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19.09.2011, 12:30

Frankreich: Dortmunds Gegner in der Krise

OM: Rien ne va plus

2010 feierte Olympique Marseille, Dortmunds Gegner in der Champions League, noch den neunten Meistertitel. Die Euphorie war riesig und die Zukunft rosig. Nur ein gutes Jahr später sieht die Situation nicht mehr ganz so gut aus. Die vergangene Saison war mit der Vizemeisterschaft zwar noch erfolgreich, doch der Verein muss sparen und legte einen Fehlstart in die Ligue 1 auf den Rasen. Nach der 0:2 (0:2)-Pleite bei Olympique Lyon bleibt Marseille nach dem sechsten Spieltag ohne Sieg und ist Tabellenletzter.

Michel Bastos
Es jubeln immer die anderen: Lyons Michel Bastos feiert das 2:0 gegen Olympique Marseille.
© imagoZoomansicht

Lyon führt nach dem Erfolg, Gomis und Bastos erzielten die Tore, die Tabelle vor Montpellier an. Nach einem Remis gegen Sochaux (2:2) ist Meister und Pokalsieger Lille auf dem vierten Platz. Mit drei Punkten (0/3/3) ziert Marseille hingegen das Tabellenende - Trainerdiskussion inklusive. Präsident Vincent Labrune gibt zwar zu, "das ist ein Katastrophenszenario", möchte aber an Coach Didier Deschamps weiterhin festhalten: "Nein. Didier Deschamps ist nicht bedroht." Deschamps, der mit Frankreich 1998 die Weltmeisterschaft und 2000 die Europameisterschaft gewann, trainiert Marseille seit 2009.

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Das Meisterschaftsrennen scheint bereits zu Ungunsten von OM entschieden. "Marseille k.o.", schrieb die Zeitung "Le Figaro" am Montag. Nach dem Punktspiel bei Evian TG am Mittwoch steht am Samstag beim FC Valenciennes für das Team um die Nationalstürmer Mathieu Valbuena und Loic Remy die Generalprobe für das Dortmund-Spiel an. "Wir machen eine schwere Zeit durch, gegen Evian müssen wir unbedingt gewinnen", forderte Deschamps vor dem Gang zum Aufsteiger.

Ein Wettbewerbsnachteil wird zudem der Umbau des Stadions sein. Wegen der Renovierung stehen statt 60.000 Plätzen nur 41.500 zur Verfügung. Außerdem hat Hauptaktionärin Margarita Louis-Dreyfus erklärt, dass der Verein künftig ohne ihr Vermögen auskommen müsse. Und so ruhen die Hoffnungen weiterhin auf Neuzugang Alou Diarra aus Bordeaux, der die zentrale Schaltstelle im Mittelfeld werden soll. Als er als 19-jähriges Talent zu den Bayern kam, schaffte er den Durchbruch noch nicht. Mittlerweile ist der 30-Jährige zweifacher französischer Meister (Lyon und Bordeaux) und Kapitän der Nationalmannschaft.

Im Interview mit "L'Equipe" möchte Diarra die Titelträume noch nicht abhaken, aber man müsse jetzt schnell handeln. "Wir können da nur gemeinsam herauskommen. Niemand sollte den Retter spielen. Wir müssen als Kollektiv solider werden." Dortmund, das am 28. September (20.45 Uhr) auf die Franzosen trifft, dürfte sicher nichts dagegen haben, wenn das noch ein wenig dauert.

19.09.11
 
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weitere Infos zu A. Diarra

Vorname:Alou
Nachname:Diarra
Nation: Frankreich
Verein:Olympique Marseille
Geboren am:15.07.1981

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