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28.01.2012, 13:03

Italien: Serie B offenbar besonders in den Wettskandal verstrickt

"Ich war dumm!" - Doni gesteht Manipulation

Der ehemalige italienische Nationalspieler Cristiano Doni hat die Manipulation zweier Zweitliga-Spiele der letzten Saison nun auch öffentlich gestanden. "Ich war dumm", sagte der 38-Jährige gegenüber der Gazzetta dello Sport. Der Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo (Serie A) räumte sogar noch weiteren Betrug ein, stritt aber ab, im Dienst der asiatischen Wettmafia gestanden zu haben.

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Cristiano Doni
Späte Reue: Cristiano Doni gesteht Manipulationen und hofft auf Milde.
© imago Zoomansicht

Über das fußballerische Können von Cristiano Doni (38) hatten die italienischen Gazzetten lange nichts geschrieben. Stattdessen tauchte der Name des Ex-Kapitäns von Atalanta Bergamo immer wieder im Bezug zum italienischen Wettskandal auf. Doni hatte in der vergangen Saison zwei Spiele seiner Mannschaft manipuliert. Das gestand der ehemalige Nationalspieler jetzt auch öffentlich und räumte zudem die Verschiebung des Pokalspiels zwischen Atalanta und Pistoiese (1:1) vor zwölf Jahren ein. Damals wurde er aus Mangel an Beweisen frei gesprochen.

Am 19. Dezember letzten Jahres war Doni verhaftet worden und musste vier Tage im Gefängnis ausharren. Die Weihnachtsfeiertage durfte er unter Hausarrest im Kreise seiner Familie verbringen. "Ich war dumm, ich dachte nicht, dass man mich sogar festnehmen würde", so Doni. Zuletzt war der Mittelfeldspieler wieder auf freiem Fuß. Um mit einer möglichst milden Strafe davon zu kommen, geht der Italiener jetzt in die Offensive: "Ich appelliere an die Fußballer, nicht meinem Beispiel zu folgen, sondern diejenigen anzuzeigen, die Matches zu manipulieren versuchen."

Brennpunkt Serie B

Laut Doni seien Manipulationen vor allem in Italiens Serie B verbreitet, da die Spieler hier weniger verdienen. Der ermittelnde Staatsanwalt Roberto di Martino spricht von rund 100.000 Euro, die Zweitliga-Kicker für die Verschiebung eines Spiels erhalten. In der Serie A sollen sogar 200.000 bis 300.000 Euro pro Partie gezahlt werden. Die Spuren in einem globalen Wettskandal führen wohl zu einer asiatischen Organisation, dessen Kopf die Ermittler in Singapur vermuten.

Doni beteuert, nicht im Dienst krimineller Organisationen gestanden zu haben. Auch sein Verein Bergamo habe von seinen Manipulationen nichts gewusst. Dem Aufsteiger 2011 wurden bereits sechs Punkte abgezogen. Auch ein Zwangsabstieg des Erstligisten ist noch nicht vom Tisch.

Doni hofft durch seine öffentlichen Geständnisse nun, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und lediglich wegen Sportbetrugs angeklagt zu werden. Ansonsten droht dem Ex-Nationalspieler, der bereits für drei Jahre gesperrt wurde, eine Strafe für die Beteiligung an einer kriminellen Organisation.

28.01.12
 
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weitere Infos zu Doni

Vorname:Cristiano
Nachname:Doni
Nation: Italien
Verein:Atalanta Bergamo
Geboren am:01.04.1973

Vereinsdaten

Vereinsname:Atalanta Bergamo
Gründungsdatum:01.10.1907
Vereinsfarben:Blau-Schwarz
Anschrift:Atlalanta Bergamasca Calcio
Corso Europa
Zingonia
24040 Ciserano (BG)
Telefon: 00 39 - 35 - 4 18 62 11
Telefax: 00 39 - 35 - 4 18 62 47
Internet:http://www.atalanta.it/

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