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16.07.2011, 23:30

Falcao scheitert aus elf Metern

Peru überrascht Kolumbien

Peru heißt der erste Halbfinalist bei der diesjährigen Copa America. Im ersten Viertelfinale setzte sich Peru mit 2:0 (0:0; 0:0) nach Verlängerung gegen Kolumbien durch. Die Kolumbianer ließen besonders im zweiten Abschnitt der regulären Spielzeit einige Großchancen liegen und wurden für diese Nachlässigkeiten trotz körperlicher Vorteile in der Verlängerung von den Peruanern dafür bestraft.

Luis Martinez
Folgenschwerer Fehlgriff: Kolumbiens Keeper Martinez (im orangen Trikot) lässt den Ball fallen, Chiles Lobaton (nicht im Bild) nutzt dies zum 1:0 aus.
© Getty ImagesZoomansicht

Sowohl bei Kolumbien als auch bei Peru stand jeweils ein Akteur aus der Bundesliga in der Startelf: Bei den Kolumbianern begann Herthas Ramos an der Seite von Superstar Falcao, bei den Peruanern bildete HSV-Angreifer Guerrero den Ein-Mann-Sturm. Kolumbiens Trainer Sergio Markarian ließ den Mainzer Elkin Soto auf der Bank Platz nehmen.

In Cordoba erwischte Kolumbien den besseren Start. Die Cafeteros präsentierten die bessere Spielanlage und hatten optische Feldvorteile. Allerdings mangelte es vor dem gegnerischen Tor an Durchschlagskraft, zu statisch wurden die Angriffe vorgetragen. Peru stand sicher in der Defensive, machte dem Gegner das Leben mehr als schwer und probierte es meistens mit langen Bällen, die der umtriebige Guerrero aber nicht verwerten konnte.

Im zweiten Abschnitt machte zunächst Peru den besseren Eindruck. Chiroque und Guerrero hatten gleich zwei Schusschancen, verfehlten aber ihr Ziel. Kolumbien agierte viel zu behäbig, um sich gegen die Peruaner in Szene setzen zu können.

Kolumbien fand aber in die Partie zurück und hatte dann auch gleich zwei erstklassige Möglichkeiten. Zunächst setzte Portos Falcao einen Strafstoß in der 65. Minute links am Tor vorbei. Zuvor hatte Rodriguez Moreno am Trikot gezupft. Und nur rund 60 Sekunden später scheiterte eben jener Moreno am Aluminium.

Im Anschluss bewiesen die Kolumbianer die bessere körperliche Verfassung, Peru wirkte nun doch müde. Ein Treffer wollte in der regulären Spielzeit aber nicht mehr fallen, auch weil Perus Keeper Fernandez einen Guarin-Schuss in der Nachspielzeit an die Querlatte lenkte.

In der Overtime drückte weiter Kolumbien, das entscheidende Tor fiel aber auf der anderen Seite. Kolumbiens Keeper Martinez ließ eine Freistoß-Flanke - leicht behindert von seinem Kapitän Yepes - fallen, Lobaton nutzte den Patzer aus und jagte den Ball vehement in die Maschen (102.).

Zwar versuchte Kolumbien alles, um noch eine Wende zu erzwingen. Doch es waren die körperlich immer erschöpfter wirkenden Peruaner, die die Entscheidung erzwangen: Guerrero legte für Vargas auf, der in der 112. Minute den Ball zum 2:0 unter die Querlatte jagte. Peru steht damit im Halbfinale, wo entweder Gastgeber Argentinien oder Uruguay der Gegner sein wird. Die beiden Nachbarländer stehen sich in der Nacht zum Sonntag gegenüber.

 
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