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11.08.2011, 17:10

Spanien: Ligaauftakt ist in Frage gestellt

Casillas & Co.: "Wir werden nicht spielen"

In der Primera División steht der Saisonauftakt vor der Tür. Am 20. August und 21. August freuen sich die Fans auf das Ende der fußballlosen Zeit und auf Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Co. Eigentlich. Doch der Auftakt der Primera División und der zweiten Liga droht ins Wasser zu fallen, denn die Spielergewerkschaft AFE hat die Profis zum Streik aufgerufen.

Iker Casillas (re.) und Christiano Ronaldo
Arme verschränken und abwarten: Iker Casillas (re.), hier mit Christiano Ronaldo.
© Getty ImagesZoomansicht

Und nicht nur die Kapitäne von Real Madrid und des FC Barcelona, Iker Casillas und Carles Puyol, unterstützen den Aufruf.

Zum Hintergrund: Die Spieler sind empört darüber, dass etliche Vereine den Profis die Gehälter vorenthalten oder verspätet zahlen. "Die Spieler sind zusammen gekommen und haben gesagt 'es reicht'", bestätigte AFE-Präsident Luis Rubiales, der nun ein Tarifabkommen mit der Profi-Liga LFP abschließen möchte. Die LFP hat den neuen Vertrag mit der Spielergewerkschaft auch bereits vorliegen, diesen aber noch nicht unterzeichnet.

"Alle Profis der ersten und zweiten Liga haben sich dafür entschieden, den ersten und zweiten Spieltag zu bestreiken, wenn es keine Einigung mit der Liga gibt", so Ruibales. Die AFE sei zu Verhandlungen mit der Profiliga (LFP) bereit, um einen Streik noch abzuwenden. "Der Spielbetrieb in der Liga wird aber erst beginnen, wenn ein neues Tarifabkommen unterzeichnet ist. Wir treten für eine Regelung wie in Deutschland, England oder den Niederlanden ein. Dort werden Klubs, die nicht zahlen können, gar nicht erst zugelassen."

Der Pleitegeier kreist

"Wir leben in einer unglücklichen Situation. Wir wollen nicht mehr Geld, wir wollen, dass die Verträge eingehalten werden", so der AFE-Präsident weiter. Laut Rubiales wurden in der vergangenen Saison rund 100 Profis von den Vereinen zusammen etwa zwölf Millionen Euro vorenthalten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Lage bessert: Dieses Jahr könnten sich diese Zahlen auf rund 200 Spieler und 50 Millionen Euro erhöhen.

Denn: In Spanien ist die Hälfte der 42 Profivereine von der Pleite bedroht. Erstligisten wie Real Saragossa, Betis Sevilla, RCD Mallorca, der FC Málaga, UD Levante, Real Sociedad San Sebastián oder Sporting Gijón hatten sich für zahlungsunfähig erklärt und eine Gesetzeslücke genutzt. Nach dem Konkursgesetz darf ein Verein, der sich in einem Gläubigerverfahren befindet, nicht - wie dies im Reglement eigentlich vorgesehen ist - zu einem Zwangsabstieg verurteilt werden.

Die Profiliga plant, einen Fonds zu schaffen für all jene Spieler, die von ihren Vereinen nicht die vereinbarten Gehaltszahlungen erhalten. Was die Gewerkschaft für unzureichend hält. "Die vorgesehenen Gelder reichen nicht aus, die Schulden bei den Profis zu begleichen", sagte Rubiales.

Rund 100 Profis unterstützen den Streikaufruf

Bei der Pressekonferenz in einem Madrider Hotel waren neben Casillas und Puyol rund hundert weitere Spieler anwesend. Namhafte Akteure wie die Nationalspieler Juan Mata, Xabi Alonso, Sergio García, Santi Cazorla und Fernando Llorente demonstrierten die Einigkeit der Profis.

"Es ist eine sehr schwierige Situation und ich denke, wir werden nicht spielen", so Nationaltorwart Casillas, der auch Vizepräsident der AFE ist.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 11.08., 17:38 Uhr
Casillas, Puyol & Co. - Spaniens Fußballer streiken
Streik in Spanien! Die Spielergewerkschaft AFE kündigte einen Arbeitskampf für den 1. Spieltag der neuen Saison an. Grund: Die finanzielle Schieflage einiger Vereine, die den Profis teilweise keine Gehälter zahlen können. Das Ziel der AFE ist ein Tarifvertag mit der Liga. Stars wie die Weltmeister Casillas und Puyol unterstützen den Streik.
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weitere Infos zu Casillas

Vorname:Iker
Nachname:Casillas
Nation: Spanien
Verein:FC Porto
Geboren am:20.05.1981