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11.04.2011, 11:03

Österreich: Rekordmeister sieht "massiven Vertrauensbruch"

Rapid entlässt Pacult - Nächste Station Leipzig?

Peter Pacult ist nicht mehr Trainer von Rapid Wien. Der österreichische Rekordmeister entließ den 51-Jährigen am Montagvormittag. Als Grund führten die Hütteldorfer einen "massiven Vertrauensbruch zwischen Klubführung und Pacult" an. Am Wochenende hatten österreichische und deutsche Medien berichtet, dass Pacult im Sommer den Regionalligisten RB Leipzig übernehmen soll.

Peter Pacult
Sein letzter Auftritt auf der Rapid-Bank: Peter Pacult (l.) zieht es wohl nach Leipzig.
© imagoZoomansicht

Die "Leipziger Volkszeitung" hatte berichtet, zwischen Pacult und RB Leipzig, das momentan noch von Tomas Oral trainiert wird, sei alles bis ins letzte Detail geklärt. Pacult hatte sich am Donnerstag mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz getroffen, gab jedoch an, dass es sich dabei nur um eine "Weinverkostung" gehandelt habe. Der Verein glaubte dieser Darstellung zunächst und hielt am Sonntag noch am ehemaligen Profi und Trainer von 1860 München fest. Präsident Rudolf Edlinger sagte der Tageszeitung "Der Standard", dass es eine letzte Verwarnung für Pacult gegeben habe, "beim nächsten vereinsschädigenden Vergehen gibt es Konsequenzen".

Die ließen dann aber doch nicht lange auf sich warten. Am Montagmorgen wurde die Trennung von Pacult und seinem kompletten Betreuerstab bekannt gegeben. Als Interimscoach wird bis Sommer der ehemalige Co-Trainer Zoran Barisic fungieren, den Pacult im Sommer 2009 abgesetzt hatte. Als Pacult-Nachfolger werden unter anderem der frühere Bundesligaprofi Andreas Herzog (momentan U-21-Teamchef) und Wiener-Neustadt-Coach Peter Schöttel gehandelt. Auch Carsten Jancker, der momentan die Rapid-U-15 trainiert, soll ein Kandidat sein.

Nach der Entlassung Pacults ist Rapid auf sportlicher Ebene mehr oder weniger führungslos. Anfang April war überraschend Sportdirektor Alfred Hörtnagl "aus persönlichen Gründen" zurückgetreten. Einen Nachfolger für den 44-Jährigen haben die Hütteldorfer bislang noch nicht gefunden. Das Verhältnis zwischen Hörtnagl und Pacult galt als extrem angespannt. Noch am Freitag hatte der Trainer in dieser Hinsicht noch einmal nachgetreten.

Pacult, dessen Vertrag bei Rapid am Ende der Saison 2011/12 ausgelaufen wäre, war bei den Grün-Weißen seit 2006 im Amt. In der Spielzeit 2007/08 gelang unter seiner Führung der Gewinn der 32. Meisterschaft. In dieser Saison läuft es für Rapid allerdings nicht so gut. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Stum Granz beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter und Lokalrivale Austria Wien acht Spieltage vor Schluss acht Punkte. Als Fünfter droht Rapid sogar die Qualifikation für die Europa League zu verpassen. Edlinger zum "Standard": "Dann haben wir ein Problem. Und zwar kein Kleines."

 
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