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25.06.2011, 22:40

Kunstschuss zum Endstand - Schweiz geschlagen

U-21-Europameister! Spanien feiert einfach weiter

Europameister, Weltmeister - und jetzt auch U-21-König: Spanien hat sich am Samstagabend im dänischen Aarhus den wichtigsten Europameistertitel im Juniorenbereich gesichert und bleibt damit fußballerisch das Maß aller Dinge. Im Endspiel setzte sich die "Selección" verdient und souverän mit 2:0 gegen die Schweiz durch und löste Deutschland als Titelträger ab. Ein wahrer Kunstschuss zum Endstand entschädigte für ein ansonsten eher höhepunktarmes Finale.

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Spanien bejubelt den U-21-Europameistertitel
Party in Aarhus: Spanien bejubelt U-21-EM-Titel Nummer drei nach 1986 und 1998.
© Getty Images

Tempo ja, Chancen kaum - das war vor rund 15.000 Zuschauern lange das Motto im ersten Final-Durchgang zwischen Spanien und der Schweiz. Der Versuch aus spitzem Winkel von Turnier-Toptorjäger Adrian (schon fünf Treffer) war lange Zeit das einzig Gefährliche vor den Toren (4.), der Rest war zunächst temporeiches, technisch und taktisch hochwertiges Mittelfeldgeplänkel.

Erst kurz vor der Pause klingelte es dann im Tor, Ander köpfte eine perfekte Flanke von Außenverteidiger Didac in die Maschen, bescherte dem Favoriten die Pausenführung - und der Schweiz das erste Turniergegentor nach vier Zu-Null-Siegen (41.). Das 1:0 war durchaus verdient, weil Spanien, mit den Weltmeistern Mata und Javi Martinez in der Startelf, insgesamt mehr vom Spiel hatte. Nur Dribbler Shaqiri hatte zuvor de Gea einmal mit einem knallharten Drehschuss gefordert (30.).

Alcantaras Geistesblitz - und ein Loch im Netz

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine höhepunktarme Angelegenheit. Den Eidgenossen, die mit dem Neu-Nürnberger Klose und dem Herthaner Lustenberger begonnen hatten, fehlte auch mit dem eingewechselten Schalke-Stürmer Gavranovic die Durchschlagskraft, Spanien spielte seine Ballsicherheit geschickt aus, ohne aber selbst zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Klose war es, der mit seinem Kopfball nach einem Freistoß dem Ausgleich am nächsten kam (78.) - es sollte der letzte Hoffnungsschimmer der Schweizer gewesen sein.

Denn: Vier Minuten später düpierte Thiago Alcantara Keeper Sommer mit einem ebenso frechen wie gefühlvollen Freistoß aus dem Mittelfeld, mit einer derart blitzschnellen, geschweige denn direkten Ausführung hatte niemand gerechnet (82.). Die Vorentscheidung war gefallen, das konnte auch ein Loch im spanischen Tornetz nicht verhindern, das für einige Minuten geflickt werden musste.

Danach konnten die Feierlichkeiten beginnen, zum dritten Mal nach 1986 und 1998 krönte sich Spanien zum U-21-Europameister - zuletzt hatte Deutschland 2009 in Schweden triumphiert.

Spiel um Platz drei: Weißrussland darf nach London

Egor Filipenko
Ein Tor für Olympia: Egor Filipenko beschert Weißrussland eine Reise nach London.
© Getty Images Zoomansicht

Weißrusslands U-21 hat sich erstmals für die Olympischen Spiele qualifiziert und startet neben England, Spanien und der Schweiz als viertes europäisches Team 2012 in London. Die Weißrussen gewannen am Samstag bei der EM-Endrunde in Dänemark das Spiel um Platz drei gegen Tschechien mit 1:0 (0:0) und feierten damit ihr bestes Ergebnis bei einer Endrunde. Im Aalborg Stadion erzielte Yegor Filipenko (88.) den Siegtreffer gegen die Tschechen, die in der Schlussphase Lukas Vacha durch eine Gelb-Rote Karte verloren hatten.

Am Abend kommt es zum Finale zwischen der Schweiz und Spanien. Damit treffen die beiden Gruppensieger aufeinander, die jeweils ohne Niederlage geblieben sind. Die eidgenossen stehen erstmals im Finale. Glanzstück ist bisher die Abwehr, die noch keinen Gegentreffer zuließ. Pierluigi Tami weiß aber auch: "Jedes Spiel fängt bei 0:0 an. Wir gehen nicht ins Spiel und versuchen, nur keine Tore zu kassieren. Wir machen Druck, wir spielen offensiv."

25.06.11
 
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