Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
24.07.2011, 22:56

Finale der Copa America: Souveränes 3:0 gegen Paraguay

Suarez und Forlan sichern Titel Nr. 15

Uruguay holte sich im Endspiel der Copa America völlig verdient den Titel. Die Mannschaft um die Ausnahme-Stürmer Forlan und Suarez gewann am Sonntagabend sehr souverän gegen Paraguay mit 3:0. Die beiden Angreifer Uruguays waren maßgeblich beteiligt am 15. Erfolg der Urus bei der Copa. Einen bitteren Abend verlebte Paraguays Lucas Barrios. Erst schmorte er 77 Minuten auf der Bank. Als der BVB-Stürmer kam, zog er sich prompt eine Muskelverletzung zu.

Forlan trifft zum 2:0
Kurz vor der Vorentscheidung: Forlan trifft zum 2:0.
© Getty Images

Uruguay machte vom Anpfiff an einen solchen Druck, dass Paraguay in den ersten 20 Minuten fast gar nicht aus der eigenen Hälfte kam. Binnen weniger Minuten erspielten sich die Urus mehrere hochkarätige Chancen, zudem verbuchte der Favorit fünf Ecken am Stück, bei denen es immer lichterloh im Strafraum brannte. Bei einer solchen konnte Paraguays Abwehrmann Ortigoza im Getümmel den Ball nur noch mit der Hand klären, doch die Pfeife des schwer geforderten Schiedsrichters Salvio Fagundes Filho aus Brasilien blieb stumm.

Der Mannschaft von Oscar Tabárez machte dies aber nichts aus. Sie spielte ein solch immenses Pressing, dass das Führungstor minütlich in der Luft lag. In der 12. Minute war es dann soweit: Luis Suarez nahm einen Abpraller gedankenschnell auf und versenkte den Ball im langen Eck. Auch nach dem Führungstor machte Uruguay unaufhörlich mit dem Pressing so lange weiter, bis der zweite Treffer fiel. Diego Perez eroberte 30 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse zentral die Kugel, legte quer zu Forlan, der aus 13 Metern wuchtig einschoss (42.).

Im zweiten Durchgang schaltete Uruguay zwei Gänge zurück und verwaltete den Vorsprung. Paraguay brauchte lange, um dies zu realisieren, kam dann aber doch zu einigen Offensivaktionen. Die beste davon hatte Nelson Valdez, der einen Volleyschuss an die Latte der Urus setzte. Allerdings war bei dem Schuss aus 18 Metern noch Keeper Muslera mit den Fingerspitzen dran.

Bis zu diesem Zeitpunkt hätte Uruguay schon längst mit drei oder vier Toren führen können, doch Paraguay verteidigte mit Mann und Maus und hatte in Villar einen gutaufgelegten Torhüter im Kasten stehen.

In der Offensive ging bei Paraguay im ersten Abschnitt fast gar nichts. Nur der frühere Dortmunder Stürmer Nelson Valdez hatte eine Halbchance, doch eine weite Flanke konnte er nur artistisch über die Latte schaufeln. Ansonsten war er als einzige Spitze auf verlorenem Posten gestanden.

In der 77. Minute entschied sich Paraguays Trainer Gerardo Martino als dritten Einwechselspieler Lucas Barrios zu bringen. Nur wenige Minuten darauf ging der BVB-Stürmer im Sprint dem Ball hinterher und zog sich dabei eine Muskelverletzung am linken Oberschenkel zu. Gestützt von den Betreuern musste er den Platz wieder verlassen.

In der Schlussphase wurden die Räume für Uruguay natürlich größer, so dass der WM-Vierte den letzten entscheidenden Konter setzte. Der eingewechselte Cavani war auf dem linken Flügel entwischt und passte zu Suarez. Dieser legte den Ball mustergültig in den Lauf von Forlan, der mit seinem zweiten Finaltreffer den 3:0-Endstand besiegelte. (90.)

Paraguay, ohne einen einzigen Sieg in der regulären Spielzeit ins Finale gekommen, hatte Brasilien im Viertelfinale im Elfmeterschießen ausgeschaltet. Uruguay warf den zweiten großen Favoriten, Gastgeber Argentinien, ebenfalls im Elfmeterschießen in der Runde der letzten Acht raus. Das Spiel um Platz drei hatte Peru am Samstag gegen Venezuela mit 4:1 für sich entschieden. Die 44. Auflage der Copa América wird 2015 von Brasilien ausgerichtet, das 2014 auch Gastgeber der Fußball-WM ist.

24.07.11
 
Seite versenden
zum Thema