Zum ersten Mal seit Deutschland 1987 (0:1) trat wieder ein großer europäischer Gegner in Argentinien an. Nach dem 0:4 im WM-Viertelfinale gegen Deutschland waren die Gastgeber im mit 65.600 Zuschauern ausverkauften Monumental-Stadion in Buenos Aires auf Wiedergutmachung aus. Und die gelang. Lionel Messi brachte die Südamerikaner nach nur zehn Minuten mit einem Heber in Führung, Higuain legte wenig später aus spitzem Winkel einen weiteren Treffer nach.
Tevez markierte vor der Pause sogar noch das 3:0 für die Argentinier, allerdings unter gütiger Mithilfe von Torhüter Pepe Reina, der im Fünfmeterraum ausrutschte. Die hohe Führung war ein wenig schmeichelhaft, denn die Spanier spielten keineswegs schlecht und trafen insgesamt dreimal Aluminium, zweimal durch Torjäger David Villa. Der Ehrentreffer für die Iberer gelang sechs Minuten vor Schluss Fernando Llorente, in der Nachspielzeit stellte Aguero den alten Abstand jedoch wieder her.
Argentiniens Interimscoach Batista sammelte damit weitere Argumente für eine langfristige Anstellung, bereits vor dem Spiel hatten sich Messi & Co. vehement für einen Verbleib des 47-Jährigen ausgesprochen.
EM-Mitgastgeber Polen wartet weiter derweil auf den ersten Sieg seit dem 3. März (2:0 gegen Bulgarien). Am Dienstag setzte es in Krakow eine 1:2-Testspielniederlage gegen WM-Teilnehmer Australien. Dortmunds Angreifer Lewandowski markierte das einzige Tor der Polen zum zwischenzeitlichen 1:1 (18.), Wilkshire antwortete bald per Elfmeter mit dem frühzeitigen Endstand. Auch in der Schlussphase, als die Hausherren nach Emertons Platzverweis in Überzahl agierten, wollte kein Teilerfolg mehr herausspringen.
Besser war die Stimmung in Kiew, wo die Ukraine einen überzeugenden 2:1-Sieg über WM-Achtelfinalist Chile feierte. Rakitskiy und Aliyev trafen für den EM-Gastgeber, Estradas Anschlusstor kam in der 87. Minute - und damit zu spät.