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17.07.2012, 15:13

FIFA-Ethik-Kommission mit deutschem Richter

Blatter: Rücktritt kein Thema

Rücktrittsforderung hin, Rücktrittsforderung her: Sepp Blatter macht sich keine Gedanken darüber, sein Amt als Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA aufzugeben. "Kein Thema" sei dies, meinte Blatter am Rande der Exekutivsitzung der FIFA am Dienstag in Zürich. Vielmehr machte der Schweizer die Besetzung der beiden unabhängigen Kammern der FIFA-Ethik-Kommission zum Thema. Eine davon wird von einem Deutschen geleitet.

Im Zwielicht: Sepp Blatter.
Im Zwielicht: Sepp Blatter.
© Getty ImagesZoomansicht

"Nein, wir haben über das Thema nicht gesprochen. Über die Position des FIFA-Präsidenten kann nur der Kongress entscheiden", meinte Blatter auf einer Pressekonferenz. Reinhard Rauball, Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), hatte den 76-Jährigen am vergangenen Freitag aufgrund des jüngsten Schmiergeldskandals in der FIFA zur Demission aufgefordert. "Wenn einer meinen Rücktritt will, muss es der Kongress machen", so Blatter, der sich "blau und grün ärgern" würde, "wenn ich jedesmal darauf reagieren würde, wenn irgendwo auf der Welt jemand meinen Rücktritt fordert".

Blatter wirkte keineswegs angeschlagen, aber sehr angespannt. "Ich bin für mich verantwortlich, nicht für die Beurteilung meiner Person durch andere. Wenn man mich nicht mehr will in der FIFA, dann werden die Verbände aufstehen: 'Blatter, wir wollen nicht mehr.' Ich werde sagen: 'Danke schön» und gehe dann weg. Ohne Wenn und Aber."

"Wir folgen dir, denn wir sitzen alle in einem Boot."Sepp Blatter über das Sitzungsende des Exekutiuvkomitees der FIFA

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Vielmehr berichtete der FIFA-Boss von großer Einmütigkeit und Geschlossenheit in der "Regierung des Weltfußballs". Das gesamte Exekutivkomitee "bildet eine große Familie. Am Ende der Sitzung haben alle gesagt: 'Wir folgen dir, denn wir sitzen alle in einem Boot", so Blatter.

Auf die Forderung verschiedener deutscher Politiker, dem FIFA-Chef das 2006 verliehene Bundesverdienstkreuz zu entziehen, sagte der Blatter: "Kein Kommentar, wenn man mir es wegnimmt, dann nimmt man es mir weg." Seine in einem Interview erhobenen Vorwürfe zu möglichen Manipulationen bei der WM-Vergabe 2006 an Deutschland relativierte Blatter erneut: "Ich habe nur gesagt, dass einer aus dem Saal gegangen ist." In einem in der Bild veröffentlichten offenen Brief hatte Blatter zuvor gegenüber den Aussagen vom Sonntag eine Rolle rückwärts vollzogen.

Blatter bleibt also, Joachim Eckert kommt. Der FIFA-Boss machte die Besetzung der beiden unabhängigen Kammern der FIFA-Ethik-Kommission publik, die rechtsprechende wird von Eckert angeführt. Der 64-jährige Richter, Leiter der 6. Strafkammer des Landgerichts München, übernimmt den Vorsitz. Er ist auf Wirtschaftsverfahren spezialisiert. Die ermittelnde Kammer wird vom US-Amerikaner Michael Garcia geleitet.

Blatter erklärte, dass es bei Korruption keine Verjährungsfrist mehr geben wird, sodass auch Fälle aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden können.

Die Ethikkommission wird sich nun vom "moralisch-ethischen Aspekt" (Blatter) mit dem Fall beschäftigen. "Deshalb habe ich im Auftrag der UEFA in der heutigen Sitzung auch deutlich die Forderung ausgesprochen, dass die ISL-Akte umgehend der neuen Ethikkommission übergeben werden muss, verbunden mit der klaren Aufforderung aufzuklären, an wenn die restlichen Gelder gingen und wer davon alles Kenntnis hatte", sagte Exekutivkomitee-Mitglied Theo Zwanziger in einem Interview auf dfb.de. Dies sei von Blatter ausdrücklich begrüßt worden.


Die beiden Kammern der FIFA-Ethik-Kommission:

Ermittlungs-Kammer, Vorsitz: Michael J. Garcia (USA)
Mitglieder: Robert Torres (Guam), Les Murray (Australien), Ronald Jones (Barbados), Jorge Iván Palacio (Kolumbien), Noël Le Graët (Frankreich), Ahmed Ould Abderrahmane (Mauritanien).Rechtsprechende Kammer, Vorsitz: Hans-Joachim Eckert (Deutschland)
Mitglieder: Petrus Damaseb (Namibia), Juan Pedro Damiani (Uruguay), Burton K. Haimes (USA), Abdoulaye Mokhtar Diop (Senegal), Jack Kariko (Papua-Neuguinea), Yngve Hallén (Norwegen), Frau Thi My Dung Nguyen (Vietnam)

17.07.12
 
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