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10.02.2010, 23:30

Überblick: Chelsea und ManUnited lassen Punkte

Gunners dürfen wieder hoffen

Nachdem der Dienstag im Zeichen des Abstiegskampfs stand, rückte in der Premier League am Mittwoch das Titelrennen wieder in den Mittelpunkt. Tabellenführer Chelsea (in Everton) und Verfolger Manchester United (bei Aston Villa) ließen dabei Punkte. Arsenal dagegen gewann dagegen gegen den FC Liverpool im Spitzenspiel und schnuppert wieder Morgenluft. Tottenham verlor überraschend bei den Wolverhampton Wanderers.

Everton bleibt zu Hause eine Macht

Nani (li.) sieht die Rote Karte
Schock für ManUnited: Nani (li.) sah bereits nach 29 Minuten Rot, so dass die Red Devils über eine Stunde in Unterzahl spielen mussten.
© imagoZoomansicht

Am Mittwoch rückte die Spitze ins Blickfeld. Tabellenführer und Pokalsieger Chelsea hatte dabei die schwere Auswärtshürde FC Everton nehmen. Die Liverpooler waren aber seit sechs Ligaheimspielen unbesiegt, mussten gegen die Blues allerdings auf den gesperrten Pienaar verzichten. Allerdings reichte es auch ohne den Südafrikaner zu einem 2:1-Erfolg. Zwar waren die Londoner durch Malouda nach 17 Minuten in Führung gegangen, doch Louis Saha glich noch vor der Pause aus (33.). Chelseas Coach Carlo Ancelotti brachte nach 57 Minuten Michael Ballack in die Partie, der deutsche Nationalmannschaftskapitän musste dann aber zusehen, wie Saha seinen zweiten Treffer markierte (75.) und die Niederlage des Tabellenführers besiegelte.

Manchester United verpasst es, vorbeizuziehen

Damit bot sich Manchester United die Gelegenheit, sich an die Tabellenspitze der Premier League zu hieven. Dafür musste aber gegen das so abwehrstarke Aston Villa ein Dreier her. Sir Alex Ferguson vertraute dabei auf seinen Goalgetter Wayne Rooney, der bisher bereits 21-mal genetzt hatte. Im Villa Park konnte aber auch der englische Nationalstürmer nur wenig anstellen, ebenso kein anderer Red Devil. Ein Treffer für ManUnited fiel dennoch. Carlos Cuellar brachte die Mannen aus Birmingham zwar in Führung (19.), doch James Collins glich per Eigentor für den amtierenden Meister wieder aus (23.). Etwas später erwies Nani aber seinem Team einen Bärendienst und flog mit Rot vom Platz. Fast eine Stunde mussten die Ferguson-Schützlinge dann in Unterzahl agieren, zum Punktgewinn sollte es am Ende trotzdem reichen. Die Villans blieben damit zum neunten Mal in Folge ungeschlagen.

Arsenals hält die Hoffnung am Leben

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Tottenham Hotspur musste zuletzt den FC Liverpool im Kampf um Rang vier an sich vorbeiziehen lassen. Beim Vorletzten Wolverhampton wollten die Londoner nun zurück in die Spur kehren, was jedoch nicht gelang. Mann des Tages war David Jones, der in der 27. Minute den entscheidenden Treffer markierte und seine Wolves wieder über den ominösen Strich führte.

Liverpool hätte davon profitieren können, allerdings hatten die Reds keinen Geringeren als den FC Arsenal vor der Brust. Die "Kanoniere" mussten zuletzt einige Rückschläge gegen Chelsea und Manchester United hinnehmen, gegen Liverpool passierte ihnen das aber nicht. In London hauchte Diaby mit seinem entscheidenden Treffer gegen die Mannschaft von Trainer Rafael Benitez den Hoffnungen der Gunners, möglicherweise wieder ins Meisterschaftsrennen eingreifen zu können, neues Leben ein.

In weiteren Partien gewannen die Blackburn Rovers gegen Hull City mit 1:0, während West Ham United ebenfalls vor eigenem Publikum mit 2:0 über Birmingham City triumphierte.

Stokes Serie hält auch in Wigan

Paul Scharner vs. Ricardo Fuller
Torschütze gegen (Mit-)Vorbereiter: Wigans Paul Scharner (li.) gegen Ricardo Fuller (Stoke).
© imagoZoomansicht

Sieben Pflichtspiele ohne Niederlage - für Robert Huth und Stoke City läuft es richtig rund. Am Dienstag hielt die Serie auch in Wigan. Athletic ging dank eines Kopfballs des Österreichers Scharner in der 15. Minute mit 1:0 in Führung, verpasste aber den Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Tuncay sorgte nach Fullers und Etheringtons Vorbereitung noch für den Ausgleich (74.).

Alles klar nach Adebayors Klassetor

Mit Bolton reiste ein weiterer Abstiegskandidat zum Ligasechsten Manchester City. Ohne WM-Kandidat Gary Cahill (Blutgerinsel im Arm) hielten die Trotters bei den Citizens eine halbe Stunde die Null, ehe sich Robinson im Strafraum ein dummes Foul an Johnson leistete: Elfmeter, den Tevez gegen Jääskeläinen glücklich verwandelte. Der zweite Durchgang begann mit einem Lattenknaller des Argentiniers, dann folgte eine Drangphase der Wanderers. Ohne zählbaren Erfolg, dafür traf auf der Gegenseite Adebayor, der den Ball mit der Brust annahm und vom Elfmeterpunkt volley unter die Latte jagte (73.). Die Mancini-Elf, die auch drei Tage nach dem überraschenden 1:2 in Hull nicht überzeugte, mischt im Rennen um Platz vier weiterhin mit.

Turbulenzen in Portsmouth, nichts Neues von Burnley

Schlusslicht Portsmouth bekam es mit Sunderland zu tun. Symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf aus Sicht von Pompey verlief dieses Abstiegsduell: Rocha holte Bent im Strafraum von den Beinen und sah nach einiger Verwirrung - der Referee wollte zunächst Yebda vom Feld schicken - Rot. Bent verwandelte den fälligen Elfmeter zum 0:1 (12.). Beim Kabinengang grantelte Pompey-Coach Grant und ging den Referee an, obwohl der doch Friend hieß. Auf die Tribüne verwiesen, fand er dort nach der Pause keinen Platz und sich beim Kamera-Team ein, von wo er zunächst die Gelb-Rote Karte für Sunderlands Cattermole verfolgte (54.) und danach das lange Zeit vergebliche Anrennen seiner Elf. Erst nach dem zweiten Platzverweis der Black Cats für den drei Minuten vorher eingewechselten Meyler (88.) gelang Dindane wenigstens der Ausgleich, mit dem die Gäste sicherlich besser leben können.

Schließlich blieb sich Burnley auf fremden Terrain treu - erst ein Zähler steht zu Buche - und verlor auch in Fulham: Murphy (23.) und Elm (31.) sorgten schon vor dem Kabinengang für klare Verhältnisse, Zamora kurz nach der Pause für den Endstand.

10.02.10
 
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