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14.07.2012, 20:30

Schmiergeld-Affäre: Konsequenzen für den Schweizer?

Niersbach distanziert sich von Blatter - FIFA-Chef wehrt sich

In der Schmiergeldaffäre beim Weltverband FIFA bezieht DFB-Präsident Wolfgang Niersbach deutlich Stellung: Der DFB-Boss distanziert sich nachdrücklich von seinem in die Kritik geratenen Schweizer FIFA-Kollegen Joseph S. Blatter. "Die Reaktion des FIFA-Präsidenten hat mich geschockt." Bezüglich eines Rücktritts Blatters hielt sich Niersbach aber bedeckt: "Das muss er selbst entscheiden."

Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach: "Das komplette DFB-Präsidium ist erschüttert und geschockt."
© Getty ImagesZoomansicht

Am vergangenen Mittwoch waren Schweizer Gerichtsdokumente veröffentlicht worden, die die Zahlung von Schmiergeldern in Millionenhöhe an Blatters FIFA-Vorgänger Joao Havelange (Brasilien) und dessen Ex-Schwiegersohn Ricardo Teixeira, der zu Jahresbeginn nach 23-jähriger Amtszeit als brasilianischer Verbands-Chef zurückgetreten war, beweisen.

Die beiden Brasilianer hatten jeweils Gelder des später bankrott gegangenen FIFA-Vermarktungspartners ISL erhalten. Blatter bestätigte danach, dass er von diesen Vorgängen Kenntnis besaß, ist sich ob seiner Tatenlosigkeit allerdings keines Fehlers bewusst.

Blatter: "Provisionszahlungen, von der Steuer absetzbar"

In einer FIFA-Mitteilung tituliert der schon mehrfach in Korruptionsverdacht geratene Eidgenosse diese Gelder als "Provisionszahlungen". Man habe solche Finanztransaktionen damals "als Geschäftsaufwand sogar von den Steuern abziehen" können. "Heute wäre dies strafbar. Man kann die Vergangenheit nicht mit den Maßstäben von heute messen. Ich kann also nicht von einem Delikt gewusst haben, welches keines war", sagte Blatter weiter.

DFB-Präsident Niersbach distanzierte sich am Samstag am Rande der DFB-Schiedsrichtertagung in Altensteig-Wart eindeutig von den Aussagen Blatters: "Die Reaktion des FIFA-Präsidenten hat mich geschockt. Wenn nicht unbedeutende Persönlichkeiten der FIFA Geld kassiert haben und die Reaktion darauf ist, dass das damals nicht verboten war, dann können wir uns als DFB davon nur klar distanzieren."

Nicht einstimmen wollte Niersbach in die vom deutschen Liga-Boss Reinhard Rauball in dieser Woche geäußerte Rücktrittsforderung Blatters: "Bei diesen Dingen stehen immer die Beteiligten selbst im Mittelpunkt. Das muss er selbst entscheiden."

Dass ein Rücktritt Blatters durchaus in Erwägung gezogen werden könnte, zeigt aber eine weitere Aussage Niersbachs, der nochmals betonte: "Das komplette DFB-Präsidium ist erschüttert und geschockt." Man könne ihn naiv nennen, "aber ich habe das bis jetzt nicht glauben können".

Blatter setzt sich zur Wehr

Inzwischen hat Blatter auf die vielfache Kritik reagiert. "Ich heiße weder Bestechung gut, noch unterstütze oder rechtfertige ich sie", sagte der 76-Jährige der Schweizer Zeitung SonntagsBlick. Von den Millionen-Zahlungen an FIFA-Ehrenpräsident Joao Havelange und das langjährige -Exekutivmitglied Ricardo Teixeira habe er erst mehrere Jahre nach dem Bankrott des FIFA-Vermarkters ISL im Jahr 2011 erfahren. "Es war die FIFA, die damals Strafanzeige erstattet hat und den ganzen ISL-Fall ins Rollen brachte", so Blatter: "Die Leute, die mich attackieren, wissen, dass es so ist, aber sie lassen nicht locker. Sie wollen mich weg. Wenn ich nun sage, es sei schwierig, die Vergangenheit an heutigen Maßstäben zu messen, dann ist das eine generelle Feststellung."

Blatter betonte zudem, selbst niemals Schmiergelder empfangen zu haben. "Es ist amtlich, was ich schon immer gesagt habe: Ich habe nie irgendwelche Schmiergelder bekommen. Jetzt versuchen die gleichen Leute, mich auf der zweiten Ebene zu attackieren. Ok, er hat zwar kein Schmiergeld kassiert, aber er muss davon gewusst haben. Nein, nochmals: Erst nach dem Kollaps von ISL, Jahre später", sagte Blatter.

 

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