zum knappen 2:1-Sieg erzielte. Zunächst stand "La Pulga" goldrichtig, als er in zentraler Position sieben Meter vor dem Tor von Alexis Sanchez eingesetzt wurde (76.). Nur vier Minuten später passte Jordi Alba von links in den Rücken der Abwehr, Messi hatte wenig Mühe, aus 14 Metern flach einzuschieben. Da war Osasuna bereits nur noch zu zehnt auf dem Feld, Puñal übertrieb es mit der Kritik am Schiedsrichter und sah Rot (78.).
Barça mühte sich zwar, fuhr aber doch den standesgemäßen Sieg ein. Das misslang Real Madrid beim kleinen Nachbarn FC Getafe völlig. Die Star-Truppe von José Mourinho dominierte zwar das Geschehen im ersten Durchgang, fuhr aber nicht den entsprechenden Ertrag ein. Mesut Özil, der in der Startformation stand, während Sami Khedira 90 Minuten auf der Bank blieb, hätte in der 16. Minute die Führung erzielen müssen, setzte die Kugel aber mustergültig freigespielt aus rund fünf Metern nur an die Latte des leeren Tores. So ging Real lediglich mit einer 1:0-Führung in die Pause, die Gonzalo Higuain mit einer energischen Einzelleistung förmlich erzwang (27.).
Im zweiten Durchgang wurde Getafe mutiger, beteiligte sich mehr am Spiel. Und das sollte belohnt werden: Der aufgerückte Juan Valera platzierte einen Kopfball nach einem Freistoß von rechts aus 15 Metern perfekt ins lange Eck (53.). Casillas war machtlos. Auch wenn Mourinho mit Benzema einen zweiten Stürmer brachte und mit Diarra einen defensiven Mittelfeldspieler opferte, kam Reals Angriffsmaschinerie nicht ins Rollen, auch Özil in der Zentrale hatte keinen guten Tag erwischt. Und so ging der Schuss nach hinten los: Getafe konterte und markierte durch Abdelaziz Barrada in der 75. Minute den 2:1-Siegtreffer. Raul Albiol hatte sich zuvor auf der rechten Abwehrseite leicht überlaufen lassen. Auch mit José Callejon und Nachwuchsstürmer Alvaro Morata - 2007/08 selbst bei Getafe - fand Real keine Antwort mehr. Die Nerven lagen blank, Coentrao handelte sich sogar auf der Bank eine Rote Karte ein.
Es blieb beim sensationellen 2:1 für Getafe - und Real damit auch im dritten Pflichtspiel der Saison sieglos. Mit nur einem Zähler rangieren die Königlichen zu diesem frühen Zeitpunkt im Niemandsland der Tabelle und weisen bereits fünf Zähler Rückstand auf den großen Konkurrenten aus Barcelona auf.

Vier Spiele in Folge hatte Betis zum Auftakt der vergangenen Saison gewonnen, auch im ersten Ligaduell bei Athletic Bilbao (5:3) bewiesen die Schützlinge von Pepe Mel eine starke Frühform. Der erste Rückschlag für die Andalusier folgte diesmal aber schon am Samstagabend. Zu Beginn ging es gleich hoch her im Estadio Benito Villamarin: Piti brachte die Gäste von Rayo Vallecano schon in der 2. Minute in Front, nur zwei Zeigerumdrehungen später war dann Jorge Molina für die Grün-Weißen, die auf den verletzten Angreifer Ruben Castro mehrere Wochen verzichten müssen, erfolgreich. Doch die Madrilenen setzten in der zweiten Hälfte nach. Leo (62.) traf zum 2:1 für Rayo, das sich nach zwei Siegen nun selbst für den Titel "Überraschungsmannschaft" bewirbt. Der von Wolfsburg umworbene Betis-Sechser Benat Etxebarria spielte übrigens 90 Minuten durch.
Im Spätspiel trennten sich Malaga und Mallorca 1:1-Remis. Die Gäste von der Insel gingen durch Hemed (68., per Kopf) in Front, Juanmi war jedoch für die "Sardellen" mit dem Ausgleich in der 77. Minute zur Stelle. Kurz vor Schluss sah Eliseu bei der Pellegrini-Elf noch die Ampelkarte. Der jüngste Primera-Torschütze der Geschichte, Fabrice Olinga, stand diesmal nicht im Kader von Malaga.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | FC Barcelona | 7:2 | 6 |
| 2 | ![]() | Real Valladolid | 3:0 | 6 |
| 3 | ![]() | Rayo Vallecano | 3:1 | 6 |
| 4 | ![]() | Atletico Madrid | 5:1 | 4 |
| 5 | ![]() | Deportivo La Coruna | 5:3 | 4 |
| 6 | ![]() | RCD Mallorca | 3:2 | 4 |
![]() | FC Sevilla | 3:2 | 4 | |
| 8 | ![]() | FC Malaga | 2:1 | 4 |
| 9 | ![]() | Real Betis Sevilla | 6:5 | 3 |
| 10 | ![]() | FC Getafe | 3:3 | 3 |
| 11 | ![]() | Real Saragossa | 2:2 | 3 |
| 12 | ![]() | Real Sociedad San Sebastian | 3:6 | 3 |
| 13 | ![]() | FC Valencia | 4:4 | 2 |
| 14 | ![]() | Real Madrid | 2:3 | 1 |
| 15 | ![]() | FC Granada | 1:2 | 1 |
| 16 | ![]() | UD Levante | 1:3 | 1 |
| 17 | ![]() | Espanyol Barcelona | 2:4 | 0 |
| 18 | ![]() | Celta Vigo | 1:3 | 0 |
| 19 | ![]() | CA Osasuna | 1:4 | 0 |
| 20 | ![]() | Athletic Bilbao | 3:9 | 0 |