Das Gericht entschied am Mittwoch, dass der Versuch der amerikanischen Besitzer Tom Hicks und George Gillett, den Verkauf für 300 Millionen Pfund (343 Millionen Euro) durch das Auswechseln von Vorstandsmitgliedern zu verhindern, nicht rechtens war. Die US-Geschäftsleute hatten den "High Court of Justice" angerufen. Sie hatten bereits zuvor durchleuchten lassen, bei einem Misserfolg in Berufung gehen zu wollen. Die "Reds" stehen bei der Royal Bank of Scotland mit 200 Millionen Pfund in der Kreide. Sie drängt auf einen zügigen Verkauf.
"Das war ein exzellentes Urteil für uns. Ich will den Fans für ihre Unterstüzung in schwierigen Zeiten danken. Wir sind noch da. Der Klub wird eine große Zukunft haben", so der erleichterte Liverpool-Vorsitzende Martin Broughton nach dem Urteilsspruch. Dass der Deal mit NESV nur noch eine Formalie sei, wollte er aber so nicht stehen lassen. "Wir werden für die Fans den richtigen Besitzer finden", so Broughton, "aber ich kann die Entscheidung des Vorstands nicht vorweg nehmen. Das wäre nicht angebracht."
Vor Gericht wurde bereits seit Dienstag über die Rechtmäßigkeit des Verkaufs verhandelt. Hicks und Gillett hatten gegen die Annahme des NESV-Gebots geklagt, weil der Vorstand ihrer Ansicht nach nicht das Recht zu einer solchen Entscheidung hatte. Wird der mit 400 Millionen Euro verschuldete Klub an die NESV, der auch das US-Baseballteam der Boston Red Sox gehört, verkauft, würden die beiden US-Amerikaner im Vergleich zum Kauf vor drei Jahren umgerechnet 360 Millionen Euro verlieren. Die Premier League und Liverpool-Coach Roy Hodgson hatten den Verkauf an die NESV befürwortet. Die bisherigen Eigentümer wollten dies jedoch mit allerlei Tricks verhindern, um den Verkaufspreis womöglich noch in die Höhe treiben zu können.
Laut Hicks und Gillett hätte der Vorstand durch die Annahme des 350-Millionen-Angebots von NESV nicht im besten Interesse des Klubs gehandelt. Die Eigentümer waren der Meinung, dass der Klub ohne ihr Einverständnis nicht verkauft werden dürfe. Ihre Anwälte berichteten vor dem Gericht in London zudem von einem weiteren Kauf-Interessenten, dem amerikanischen Hedgefond Mill Financial. Durch das Urteil ist das erhöhte Angebot des Milliardärs Peter Lim, der noch am Dienstag 413 Millionen Euro für den Klub geboten hatte, hinfällig.
Hätte der High Court zu Gunsten von Hicks und Gillett entschieden, wäre dem 18-maligen englischen Meister wohl nur die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens geblieben. Am Freitag wird ein Kredit bei der Royal Bank of Scotland über 270 Millionen Euro fällig. Ein Aufschub bei der bereits teilweise verstaatlichten Bank, die zuletzt auf den zügigen Verkauf des Traditionsvereins von der Anfield Road gedrängt hatte, ist sehr unwahrscheinlich. Ein Insolvenzverfahren hätte in der Premier League zunächst automatisch zu einem Abzug von neun Punkten geführt. Mit der Entscheidung des High Courts dürfte dies nun passée sein.
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Ach gottchen
von:
floatinkk
- 31.05.12, 08:10 - 3 mal gelesen
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Re: Wer eine Banane wirft, den werde ich umbringen
von:
Ebbe_the_best
- 31.05.12, 08:05 - 7 mal gelesen
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JJ isn Engel
von:
floatinkk
- 31.05.12, 08:03 - 4 mal gelesen
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