"Wir waren ein Luxus-Restaurant, jetzt sind wir eine Pizzeria. Wir sind zu Außenseitern geworden", beklagte Galliani, der befürchtet, dass sich der Niedergang der Serie A weiter fortsetzen wird: "Dank der neuen Stadien für die EM 2016 werden uns auch die Franzosen noch überholen. Wir werden dann auf Platz fünf in Europa landen", schwant der rechten Hand von Milan-Boss Silvio Berlusconi nichts Gutes. Den vierten Champions-League-Platz hat Italien bereits an Deutschland verloren. In dieser Saison qualifizieren sich erstmals nur die ersten Drei für die Königsklasse.
Die "Gazzetta dello Sport" zitierte am Donnerstag eine Studie, der zufolge der Umsatz der Serie A im Jahr 2000 mit 0,9 Milliarden Euro noch fast gleichauf mit dem der englischen Premier League (1,1 Milliarden Euro) und vor dem der Bundesliga (0,53 Milliarden Euro) lag. 2010 ist die Premier League jedoch auf 2,4 Milliarden Euro enteilt, und auch die Bundesliga (1,55) hat die Serie A (1,53) überholt.
Hauptgrund für die schlechten Umsatzzahlen sind laut Galliani die Stadien in Italien, die mit ganz wenigen Ausnahmen - Juventus Turin eröffnet in dieser Saison seine nagelneue Spielstätte - veraltet und marode sind. "State of the art" ist vielerorts, wenn überhaupt, der der WM 1990. So erzielen die italienischen Topklubs mit ihren Stadien nur einen Bruchteil der Einnahmen, die in Spanien oder England generiert werden. Während Real Madrid 2009/10 zum Beispiel 129,1 und Manchester United 122,4 Millionen Euro einnahm, kamen Inter und Milan nur auf 38,6 bzw. 31,3 Millionen.
Das italienische Parlament überprüft derzeit ein Gesetz zur Privatisierung von Stadien, in denen dann auch andere Veranstaltungen stattfinden könnten. Zudem soll das Prozedere vereinfacht werden, nach denen Fußballklubs von den Gemeinden die Genehmigung zum Bau einer neuen Spielstätte erhalten.

Die Stadien sind das eine. Auch immer neue Manipulationsskandale wirken sich allerdings nicht gerade positiv auf die Außendarstellung der Serie A aus. Im derzeitigen Wettskandal forderte Chefankläger Stefan Palazzi am Mittwochabend harte Strafen für die beschuldigten Vereine und Spieler. Aufsteiger Atalanta Bergamo soll demnach mit sieben Strafpunkten in die Saison starten. Für Atalantas Teamkapitän Cristiano Doni verlangte Palazzi eine Sperre von drei Jahren und sechs Monaten, für Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori einen lebenslangen Ausschluss aus dem Profi-Fußball.
"Palazzi schlägt mit voller Wucht zu", titelte der "Corriere dello Sport" am Donnerstag. Die Drittligisten Alessandria und Ravenna sollen nach Palazzis Vorschlag zwangsabsteigen. Die Urteile der Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes (FIGC) werden bis Montag erwartet.
Erstligist AC Chievo einigte sich am Mittwoch mit der Disziplinarkommission auf einen Vergleich. Der Klub aus Verona zahlt 80.000 Euro Strafe, weil seinem Berater Stefano Bettarini die Mitgliedschaft in einer Wettbande vorgeworfen wird. Chievo selbst waren keine Manipulationen zur Last gelegt worden.
Insgesamt stehen 18 Profi-Vereine sowie 26 Spieler und Funktionäre wegen unerlaubter Wetten und Liga-Manipulation vor der Disziplinarkommission. Die Beweise gegen sie hat die Staatsanwaltschaft Cremona gesammelt, die vor zwei Monaten bei einer landesweiten Razzia 16 Personen festgenommen hatte. Unter ihnen war auch Signori, der wie Doni jegliche Beteiligung an illegalen Wetten bestreitet. Rund 60 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele stehen unter Manipulationsverdacht.
UEFA-5-Jahreswertung
Deutschland nun klar vor Italien.
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Re (2): Schön,
von:
JAF99
- 31.05.12, 08:17 - 0 mal gelesen
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Ach gottchen
von:
floatinkk
- 31.05.12, 08:10 - 5 mal gelesen
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Re: Wer eine Banane wirft, den werde ich umbringen
von:
Ebbe_the_best
- 31.05.12, 08:05 - 16 mal gelesen
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