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11.11.2011, 12:25

WMQ Südamerika: Suspendierte Chilenen wehren sich

Sabella verzichtet auf Geheimniskrämerei

4:1 gegen Chile, 0:1 in Venezuela - die argentinische Nationalmannschaft ist stets für eine Überraschung in jeglichem Sinne gut. Gegen den Tabellenletzten Bolivien im Estadio Monumental von Buenos Aires wäre alles andere als ein Sieg eine Blamage für Messi & Co. Copa-America-Sieger Uruguay bekommt es später mit Chile zu tun, das unter der Woche negativ von sich reden machte. Zwei weitere Partien gehen in der Nacht über die Bühne.

Demichelis und Aguero
Nachzügler: Sergio Aguero soll höchstens als Einwechselspieler zum Einsatz kommen. Martin Demichelis (li.) ist hingegen gesetzt.
© picture allianceZoomansicht

Die völlig überraschende 0:1-Pleite in Venezuela liegt Argentinien noch schwer im Magen. Schon bei der WM-Qualifikation für 2010 mogelte sich die "Albiceleste" unter Trainer Diego Maradona mehr schlecht als recht bis nach Südafrika, für den Höhepunkt in Brasilien 2014 folgte nach dem 4:1 gegen Chile schon im zweiten Spiel der erste Ausrutscher.

Alejandro Sabella hat also ein schweres Erbe angetreten nach der ebenfalls verkorksten Copa America, in der unter Vorgänger Sergio Batista schon im Viertelfinale gegen Uruguay (4:5 n.E.) das Aus kam. Gegen das punktlose Bolivien gilt es nun, sich das Selbstvertrauen zurückzuholen, auch ohne den verletzten Angel Di Maria. Seine Aufstellung hat Sabella schon preisgegeben. "Romero, Zabaleta, Demichelis, Burdisso, Clemente, Gago, Mascherano, Ricky Alvarez, Messi und Higuain", so der Coach.

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Macht aber nur zehn. "Wir müssen abwarten, ob Kun (Sergio Aguero) auflaufen kann, Falls nicht, wird Pastore spielen", so Sabella weiter. Der Angreifer von Manchester City hat mit muskulären Problemen zu kämpfen. Etwas später verriet Sabella in einem Interview mit "Fox Sports", dass Aguero nicht in der Startelf stehen werde.

Suspendierte Chilenen wehren sich gegen Borghi

Probleme hat auch Chile vor der Partie bei Copa-Sieger Uruguay, vor allem disziplinarischer Art. Gleich fünf Spieler strich Claudio Borghi aus seinem Kader, darunter auch den Ex-Leverkusener Arturo Vidal. Sie hatten es mit dem Feiern reichlich übertrieben. Wegen eines ähnlichen Vorfalls waren bereits zwei Spieler Anfang Oktober aus dem Aufgebot gestrichen worden, diese fanden sich auch diesmal wieder unter der Feierwütigen. Zudem ist Barcelonas Superstar Alexis Sanchez angeschlagen.

Inzwischen haben sich die Spieler zur Wehr gesetzt. Was Borghi von sich gab, sei "eine große Lüge" und "nicht richtig", hieß es vonseiten der fünf Profis: "Wir waren 40 Minuten zu spät, das war nicht richtig, und dafür entschuldigen wir uns öffentlich. Wir bestreiten nicht, dass wir Alkohol getrunken haben, weil wir einer religiösen Zeremonie beigewohnt haben." Auf einer Pressekonferenz wiesen Valdivia, Carmona, Beausejour und Jara die Darstellungem zurück. Vidal nahm nicht an dem Termin teil, weil er schon wieder nach Italien zu seinem Klub Juventus Turin zurückgekehrt war. "Wir sind extrem verärgert, dass Herr Borghi solche Behauptungen aufstellt", sagten die vier Spieler: "Wir können die Aussage von Herrn Borghi, dass wir in einem nicht zu entschuldigenden Zustand zurückgekehrt seien, nicht akzeptieren. Das ist total falsch."

Zwei weitere Duelle gehen zur europäischen Nachtzeit über die Bühne. Paraguay, das in zwei Spielen erst einen Zähler gesammelt hat, misst sich mit Ecuador, Kolumbien trifft auf Venezuela. Die "Vinotintos" müssen dabei auf ihren Topstürmer Falcao verzichten. Der Atletico-Akteur ist wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich auch für das Ligaderby bei Real Madrid (26. November) fraglich.

11.11.11
 

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WMQ-Südamerika - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Uruguay9:37
 
2Argentinien5:34
 
3Kolumbien3:24
 
4Paraguay3:44
 
5Venezuela2:34
 
6Ecuador3:23
 
7Peru4:43
 
8Chile5:103
 
9Bolivien4:71
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