England: Newcastle United reagiert auf Kritik
Nach Twitter-Attacke: "Bad Boy" Barton soll gehen
Joey Barton ist seit Jahren eine der schillerndsten Figuren der englischen Premier League - und seit Montag auf Vereinssuche. Der Mittelfeldspieler, eigentlich noch bis 2012 bei Newcastle United unter Vertrag, kritisierte die Transferpolitik seines Arbeitgebers via Twitter und wurde daraufhin von den Magpies als "ablösefrei" deklariert. Zuvor hatte bereits ein Teamkollege Newcastle scharf kritisiert, ebenfalls per "Gezwitscher".
Zu viel gezwitschert: Joey Barton wurde von Newcastle United mit Nachdruck ein Wechsel nahegelegt.
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Mit Torjäger Andy Carroll, der im Januar für 40 Millionen Euro zum FC Liverpool wechselte, und Kapitän Kevin Nolan, der im Sommer zu Absteiger West Ham United verkauft wurde, verlor Newcastle zuletzt binnen weniger Monate zwei seiner wichtigsten Akteure. Und das, ohne adäquaten Ersatz zu beschaffen.
Einigen Spielern stößt dieses Verhalten offenbar übel auf, sie fürchten nun eine Saison im Abstiegskampf. Zuerst klagte deshalb Außenverteidiger José Enrique via Twitter, dass der Klub auf diese Weise "nie mehr in den Kampf um eine Platzierung unter den besten Sechs eingreifen" werde. Darüber hinaus warf er den Magpies vor, ihm eine versprochene Gehaltserhöhung vorzuenthalten. Enrique wurde daraufhin mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 115.000 Euro belegt.
Barton: Mit Carrolls Verkauf kam der Bruch
Davon wenig abgeschreckt, stimmte am Wochenende Barton in das Klagelied mit ein und erklärte, die Kommentare seines spanischen Teamkollegen wären nur "die Spitze des Eisbergs", wenn auch andere Spieler ihre wahre Meinung über die Klub-Politik kundtäten.
Ursprünglich ging man in England davon aus, dass Barton den Klub 2012 nach Ablauf seines Vertrages ablösefrei verlassen werde - nun dürfte es schon ein Jahr früher der Fall sein. Newcastle teilte mit, dass man den kampfstarken Mittelfeldspieler mit sofortiger Wirkung auf die Transferliste gesetzt habe, er soll sich einen neuen Verein suchen. Dass der Verein dabei gar auf eine Ablöse verzichten will, zeigt, wie vehement er eine sofortige Trennung anstrebt.
Barton, der bereits mit zahlreichen Platzverweisen und einem sechsmonatigen Gefängnisaufenthalt wegen Körperverletzung sein "Bad Boy"-Image gepflegt hatte, stand noch im Winter kurz vor einer Vertragsverlängerung im Nordosten Englands, machte jedoch einen Rückzieher, als bekannt wurde, dass Torjäger Carroll nach Liverpool verkauft werde.
Arsenal unter den Interessenten?
Nach der neuesten Eskapade will man in Newcastle nun auch den unbequemen Publikumsliebling schnellstmöglich loswerden - und würde damit den dritten Schlüsselspieler der vergangenen Saisons verlieren. Interessenten für Barton sollen bereits Schlange stehen, darunter der FC Arsenal und Aston Villa.
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Falcao ersetzt Aguero
Ein Tiger für Atletico
Letzte Saison schoss Falcao den FC Porto förmlich im Alleingang zum Europa-League-Titel. Mit 17 Toren brach der Kolumbianer (Spitzname: El Tigre) den Rekord von Jürgen Klinsmann (15). Nun wechselt der Stürmer zu Atletico Madrid, wo er die Lücke schließt, die der Abgang von Sergio Aguero zu Manchester City hinterlassen hat. Die Spanier zahlen zunächst 40 Millionen Euro, sieben weitere Millionen können noch hinzukommen.
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