Zum Abschluss des Spieltages unterlag der FC Sevilla am Montag ausgerechnet gegen das bisherige Schlusslicht FC Granada mit 1:2. Der Tabellenfünfte, der es mit der Heimpleite versäumte, den Abstand nach ganz oben zu verkürzen, ging zwar durch Manu del Moral (2.) früh in Führung, doch in der Schlussphase drehten Geijo (80.) und Mikel Rico (90.) noch die Partie für den Aufsteiger, der somit seinen zweiten Saisonsieg feiern und die Rote Laterne an den FC Getafe abgeben konnte.
Sie scheinen erstmal gezählt zu sein, die Tage von Levante als Spitzenreiter. Das bis dahin ungeschlagene Überraschungsteam aus Valencia musste beim CA Osasuna die erste Saisonpleite hinnehmen - und das durchaus verdient. Das Team aus Pamplona zeigte kaum Respekt vor den Gipfelstürmern von Juan Ignazio Martinez und erarbeitete sich mehrere gute Chancen. Nach einer wenig überzeugenden Klärungsaktion der Levantiner war es dann soweit: Cejudo nahm aus 19 Metern Maß und traf an sämtlichen Beinen vorbei ins kurze Eck. Die Gelbe Karten wegen der Entledigung des Trikots nahm er billigend in Kauf. Kurz vor der Pause erhöhte Nino mit einem Abstauber auf 2:0.
Levante hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, die Partie zu drehen. Denn Osasunas Cejudo wurde die Verwarnung letztlich zum Verhängnis, er sah in der 60. Minute die Ampelkarte. Ein erneutes Levante-Wunder blieb aber aus, das "JIM"-Team musste sich erstmals geschlagen geben und rutscht auf Rang drei ab.
Gregorio Manzano kann aufatmen. Der Atletico-Trainer war nach sieben sieglosen Spielen in Folge arg in Bedrängnis geraten. Im Heimspiel gegen Saragossa klappte es endlich mal wieder. Hauptverantwortlicher war Adrian Lopez. Nach einer Flanke von Arda Turan stand der Angreifer sträflich frei und traf per Kopf zur Führung für die Colchoneros (19.), Alvaro Dominguez erhöhte noch vor der Pause (31.). Als Lopez nach feiner Vorarbeit von Filipe seinen zweiten Treffer markierte, war die Entscheidung endgültig gefallen, auch wenn Saragossa durch Helder Postigas Kopfball nach einer Ecke noch auf 1:3 verkürzte. José Antonio Reyes durfte nichts zu dem Erfolg beitragen. Bei seiner Auswechslung in Bilbao (0:3) unter der Woche hatte er seine Enttäuschung offen zur Schau gestellt. Manzano strich den Mittelfeldspieler kurzerhand aus dem Kader, genauso wie Miranda und Assunçao.
Im Spätspiel traf Malaga (drei Pleiten in Folge ohne Torerfolg) auf Espanyol (drei 1:0-Siege in Serie). Trotz der Formkurven ging Malaga durch Rondon in Führung, der den Vorzug vor van Nistelrooy erhielt. Kurz vor der Pause jedoch verlängerte Alvaro eine Freistoßflanke von Weiss gekonnt mit dem Kopf zum 1:1. Die großen Schlagzeilen schrieb an diesem Abend aber nur Schiedsrichter Delgado Ferreiro: Er übersah eine klare Tätlichkeit von Espanyols Datolo in der 24. Minute, das Foul an Cazorla im Strafraum noch nach außen zu verlegen (51.), war nicht mehr als ein schlechter Witz. Und es wurde noch viel wilder: Bei einem Fernschuss bekam Romaric den Ball im Strafraum ins Gesicht, sein Auge schwoll sogar an. Für Delgado Ferreiro und sein Gespann ein Handspiel. Romaric sah dann Gelb, und als Keeper Alvarez dem Schiedsrichter die Karte aus der Hand schlug, gab es - genau: gar nichts. Apono verwandelte jedenfalls den Strafstoß (73.) und fuhr so den Sieg ein. Deutliche länger dürfte die Niederlage aber nicht Espanyol, sondern Delgado Ferreiro verfolgen.

Eine Gala als Antwort - im doppelten Sinne: Der FC Barcelona hat nach einem 0:0 (gegen Sevilla) und einem 1:0 (gegen Granada) den RCD Mallorca am Samstagabend mit 5:0 auseinandergenommen und Lionel Messi seine drei Spiele währende "Durststrecke" mit einem 17-Minuten-Hattrick eindrucksvoll beendet.
Beim 1:0 (12.) überwand der Weltfußballer gleich ein anderes Mini-Trauma: Nach seinem Nachspielzeit-Fehlschuss gegen Sevilla verwandelte er einen Handelfmeter diesmal souverän zur Führung. Neun Minuten später wurde Adrianos Schussversuch zur perfekten Vorlage für den Argentinier, der schließlich noch eine Dani-Alves-Flanke aus dem Halbfeld mühelos volley zum 3:0 vollstreckte (30.).
Mit einer sensationellen Fußabwehr verhinderte Mallorcas Verteidiger Ramis das vierte Tor vor der Pause gegen Adriano noch, nach der Pause servierte Barças extrem agiler Linksverteidiger dann Youngster Cuenca (20) das 4:0 (50.). Der Rest war Kontrolle pur gegen einen völlig überforderten Gegner - gekrönt von Dani Alves' Hammer unter die Latte in der Nachspielzeit zum Endstand.

Nach mehreren Glanzauftritten war diesmal Real für den Arbeitssieg zuständig. Bei Real Sociedad reichte ein 1:0 zwar, um vor Erzrivale Barça zu bleiben, nicht aber, um die mitgereisten Fans zu erwärmen. Das lag allerdings nicht zuletzt am Gegner, der mit einer Vierer-Mittelfeldkette vor einer Fünfer-Abwehrkette antrat. Da kam es den Madrilenen gelegen, dass Coentrao schon in der neunten Minute Higuain mit seinem Steilpass fand - Saisontor Nummer zehn für den Argentinier.
Viel mehr kam vom Mourinho-Team, in dem diesmal Özil den Vorzug vor Kaka, Diarra aber auch vor den vor Khedira erhalten hatte, in den 90 Minuten nicht. Zwar kontrolliert Real das Match, vorne fehlten aber Bewegung und Kreativität, auch Özil (ein verzogener Nachschuss vor der Pause nach Higuains verlorenem Eins-gegen-eins-Duell) hatte wenig zu bieten und musste nach einer guten Stunde raus. Die Startelfchance konnte er nicht nutzen. Wenig später kam auch Khedira. Casillas musste noch zweimal zupacken, dann war die Pflichtaufgabe überstanden. Ein Leckerbissen war es wahrlich nicht.
Villarreals Trainer Juan Carlos Garrido kann indes erst einmal durchatmen. Sein "Gelbes U-Boot" gewann zum Auftakt des 11. Spieltags mit 2:0 (1:0) gegen Rayo Vallencano. Die Tore für Villarreal erzielten Bruno (20.) und Valero (67.). Durch den ersten Dreier nach zuvor sieben sieglosen Pflichtspielen dürften die Gerüchte um eine Ablösung von Garrido zunächst verstummen. Jetzt kommt Manchester City in der Königsklasse.
Der FC Valencia hat das erste von zwei anstehenden Heimspielen gewonnen. Gegen den FC Getafe feierte das Team von Trainer Umai Emery einen 3:1 (2:1)-Erfolg und festigte durch den Dreier seinen Platz in der Spitzengruppe. Der Franzose Feghouli schoss mit zwei Toren (12., 25.) seine Farben auf die Siegerstraße, Aduriz (76.) besorgte den Endstand. Damit feierte Valencia eine gelungen Generalprobe für das Chempions-League-Match am kommenden Dienstag gegen Bayer Leverkusen.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Real Madrid | 32:6 | 25 |
| 2 | ![]() | FC Barcelona | 32:4 | 24 |
| 3 | ![]() | UD Levante | 17:7 | 23 |
| 4 | ![]() | FC Valencia | 15:9 | 21 |
| 5 | ![]() | FC Sevilla | 11:8 | 17 |
| 6 | ![]() | FC Malaga | 12:14 | 16 |
| 7 | ![]() | Espanyol Barcelona | 9:13 | 15 |
| 8 | ![]() | CA Osasuna | 13:17 | 14 |
| 9 | ![]() | Athletic Bilbao | 15:12 | 13 |
| 10 | ![]() | Atletico Madrid | 12:11 | 13 |
| 11 | ![]() | Rayo Vallecano | 10:13 | 12 |
| 12 | ![]() | Real Betis Sevilla | 10:15 | 12 |
| 13 | ![]() | FC Villarreal | 9:17 | 10 |
| 14 | ![]() | RCD Mallorca | 8:16 | 9 |
| 15 | ![]() | Real Saragossa | 10:20 | 9 |
| 16 | ![]() | Real Sociedad San Sebastian | 9:14 | 8 |
| 17 | ![]() | Sporting Gijon | 8:14 | 8 |
| 18 | ![]() | Racing Santander | 7:15 | 8 |
| 19 | ![]() | FC Granada | 4:12 | 8 |
| 20 | ![]() | FC Getafe | 9:15 | 7 |
| 1. Messi, Lionel | FC Barcelona | ![]() |
| Spiele: 37 | Tore: 50 | |
| 2. Cristiano Ronaldo | Real Madrid | ![]() |
| Spiele: 38 | Tore: 46 | |
| 3. Falcao | Atletico Madrid | ![]() |
| Spiele: 34 | Tore: 24 | |
| 4. Higuain, Gonzalo | Real Madrid | ![]() |
| Spiele: 35 | Tore: 22 | |
| 5. Benzema, Karim | Real Madrid | ![]() |
| Spiele: 34 | Tore: 21 | |