FA Cup: Liverpool schlägt ManUnited spät
3:2 nach 0:2: Van Persie rettet Arsenal
Vierte Runde im FA Cup - neben dem Fußball stand dabei am Samstag auch das Thema Rassismus im Fokus: Nach Vorfällen in den Liga-Duellen gab es zwischen QPR und Chelsea (0:1) keine Shakehands, bei Liverpools hitzigenm 2:1-Sieg über Erzrivale Manchester United wurde ein Fan ausfällig und verhaftet. Weiter ist auch Tottenham - und Arsenal! Mertesacker, van Persie & Co. bogen gegen Aston Villa einen 0:2-Pausenrückstand um.

Der Matchwinner lässt sich feiern: Robin van Persie jubelt gegen Aston Villa.
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Eine durchaus spektakuläre Wende musste für den FC Arsenal her, um ins FA-Cup-Achtelfinale einzuziehen: Gegen Aston Villa lagen die Gunners trotz optischer Überlegenheit am Sonntag zur Pause 0:2 zurück - Pfiffe im Emirates Stadium. Eine siebenminütige Drangphase nach dem Seitenwechsel reichte den Gastgebern um Per Mertesacker aber, um das Spiel zu drehen: Villas Torschützen Dunne und Bent verursachten jeweils einen Elfmeter, beidemal behielt Arsenal-Torjäger van Persie die Nerven (54., 61.). Und dazwischen traf auch noch Walcott - weil er angeschossen wurde.
Kuijt lässt Anfield erzittern - Fan nach rassistischer Beleidigung verhaftet

Turm in der Schlacht: Daniel Agger köpft zum 1:0 für die Reds ein.
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Die Stimmung war prächtig in Anfield - und gipfelte kurz vor Spielende des Pokalschlagers zwischen Liverpool und Manchester United in einem orgiastischen Höhepunkt aus Sicht der Hausherren-Fans. 1:1 stand es bis kurz vor dem Ende des Erzrivalenduells. United hatte nach gut einer Viertelstunde die Führung auf dem Fuß - Valencias krachender Schuss landete jedoch am linken Pfosten (17.). Wenige Zeigerumdrehungen später zeigte sich Liverpool kaltschnäuzig: Agger köpfte nach einer Ecke zum 1:0 für die Reds ein (21.). Der Südkoreaner Park Ji-Sung (40.) erzielte per Direktabnahme den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
United hätte das Siegtor im zweiten Abschnitt durchaus verdient gehabt. Doch den Lucky Punch, als alle sich schon auf ein Wiederholungsspiel eingestellt hatten, setzte Liverpool, das vor wenigen Tagen erst via ManCity das League-Cup-Finale erreicht hatte. Der Niederländer Dirk Kuijt traf nach Reinas langem Ball und Carrolls Kopfball-Verlängerung im Duell mit de Gea, der die Kugel knapp an seinem Fuß vorbei passieren ließ (88.). Kuijt hätte Sekunden später nach einem Lattenkopfball Carrolls noch aufstocken können.
Im Fokus stand die ganze Partie über United-Verteidiger Evra, der vom Heim-Publikum durchweg ausgepfiffen wurde. Ihn hatte der weiter gesperrte Reds-Stürmer Suarez beim Liga-Aufeinandertreffen im Oktober (1:1) rassistisch beleidigt - viele Liverpool-Fans halten trotzdem nach wie vor zum Uruguayer, der sich für unschuldig hält. Ein Anhänger wurde hinterher gar festgenommen, er soll sich eine rassistische Geste erlaubt haben.
QPR und Chelsea halten Abstand
Zum Auftakt am Samstag verzichteten die Queens Park Rangers und der FC Chelsea erst einmal auf das Handshake vor dem Spiel. Grund: Beide Klubs hatten bei der FA beantragt, vor der am Mittwoch (1. Februar) stattfindenden Gerichtsanhörung von Chelseas Nationalmannschaftskapitän John Terry wegen angeblich rassistischer Beschimpfungen von QPR-Profi Anton Ferdinand darauf zu verzichten. Das Stadtduell entschied schließlich der Spanier Juan Mata per Foulelfmeter nach gut einer Stunde. Clint Hill hatte Daniel Sturridge im Strafraum zu Fall gebracht.
Huth trifft für Stoke
Der deutsche Ex-Nationalspieler Robert Huth steht mit Stoke City ebenfalls im Achtelfinale des Traditionswettbewerbs. Der 27 Jahre alte Verteidiger erzielte den 2:0-Endstand beim Sieg des Favoriten beim zweitklassigen Derby County. Zum 1:0 für den letztjährigen FA-Cup-Finalisten traf Stürmer Cameron Jerome (5.). Huth legte in der 81. Minute nach.
Van der Vaart aus der Ferne

Tottenhams van der Vaart im Duell mit Watfords Spielführer Eustace.
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Unbeeindruckt von den Steuerhinterziehungsverdacht gegen Spurs-Manager Harry Redknapp zog Tottenham am Freitag mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen den FC Watford in das Achtelfinale des FA-Cups ein. Matchwinner an der Vicarage Road war der Niederländer Rafael van der Vaart, dessen Distanzschuss kurz vor der Pause (42.) das Tor zur nächsten Runde öffnete.
Watford wehrte sich nach Kräften und gestaltete das auf dem Papier ungleiche Duell erstaunlich offen. In der Schlussphase hatte Watford-Spielführer Eustace gar den Ausgleich auf dem Kopf, traf in Folge eines Eckballs aber nur ans Aluminium. Dabei war es nicht wirklich ein Sahnetag der Spurs, die nur mit viel Glück die Partie schadlos überstanden. Redknapp war nach dem Schluspfiff auch sichtlich gelöst: "Das war nicht das Tottenham, das ich jede Woche sehe, wir waren schlecht. Watford war fantastisch. Wir haben das Glück beansprucht und sind nochmal davongekommen."
Stracqualursi und Fellaini drehen das Spiel
Auch der FC Everton steht in der Runde der letzten 16 Mannschaften. Dabei lagen die Gäste vom FC Fulham durch einen Strafstoß von Murphy schon früh mit 1:0 in Front. Der Argentinier Stracqualursi, in der Liga bislang meist als Joker eingesetzt, glich auf Flanke des ehemaligen Münchners Landon Donovan jedoch schnell aus. Eine weitere Vorlage von Donovan nutzte dann der Belgier Fellaini in Durchgang zwei und sicherte so den "Toffees" schließlich das nicht unverdiente Weiterkommen.